Schweiz
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«Wie in einem totalitären Staat»: Tessin ruft Bürger dazu auf, Corona-Sünder zu melden

Wer missachtet womöglich die Quarantänepflicht? Die Tessiner Regierung lädt die Bürger dazu ein, potenzielle Sünder direkt bei der Polizei zu melden. SP-Co-Präsident Fabrizio Sirica ist nicht der einzige, der «totalitäre» Methoden wittert.

Kari Kälin / ch media



Die Piazza Grande in Locarno, Kanton Tessin, aufgenommen am 27. Juni 2007. Waehrend der UEFA EURO2008 befindet sich hier eine von 16 public viewing UBS-Arenen, wo bis zu 6000 Personen die Spiele der Fussballeuropameisterschaft verfolgen koennen. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

The Piazza Grande square in Locarno in the canton of Ticino, Switzerland, pictured on June 27, 2007. The square is one of 16 public viewing UBS-arenas during the UEFA EURO2008. Up to 6'000 people may watch the matches of the European football championship in Switzerland and Austria. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Bild: KEYSTONE

Die Seuchenliste umfasst mittlerweile mehr als 40 Staaten, darunter viele aus dem Balkan. Wer aus einem solchen Land mit erhöhtem Ansteckungsrisiko in die Schweiz zurückkehrt, muss sich seit dem 6. Juli bei den Behörden melden und zehn Tage lang in Quarantäne begeben. Bis jetzt haben sich hierzulande fast 8000 Rückkehrer freiwillig abgeschottet. Wie viele Personen sich um die Quarantänepflicht foutieren, können die Kantone kaum einschätzen. Einige Sünder haben sie mit punktuellen Kontrollen bereits erwischt. Fehlbaren drohen Bussen bis zu 10 000 Franken.

In einem Kanton gehen die Wogen derzeit besonders hoch. Grossrat Fabrizio Sirica, Co-Präsident der SP, wirft der Regierung vor, sich Methoden totalitärer Staaten zu bedienen. Stein des Anstosses ist eine Medienmitteilung der Gesundheitsdirektion von letzter Woche. Darin heisst es unter anderem, Privatpersonen sollen mögliche Verstösse der Quarantänepflicht der Polizei melden.

Angegeben sind eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer. Für Sirica handelt es sich um einen Aufruf zum Denunziantentum mit dem Potenzial, das soziale Klima zu vergiften und Misstrauen unter Nachbarn zu säen. Der Kanton funktioniere seine Bürger damit quasi zu Polizisten um. Der SP-Politiker befürchtet, dass einige Bürger ihre Mitmenschen vielmehr wegen persönlichen Animositäten anstatt um Sorge wegen des Gemeinwohls anschwärzen könnten.

In einem Vorstoss will Sirica von der Tessiner Regierung wissen, wie sie diesen Aufruf werte, ob sie diese Praxis weiterführe und wie viele Meldungen durch Bürger bereits eingegangen seien. Unterstützung erhält Sirica von Nenad Stojanovic. Der Politologe und ehemalige Tessiner SP-Grossrat warnte via Facebook davor, eine gefährliche Büchse der Pandora zu öffnen.

«Solche Praktiken kennen wir von totalitären und autoritären Staaten», ergänzte er gegenüber dem Portal «Ticinoonline». In der DDR zum Beispiel hätten die Nachbarn einander ausspioniert. Er wünsche sich, dass der Aufruf annulliert werde. Und er hoffe, dass es sich um ein Versehen eines Departementmitarbeiters handle.

Anonyme Meldungen werden nicht berücksichtigt

Regierungspräsident Norman Gobbi weist den Vorwurf zurück, der Kanton rufe zum Denunziantentum auf. «Es gilt, aufmerksam zu bleiben. Es geht nicht um eine Hexenjagd», sagte er gegenüber dem Radio der italienischsprachigen Schweiz. Das Ziel laute keinesfalls, dass die Bevölkerung falsche Anschuldigungen mache und ihre Nachbarn damit in Schwierigkeiten bringe.

Wer einen möglichen Verstoss meldet, muss den auch Name und Adresse hinterlassen. Anonyme Anschuldigungen toleriert das Tessin keine. Auf Nachfrage unserer Zeitung ergänzt Gobbi: «Die Möglichkeit, das Missachten der Quarantänepflicht zu melden, ist kein Aufruf zur Denunziation. Vielmehr erlaubt es diese Massnahme den Bürgern, sich zu schützen, wenn Regeln ignoriert oder willentlich gebrochen werden.»

