Schweiz
Romandie

Mutmasslicher Brandstifter nach tödlichem Brand in Genf verhaftet

Mutmasslicher Brandstifter nach tödlichem Brand in Genf verhaftet

19.07.2023, 19:1619.07.2023, 19:16

Nach dem Brand mit zwei Toten Anfang Juli in Vernier hat die Genfer Kriminalpolizei am Dienstag einen 56-Jährigen verhaftet. Der Mann wird verdächtigt, den Brand gelegt zu haben. Ein Teenager und seine Mutter waren ums Leben gekommen.

Der Verdächtige wurde am Mittwoch von der für das Verfahren zuständigen Staatsanwältin vernommen, wie die Genfer Staatsanwaltschaft mitteilte. Er bestreitet die Tat. Die Richterin stellte beim Gericht für Zwangsmassnahmen einen Antrag auf Untersuchungshaft. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Weitere Angaben zum Fall wollte die Staatsanwaltschaft mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht machen. Bereits wenige Tage nach dem Brand hatte sie bekannt gegeben, dass sie auch die Hypothese eines kriminellen Ursprungs des Feuers untersuche.

Tod auf der Intensivstation

Ein 13-jähriger Knabe und seine 28-jährige Mutter waren an den Folgen des Brands gestorben. Sie waren bewusstlos im Treppenhaus aufgefunden, vor Ort reanimiert und danach in ein Spital eingeliefert worden. Sie erlagen später auf der Intensivstation ihren schweren Verletzungen – der Teenager noch am gleichen Tag, seine Mutter zwei Tage später.

Das Feuer war in der Nacht auf den 6. Juli im Keller eines fünfzehnstöckigen Gebäudes ausgebrochen und hatte viel Rauch verursacht. Zehn weitere Personen wurden kontrolliert, mussten aber nicht ins Spital gebracht werden.

Mehr als fünfzig Feuerwehrleute standen mit sieben Löschfahrzeugen im Einsatz, um das Feuer zu löschen. Fünf Ambulanzen sowie ein Arzt wurden ebenfalls an den Brandort entsandt. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Mord in Gränichen: Tatortbegehung mit Angeklagtem
1 / 8
Mord in Gränichen: Tatortbegehung mit Angeklagtem
Ein Polizist führt den mutmasslichen Täter Zeljko J. aus seiner ehemaligen Werkstatt in Gränichen (Bild: Chris Iseli).
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Selbstmordattentat an Ariana-Grande-Konzert
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Mit ihr auf dem Ticket könnte es eine ähnliche Dynamik geben wie 2015»
Bundesrat Guy Parmelin tritt per Ende 2026 zurück. Was hinterlässt er nach elf Jahren Amtszeit? Und wer aus der SVP hat gute Chancen, ihn zu beerben? Antworten hat Politologe Mark Balsiger.
Bundesrat Guy Parmelin hat seinen Rücktritt per Ende Jahr bekanntgegeben. Geht er, wenn es am schönsten ist?
Mark Balsiger:
Ja, er hat einen optimalen Zeitpunkt gewählt. In diesem Jahr hat er als Bundespräsident bislang eine gute Figur gemacht. Angefangen damit, wie er nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana volksnah und empathisch aufgetreten ist. Ausserdem hat er das Vertragspaket mit der EU und die Handelsbeziehungen mit Indien unter Dach und Fach gebracht. Das ist ein würdiger Abschluss.
Zur Story