Diese Studenten haben dank der SBB einen Rekord gebrochen
Übersetzung
Dieser Text wurde von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie geschrieben, wir haben ihn für euch übersetzt.
15 Stunden und 45 Minuten, um alle 26 Schweizer Kantone zu durchqueren. Dabei reichte es nicht, die Landschaft einfach vom Zugfenster aus zu betrachten: Die Teilnehmer mussten in jedem Kanton mindestens einmal einen Fuss auf den Boden setzen.
Dieser Herausforderung stellten sich am 15. Oktober Benjamin Faltin, Sébastien de Morsier, Mathieu Zufferey und Timour Jestin, vier Studenten der ETH Lausanne (EPFL). Sie starteten um 5.24 Uhr in Saint-Maurice VS und erreichten um 21.09 Uhr San Vittore GR. Die Strecke legten sie fast vollständig mit Zügen der SBB zurück. Nur für die letzte Etappe nahmen sie den Bus.
Das sind die vier Studenten 👇
Mit ihrer Zeit von 15 Stunden und 45 Minuten unterbieten sie den bisherigen Rekord der SwissTrainChallenge vom März 2025 um 54 Minuten. Sie haben einen Antrag auf offizielle Anerkennung ihrer Leistung eingereicht.
Umsteigen innerhalb einer Minute
«Es ist vor allem eine geografische Herausforderung. Man muss neue Wege finden, um die 26 Kantone miteinander zu verbinden», erklärt Benjamin Faltin, der an der EPFL Mathematik studiert.
Die vier Studenten verbrachten mehrere Dutzend Stunden damit, Fahrpläne, Karten von Swisstopo und die Routen der bisherigen Rekordhalter zu studieren.
Einer ihrer Tricks? Sie fuhren über Cheyres FR statt über Kerzers FR. So konnten sie einen früheren Zug Richtung Basel erwischen und eine halbe Stunde einsparen.
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Doch unterwegs konnten wenige Sekunden über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
«Die inoffiziellen Anschlüsse waren eindeutig am stressigsten», erzählt Benjamin Faltin. Was heisst inoffiziell? In Alpnachstad und Cheyres kreuzten sich die Züge im Abstand von nur einer Minute.
In Ziegelbrücke SG mussten die Studenten sogar über eine Brücke rennen, um den Kanton Glarus zu erreichen, bevor sie zu ihrem Zug zurückkehrten. Das war notwendig, weil das Reglement vorschreibt, dass man in jedem Kanton mindestens einmal den Boden betreten muss.
Der erste Versuch scheiterte
Die Wahl des Startorts war kein Zufall. Indem die Studenten in Saint-Maurice statt in Genf starteten, konnten sie die Anschlüsse besser aufeinander abstimmen. Und weil sie ihre Reise in Graubünden beendeten, mussten sie den Gotthard nicht zweimal durchqueren.
Die vier Studenten wussten bereits, wie schnell ein verpasster Anschluss den gesamten Rekordversuch zunichtemachen konnte. Zwei Jahre zuvor hatten sie die Herausforderung schon einmal in Angriff genommen, damals in umgekehrter Richtung, von Graubünden ins Wallis. Mehrere verpasste Anschlüsse hatten sie damals den Rekord gekostet.
Dieses Mal hatten sie Ersatzrouten vorbereitet und ihren Aufenthalt in jedem Kanton mit Fotos und Videos dokumentiert. Damit ist ihnen die Revanche gelungen.
Nun muss ihre Leistung noch offiziell anerkannt werden. Die vier Studenten haben bei der SwissTrainChallenge einen entsprechenden Antrag eingereicht. Die Organisation hat auf unsere E-Mail nicht geantwortet. Benjamin Faltin zeigt sich am Telefon jedoch «zuversichtlich», dass der Rekord anerkannt wird.