Schon bevor der Kanton die Nummer bezüglich der Quarantänepflicht kommunizierte, meldeten zahlreiche Bürger potenzielle Sünder - jedoch an viele unterschiedliche Stellen. «Wir wollen diese Anrufe auf eine einzige Stelle kanalisieren, damit nicht Notfallnummern verstopft und überlastet werden», sagt Gobbi. Der Regierungspräsident weist zudem darauf hin, dass die Kantone Ferienrückkehrer aus Risikoländern nur beschränkt identifizieren könnten.

In der Tat liegt der Ball beim Bund, der für die Grenzkontrolle zuständig ist. Wer mit dem Auto in die Schweiz einreist, kann die Quarantänepflicht jedoch einfach umgehen. Im Tessin akzentuiert sich das Problem, da viele Ferienrückkehrer im Flughafen Malpensa landen und dann ins Tessin fahren. Im Südkanton befinden sich derzeit 200 Rückkehrer aus Risikoländer in Quarantäne.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mike Steiner 30.07.2020 14:07
    Highlight Highlight Totalitärer Staat? Denunziantentum? Ich nenne es Zivilcourage. Schlicht und einfach soziale Kontrolle. Potenzielle Quarantänequerulanten sollen wissen, woran sie sind.
  • Crissie 29.07.2020 22:18
    Highlight Highlight Es entspricht durchaus der Schweizer Mentalität: Jeder ein kleiner Polizist!
  • Wasimota 29.07.2020 18:14
    Highlight Highlight Alles im Namen des Allmächtigen Corona
  • Saerd neute 29.07.2020 15:58
    Highlight Highlight Den Nachbarn denunzieren; ist das nun die "neue Normalität"?
  • Pafeld 29.07.2020 12:52
    Highlight Highlight Ah, Meldungen werden nur ausgewertet, wenn man Name und Adresse hinterlegt? Super, dann kann man gleich zwei verhasste Nachbarn mit einem einzigen Anruf ans Bein pissen.
    Soll man nun beruhigt oder empört sein, dass Gobbis Stasi-Praktiken dermassen diletantisch umgesetzt werden?
  • Joe Meier 29.07.2020 07:22
    Highlight Highlight Diese Praktiken waren auch schon während dem Lockdown da.. Wer sich nicht an die Regeln gehalten hat, wurde von anderen Bürgern gemassregelt oder bei der Polizei angezeigt.. Aber anscheinend will das ja eine Mehrheit der Schweizer Bürger..
    • Hana Meier 29.07.2020 14:11
      Highlight Highlight Melden finde ich schon krass. Aber etwas sagen darf schon erlaubt sein. Assozial ist es da eher die Richtlinien nicht einzuhalten.
    • Joe Meier 29.07.2020 14:51
      Highlight Highlight Naja.. Wenn die Richtlinien immer mehr werden.. Habe eigentlich die Freiheiten in der Schweiz immer geschätzt.. Und ich glaube wir haben als Land und Bevölkerung auch bewiesen dass wir damit gut umgehen können.. Und dieses Leben sehr ich aktuell etwas bedroht..
    • Hana Meier 29.07.2020 16:07
      Highlight Highlight @Joe Wenn Leute viele Freiheiten haben, müssen sie das Verantwortungsbewusstsein besitzen sich während einer globalen Gesundheitskrise über das richtige Verhalten zu informieren und dieses, soweit möglich, zu leben. Der Bundesrat hat die Chance dazu gegeben, die Mehrheit hat es nicht gemacht. Jetzt gibt es eben Zwang und Strafe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ironymusdab 29.07.2020 01:09
    Highlight Highlight Die Eingeborenen dort sind an sich stubenrein und tragen, so konnte kürzlich festgestellt werden, keine Baströckchen mehr. Dies nicht aus sittlich-moralischen, auch nicht aus den dem Fortschritt der Zeit geschuldeten, auch nicht aus ästhetischen Gründen, nein. Aus dem reichlich profanen Grund: Die wild grassierende chronische Blasenentzündung drohte die Rasse der Ticinesi empfindlich zu dezimieren, wenn nicht gar auszurotten.
  • Elmas Lento 29.07.2020 01:03
    Highlight Highlight Woher soll den irgendein Nachbar, den ich offenbar zu wenig gut kenne damit er mich direkt anspricht, wissen wo ich in den Ferien war? Daher ist das schon fast eine Aufforderung irgendwelchen "Tratsch" den Behörden zu melden...
  • Doctor Unrath 28.07.2020 23:58
    Highlight Highlight Ich stelle mir vor, dass ich aus einem "Quarantäne-Land" zurückkomme, wo ich hauptsächlich die Natur genoss und kaum mit Leuten in Kontakt kam. Brav melde ich mich trotzdem und gehe halt in Quarantäne. In meinem kleinen Dörfchen mache ich nun spät abends einen kurzen Waldspaziergang und irgend jemand verpfeift mich bei der Polizei. Wie gehe ich nachher durch das Dorf? Wie in zwei Jahren?
    Von den Behörden verordnetes Denunziantentum finde ich höchst problematisch. Ich glaube, dass derartige Dinge für unsere Gesellschaft viel schädlicher sind als das Virus selber.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 29.07.2020 09:18
      Highlight Highlight Dann bleib einfach 10 Tage zu Hause oder noch besser, verbring deine Ferien in der Schweiz. Gefährde einfach nicht die Gesundheit der Gesellschaft leichtfertig.
  • Garp 28.07.2020 23:12
    Highlight Highlight Die Kontrollbehörden kommen ihrer Aufgabe nicht nach und rufen die Bürger dazu auf Kontrolleure zu werden. Das entzweit nur die Bevölkerung und streut Misstrauen bis zum geht nicht mehr. Das ist keinem Staat dienlich, der Bevölkerung schon gar nicht. Misstrauen entzweit und zerstört jede Gesellschaft.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 29.07.2020 12:55
      Highlight Highlight Der Staat sind wir und nicht irgendwer und somit tragen wir Mitverantwortung
    • Garp 29.07.2020 16:56
      Highlight Highlight Ich nehme meine Verantwortung wahr. Ich halte mich an die Empfehlungen und Regeln. Kontrollen die Bussen nach sich ziehen, ist Sache der Polizei.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 29.07.2020 18:59
      Highlight Highlight Wow...und den Blitzern nach zu urteilen begreift hier die Mehrheit nicht was den Staat ausmacht. Das sind vermutlich dieselben, welche meinen so viel besser als 20min und Blick lesende zu sein.
  • madu 28.07.2020 21:45
    Highlight Highlight Da gibt es aus der Deutschschweiz nur eine Antwort, das Tessin als Ferien- und Ausflugsdestination zu meiden!
  • pluginbaby 28.07.2020 21:42
    Highlight Highlight Wieso empört man sich hier so? Wenn sich alle an die Vorschriften halten bleibt die Hotline ja stumm wie ein Fisch...
  • Schönbächler 28.07.2020 21:33
    Highlight Highlight völlig richtig gemacht!
  • CalibriLight 28.07.2020 21:08
    Highlight Highlight Wo verläuft eigentlich die Grenze zwischen denunzieren und anzeigen?
    • Hans Jürg 28.07.2020 21:44
      Highlight Highlight Gute Frage. Wenn man hier so mitliest, ist eigentlich jegliche Anzeige Denunziation im schlechten Sinne. Also auch, wenn mir bekannt ist, dass ein Nachbar Geld wäscht, Drogen dealt, seine Kinder missbraucht oder schlägt, seinen Abfalls im Wald entsorgt, etc. usw. darf man ihn offenbar nicht anzeigen. Und schon gar nicht, wenn das die eigenen Kinder oder Eltern machen.

