Schweiz
Schule - Bildung

Coronavirus: Diese Regelungen haben die Schweizer Unis

Drei Studentinnen schreiben waehrend ihrer Vorlesung mit, im Juli 2001 an der Universitaet in Zuerich. (KEYSTONE/Martin Ruetschi) : Dia, Mittelformat, Nr.254867]
Studieren in vergangenen Zeiten: Studentinnen während einer Vorlesung an der Universität Zürich.Bild: KEYSTONE

Gestrichene Auslandsemester und Maskenpflicht: So beginnt das Semester an den Unis

Ab Mitte September strömen wieder Tausende von Studierenden an die Schweizer Unis und Hochschulen. Auch für sie ändert sich aufgrund der Corona-Pandemie einiges. Einige Einschränkungen lassen gar manchen Traum vom Auslandsemester platzen.
31.08.2020, 19:0803.09.2020, 09:48

In gut zwei Wochen sind auch an den Schweizer Unis und Hochschulen die Sommerferien vorbei. Doch das Herbstsemester 2020 wird wohl in die Geschichte vieler Universitäten eingehen. Zahlreiche Unis verzeichnen mehr Anmeldungen. Viele Maturandinnen und Maturanden mussten aufgrund der Corona-Pandemie auf ein Zwischenjahr verzichten, wie die Aargauer Zeitung berichtet. Anstatt zu reisen oder Arbeitsluft zu schnuppern, meldeten sich viele direkt für die Uni an.

Die Universität Zürich spricht von 15 Prozent mehr Anmeldungen für einen Bachelor-Studiengang als noch ein Jahr zuvor. An der Universität St.Gallen haben sich 349 mehr Studierende für das Herbstsemester eingeschrieben als noch 2019. Und auch die Uni Basel verzeichnete 250 Anmeldungen mehr als noch im Vorjahr.

Gestrichene Auslandsemester

Während viele Maturandinnen und Maturanden das Zwischenjahr streichen mussten, fällt bei zahlreichen Studierenden das geplante Auslandsemester ins Wasser. An der Universität Basel verzichten rund 50 Prozent der Studierenden auf das Auslandsemester. Dabei handelt sich sowohl um jene Studierende, die von Partnerunis in die Schweiz kommen wollten, als auch Schweizer Studierende, die ein Semester im Ausland planten. Die Uni Genf vermeldet ebenfalls eine Stornoquote von 51 Prozent, wie die Zeitung Tribune de Genève berichtet.

Die Frauenskulptur vor dem Haupteingang der Universitaet Zuerich, aufgenommen im Oktober 1997. (KEYSTONE/Str)
Um Personen in Risikogruppen zu schützen, können Präsenzveranstaltungen an der Universität Zürich auch digital absolviert werden.Bild: KEYSTONE

An der Universität St.Gallen ist die Zahl noch höher. «Im Moment sind noch 223 HSG-Studierende für ein Austauschsemester an einer anderen Uni angemeldet. Geplant waren über 750 Outgoings», heisst es aus der Ostschweiz.

An der ETH in Zürich wird der Studierendenaustausch im Herbstsemester 2020 gar auf Europa beschränkt. Wer von weiter weg nach Zürich wollte, darf nicht mehr kommen. An der Universität Zürich sind die Bestimmungen etwas liberaler. «Grundsätzlich können alle für einen Austauschplatz vorgesehenen Studierenden den Austausch antreten», heisst es dort auf Anfrage. Für das kommende Semester erwartet man rund 179 Studierende aus dem Ausland, 22 davon kommen von aussereuropäischen Unis.

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Maskenpflicht und Online-Prüfungen

Zwar wird es an allen Schweizer Unis wieder Präsenzunterricht geben. Doch auch dieser wird nicht mehr derselbe sein. Eine Maskentragepflicht gilt praktisch überall. An den Unis in Basel und Bern erhalten die Studierenden zu Semesterbeginn eine Stoffmaske zugeschickt. In Bern empfiehlt man zudem den Download der SwissCovid-App. In Basel bittet man die Studierenden, die Plätze in den Hörsälen nach Gebrauch gleich selbst zu reinigen.

Die Uni Bern erh
Die Uni Bern stellt ihren Studierenden zu Semesterbeginn zwei Stoffmasken zur Verfügung. Bild: sda

An der Universität Zürich wurde der Online-Unterricht vorangetrieben. Um Personen in Risikogruppen zu schützen, können Präsenzveranstaltungen auch digital absolviert werden. Einige Vorlesungen, besonders für Studierende in höheren Semestern, finden ausschliesslich online statt.

Ähnlich handhabt dies auch die Uni St.Gallen. Dort wird eine «hybride Unterrichtsform» Teil des Schutzkonzepts. Die Hälfte der Studierenden ist anwesend, die andere verfolgt die gleiche Vorlesung online. An der ETH in Zürich dürfen die Unterrichtsräume maximal zu 50 Prozent belegt werden. Und Vorlesungen mit mehr als 100 Studierenden werden online durchgeführt.

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