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Zahl der Sozialhilfebezüger steigt zum sechsten Mal in Folge



Une femme transmet un document a l'une des receptionistes de l'accueil du Centre d'action sociale des Paquis de l'Hospice general HG, ce mardi 14 septembre 2010 a Geneve. L’Hospice general est charge de mettre en œuvre la politique sociale du canton de Geneve. Il consacre l’essentiel de son activite à l’aide sociale en faveur des plus demunis et a l’accueil des requerants d’asile, tout en assurant d’autres taches d’assistance, de prevention et d’information pour toutes les categories de la population. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Der Gang zum Sozialamt wird für immer mehr Menschen zur Pflicht.
Bild: KEYSTONE

Der Trend hin zu immer mehr Sozialhilfefällen hat sich auch im vergangenen Jahr bestätigt – zum sechsten Mal in Folge. Jeder Dreissigste wurde 2014 mindestens einmal mit einer Sozialhilfeleistung unterstützt. Die Zahl der Langzeitbezüger steigt.

Dies zeigt die Schweizerische Sozialhilfestatistik 2014, die das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag publiziert hat. Demnach blieb die Sozialhilfequote mit 3,2 Prozent im vergangenen Jahr unverändert. Die absolute Zahl der unterstützungsbedürftigen Personen nahm aber um 2,7 Prozent auf 261'983 Personen zu.

Mehr als jeder vierte Sozialhilfebezüger bezog im Jahr 2014 bereits seit mindestens vier Jahren finanzielle Unterstützung. Die Entwicklung seit 2008, wonach immer mehr Sozialhilfefälle über eine lange Zeitdauer Leistungen beanspruchen, setzte sich damit fort.

In den Kantonen blieben die Sozialhilfequoten im Vergleich zu den Vorjahren grösstenteils unverändert. Elf Kantone wiesen stabile Werte aus, in elf Kantonen stiegen die Sozialhilfequoten leicht. In Neuenburg, Basel-Stadt, Waadt und Appenzell Innerrhoden nahm der Anteil der Sozialhilfebezüger an der gesamten Wohnbevölkerung ab.

Die neuste Statistik zeigt weiter: Weiterhin weisen Kantone mit städtischen Zentren überdurchschnittliche Quoten aus. Unterdurchschnittliche Werte verzeichnen demgegenüber eher ländlich geprägte Kantone.

Ein erhöhtes Sozialhilferisiko ist ferner bei Kindern, Geschiedenen und Ausländerinnen und Ausländern festzustellen. Bei Letzteren nahm die Sozialhilfequote im vergangenen Jahr aber um 0,3 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent ab. (sda)

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