      Ich finde, man sollte den Ball flach halten. Es geht ja nicht darum, Leute zu denunzieren, weil sie eine andere politische Haltung haben, die mir nicht passt. Es geht darum, illegales Handeln anzuzeigen.
    • Völkerrechtler 28.07.2020 21:44
      Highlight Highlight Der Steuerhinterzieher fühlt sich denuziert, während der Informant ein Steuerdelikt zur Anzeige gebracht hat...
    • madu 28.07.2020 21:53
      Highlight Highlight Wenn duJemand wegen eines öffendlich rechtlichen Vergehens verpfeist, dann ist das denuzieren. Wenn dir jemand etwas zuleide tut, das man privatrechtlich anzeigen kann und du reicht eine Anzeige ein, dann ist das kein denuzieren. Du kannst also Niemanden wegen Missachtens der Quarantäne anzeigen, nur verpfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DunkelMunkel 28.07.2020 20:18
    Highlight Highlight 100% korrekt. Es sollten auch hohe Bussen geben, wenn im ÖV keine Maske getragen wird. So viele Leute scheren sich einen dreck um die Maskenpflicht. Dabei merken sie nicht, dass dies die viel bessere Variante ist verglichen mit einem erneuten Lockdown...
  • Pointer 28.07.2020 20:08
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • who cares? 28.07.2020 21:42
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Hadock22 28.07.2020 22:14
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • amberli 28.07.2020 20:02
    Highlight Highlight Szenen wie in Winterthur...
    ... hier hat das auch ganz ohne Aufruf geklappt. 🙄
  • fools garden 28.07.2020 19:41
    Highlight Highlight Yeap, der schleichende Überwachungsstaat...
    zu unserer eigenen Sicherheit versteht sich.

