Schweiz
SVP

Freysinger verzichtet nach Protesten auf «Guru» Piero San Giorgio

Freysinger verzichtet nach Protesten auf «Guru» Piero San Giorgio

02.12.2016, 12:1602.12.2016, 12:28
Oskar Freysinger, conseiller d'Etat valaisan, s'exprime sur la votation de la nouvelle loi sur le renseignement (LRens), lors de la conference de presse de la Conference latine des chefs de  ...
Distanziert sich von San Giorgio: Oskar FreysingerBild: KEYSTONE

Der Walliser Sicherheitsdirektor Oskar Freysinger verzichtet nach massiven Protesten auf die Beratungsdienste des «Überlebensspezialisten» Piero San Giorgio. Er reagiert damit auf ein Video, das im Internet kursierte.

«Das Departement verurteilt die Aussagen des Beraters scharf und bedauert sie sehr», hiess es in einer Medienmitteilung des Walliser Departements für Bildung und Sicherheit (DFS). Piero San Giorgio habe an zwei Sitzungen teilgenommen, für die er auch entschädigt werde.

Man werde ihn weder für aktuelle noch für künftige Gutachten anfragen. Der Überlebensspezialist und Buchautor hatte im Wallis mit einem auf Facebook kursierenden Videos für Empörung gesorgt. Darin hatte er sich abschätzig über kranke und behinderte Menschen geäussert.

Die Präsidentin der Walliser Kantonsregierung, SP-Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten zeigte sich am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda «schockiert» über die Aussagen. Sie äusserte sich dabei als Privatperson

Petition mit 900 Unterschriften

Nicht nur Esther Waeber-Kalbermatten war schockiert darüber. In einer Online-Petition forderten bereits über 900 Personen die sofortige Absetzung von Piero San Giorgio. Am Freitag verurteilte auch die Walliser Vereinigung der Sozialarbeiter die Aussagen scharf.

Freysinger hatte den Überlebensspezialisten als Berater in eine Arbeitsgruppe geholt, welche das Wallis auf Risiken von möglichen Krisen vorbereiten soll. Die Arbeitsgruppe wurde am Dienstag vorgestellt. Noch am Donnerstag hatte der SVP-Staatsrat den umstrittenen Experten in einem Interview verteidigt. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Haftbefehl verlässt Zürcher Klinik und setzt Behandlung in Reha fort
Nach seinem schweren Kokain-Rückfall Anfang Oktober hat Rapper Haftbefehl die Zürcher Klinik offenbar verlassen. Seine Behandlung soll er nun in einer Reha-Einrichtung in der Nähe von Zürich fortsetzen.
Der deutsche Rapper Haftbefehl hat das Zürcher Spital, in dem er zuletzt behandelt wurde, verlassen. Das berichtet die «Bild»-Zeitung. Die medizinische Behandlung des 40-Jährigen ist damit demnach aber noch nicht abgeschlossen.
Zur Story