    Wenn ich schon meinen Nachbarn oder Mitarbeiter verpfeifen will, kann ich ihm sein Fehlverhalten auch gleich selber Kund tun.
    • Eiswalzer 28.07.2020 20:07
      Highlight Highlight Tja... Ich hab schon zu Beginn der Pandemie gesagt, dass diesbezüglich Dammbrüche geschehen können. Was wir alles zu unserer “Sicherheit” oder “Gesundheit” aufgeben. Was auch bei nächsten Pandemien, oder schlimmer, bei jeder Epidemie wieder drohen kann. Aber noch vor 3-4 Monaten hat man mich ausgelacht...
    • Ohniznachtisbett 28.07.2020 22:22
      Highlight Highlight Eiswalzer: Ich nicht. Unter den Wolken wirds mit der Freiheit langsam richtig eng. Aber das ist ja alles gut für uns...
    • Garp 28.07.2020 23:04
      Highlight Highlight Die Dammbrüche sind schon lange passiert, Eiswalzer, wenn man an separate Gesetze für Sozialversicherte denkt, die man alle jederzeit anonym denunzieren kann, dann das Büpf usw. .
    Weitere Antworten anzeigen
  • Drunken Master 28.07.2020 19:30
    Highlight Highlight Die Kommentare hier zeigen, weshalb es bei uns in der Schweiz nicht klappt mit der Eigenverantwortung!

    Wenn ein Freund von mir trotz verordneter Quarantäne bei mir auftauchen würde, dann würde ich ihm zuerst noch einen ins Fressbrett geben bevor ich ihn melde... Leute wir reden hier von Ignoranten höchster Klasse!
  • Notabik 28.07.2020 19:22
    Highlight Highlight Ja zu totalitären Methoden, wenn dadurch mein Leben und das meiner Mitmenschen so geschützt werden kann. Totalität gegen den grenzenlosen Egoismus dieser Zeit. Ja.
  • Imfall 28.07.2020 19:19
    Highlight Highlight Recht auf Freiheit oder Recht auf körperliche Unversehrtheit... Das zweite ist mir wichtiger!

    Beides geht (leider) nicht
  • Stefan Morgenthaler-Müller 28.07.2020 19:17
    Highlight Highlight Man darf auch nicht davor zurück schrecken, die eigenen Eltern, Geschwister oder Kinder zu denunzieren. Auch kein Halt vor Behinderten, Alten oder Kranken.

    Habe von Eltern gehört, die ihre eigenen Kinder (die ein Velo entwendet haben) bei der Polizei angezeigt haben. Grosses Kompliment an diese Eltern, eure Kinder werden es euch danken.

    Die Schweiz hat viele sehr gute DenunziantenInnen. Im weltweiten Denunziantenranking nehmen wir einen Spitzenplatz ein. Das kann noch verbessert werden.

    Wer nur halbherzig denunziert, gehört selber denunziert.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 29.07.2020 09:24
      Highlight Highlight Du wirst nicht verstanden darum so viele Blitze.Auch die Herzen kommen für dich von der falschen Seite. Also auch von mir ein Herz aus falschem Motiv aus deiner Sicht der Dinge.
  • Maria R. 28.07.2020 19:15
    Highlight Highlight Ich bin dafür, dass man sich selbst meldet.

    Den Nachbar anschwärzen? Nein, danke.

    Der grösste Lump im ganzen Land,
    ist und bleibt der Denunziant!
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 29.07.2020 09:25
      Highlight Highlight Und jetzt solltest du einfach noch versehen was denunzieren heisst.
  • Völkerrechtler 28.07.2020 19:05
    Highlight Highlight Die Quarantäne-Brecher gefährden unter anderem auch mich und meine Liebsten - eine Deninziation ist da ein Akt der Notwehr bzw. Notwehrhilfe gegenüber skrupellosen oder einfach nur dummen Gefährder!
    • Stefan Morgenthaler-Müller 28.07.2020 19:19
      Highlight Highlight "Deninziation ist da ein Akt der Notwehr"

      Das glaube ich Ihnen erst, wenn Sie die eigenen Eltern oder Kinder denunzieren.

    • n3rd 28.07.2020 19:56
      Highlight Highlight Wenn Sie sich an die Massnahmen halten (Abstand, keine Hand geben, grosse Gruppen meiden, usw.) wird der Quarantäne-Brecher nicht substantiell gefährlicher als andere.

      Wenn Sie natürlich schon gross in den Ausgang gehen, sich in den Armen liegen, usf. wird der Quarantäne-Brecher gefährlicher, wobei Sie sich selber jedoch auch nicht gerade vorbildlich verhalten haben. Zur Übertragung müssen sich immer zwei unpassend verhalten haben, nicht nur einer.
    • Völkerrechtler 28.07.2020 20:18
      Highlight Highlight @Stefan:

      Der im Artikel verwendete & desh. von mir entsprechend aufgenommene Begriff der "Denunziation", bezieht sich eigentlich v.a. auf das Verpfeifen politisch Andersdenkender & nicht auf die legitime Anzeige von Straftaten.

      Hier geht es schlicht darum, andere vor einer potentiel tödlichen Krankheit zu schützen, egal vor wem!

      Deshalb sollten wir uns wohl auf den weniger diskreditierten Begriff der Strafanzeige einigen.

      Vielleicht leuchtet dir jetzt besser ein, weshalb es legitim ist, Quarantänebrecher anzuzeigen.

      Oder dein Wertesystem ist definitiv inkompatibel mit dem meinigen.





    Weitere Antworten anzeigen
  • Bougainvillea 28.07.2020 19:05
    Highlight Highlight Was mich schockiert ist, dass solche Meldungen bei der Polizei gemacht werden und nicht etwa bei einer Fachstelle. Dies wäre doch eine richtige Anlaufstelle, welche dann auch mit den "Sündern" sich in Verbindung setzen sollte.
    • n3rd 28.07.2020 20:06
      Highlight Highlight Beim Meldung machen gehts nicht um den Inhalt, sondern darum, dass sich Nobodies und Leute mit zuwenig Selbstvertrauen einmal im Leben für ein paar Minuten als der King fühlen können. Wenn man es dann erst noch sogar bei der Polizei machen darf, gibts einen kleinen Extra-Adrenalin Schub kostenlos dazu.
    • IO human 29.07.2020 08:38
      Highlight Highlight @n3rd:
      Was würdest du denn als lösung gegen quarantänesünder sehen?
  • De-Saint-Ex 28.07.2020 18:57
    Highlight Highlight Na ja, auf potentielle IV oder Sozial „Betrüger“ setzt der Staat ja auch „Detektive“ ein... und nimmt anonyme „Hinweise“ aus der Bevölkerung noch so gern entgegen... wieso dieser Aufschrei hier? Scheinheilig.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 28.07.2020 19:34
      Highlight Highlight Die Schweiz hat wegen den Detektiven vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Rüge erhalten.
    • Eiswalzer 28.07.2020 20:11
      Highlight Highlight Solches Verhalten ist in jedem Fall schändlich. Auch bei deinem Beispiel. Aber offensichtlich sind wir ja schon lange auf dem Weg in die Überwachung und die freiwillige Aufgabe unserer Freiheit. Diese Pandemie wird das noch beschleunigen. Ist ja alles für unsere “Gesundheit”...🙄🙄🙄
    • De-Saint-Ex 28.07.2020 20:14
      Highlight Highlight Ja eben... eine „Rüge“... pro forma...
      Hält „uns“ ja nicht davon ab, diese menschenverachtende Praxis anzuwenden.
      Überhaupt ist das Denunziantentum in diesem Land schon so verankert, dass man von volkstümlichem Brauch sprechen kann. Ich find‘s zum 🤮.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blocher Jo 28.07.2020 18:51
    Highlight Highlight Find i guet! Wer für die Gesundheit anderer eine Gefahr darstellt, sollte unbedingt verpfiffen werden.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 28.07.2020 19:20
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Glaedr 28.07.2020 18:37
    Highlight Highlight An alle die sich jetzt aufregen.
    Mal angenommen ich würde euch sagen das ich positiv getestet wurde und heute Abend in den Ausgang möchte, ihr würdet mich echt nicht aufhalten?
    Es geht nicht darum andere Leute zu verpfeiffen es geht darum das ganze Land zu schützen.
    Klar kann man mit den Leuten auch reden aber das wird wenig bringen.
    Es gibt nun mal regeln die wir haben, die sind dafür uns alle zu schützen.
    Es ist doch auch unsere Pflicht den Behörden so gut es geht zu helfen
    • DerHans 28.07.2020 19:44
      Highlight Highlight „Das ganze Land zu schützen“, „Es gibt nun mal Regeln... uns alle zu schützen“, „Es ist doch auch unsere Pflicht den Behörden so gut es geht zu helfen„ sie haben doch glatt „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“ vergessen.
    • willy wodka 28.07.2020 21:33
      Highlight Highlight Nein. Ich würde erstens mit dir das Gespräch suchen, wenn das nicht wirken würde, würde ich mit einer Meldung drohen, was garantiert ausreichen würde. Erst wenn du meine Warnung missachtest, würde ich dich evtl. melden. Hinter dem Rücken anschwärzen finde ich daneben.
  • Terraner 28.07.2020 18:34
    Highlight Highlight Wenn sich alle an die Quarantäne halten, dann muss auch niemanden jemanden verpfeifen. Die Welt könnte so schön sein, wenn alle vernünftig und nicht egoistisch wären.
    Ich würde wohl trotzdem niemanden verpfeifen, weil ich finde es geht mich nichts an was andere machen. Es ist nicht meine Aufgabe die Quarantäne zu überwachen. Das ist Sache des Staats und dem bezahle ich Steuern.
  • Summerweid 28.07.2020 18:33
    Highlight Highlight Wahrscheinlich sind die selben Personen welche solche Praktiken in Ordnung finden, die gleichen welche den Überwachungsstaat China in Frage stellen..
    Unglaublich was Angst aus Menschen machen kann
    • FrancoL 28.07.2020 18:54
      Highlight Highlight Nein eher unglaublich wie einigen Menschen die Gesundheit anderer am A... vorbei geht.
  • Woichbinistvorne 28.07.2020 18:27
    Highlight Highlight Das Denunziantentum ist in der Schweiz ja nichts neues. Aber vielleicht sollte man dem Tessiner Regierungspräsident Norman Globi mitteilen, dass man in Quarantäne befindliche auch mit der App überwachen könnte. Andernfalls könnte man für die Leute in der Quarantäne ja auch die elektronische Fussfessel benutzen. Und wenns nach dem Tessiner Globi geht, werden alle Verstösse mit dem Tod bestraft.
  • tyche 28.07.2020 18:26
    Highlight Highlight "Der grösste Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant!"
    • Völkerrechtler 28.07.2020 19:17
      Highlight Highlight Und wie viel Verbrechen darf es denn sein, bis du eine Anzeige okay findest?

      Darf man potentielle Attentäter auch nicht mehr 'denunzieren', um ein paar Menschenleben zu retten?

      Und ist jeder Whistleblower automatisch ein Verräter, selbst wenn er alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft hat?

      Dein Satz wird nicht gescheiter weil er sich reimt!

      Zudem bezieht er sich eigentlich nicht auf Rechtsverstösse, sondern auf die Denunziation politisch Andersdenkender, wo er seine Berechtigung hat...
    • Eisvogel 28.07.2020 22:43
      Highlight Highlight @tyche
      In der Wohnung nebenan vermöbelt ein Mann gerade seine Frau. Was tust du? Weghören? Nicht tun, da du ja kein/e Denunziant*in bist?
  • Meierli 28.07.2020 18:24
    Highlight Highlight Im Normalfall wäre ich absolut gegen Denunzianten. Aber bei Covidioten welche die Gesundheit von allen bedrohen sieht das anders aus.
    • Sarkasmusdetektor 29.07.2020 09:21
      Highlight Highlight "...absolut dagegen, aber..." Siehst du den Widerspruch in diesen 3 Worten? Genau so hat 1937 auch manch einer argumentiert.
  • smoking gun 28.07.2020 18:24
    Highlight Highlight Es gibt doch diese Experimente, wo Menschen wegen blindem Gehorsam üble Dinge tun. Wie das Milgram-Experiment:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment

    Man könnte es auch das Böse in uns nennen:

    https://www.dasgehirn.info/handeln/wir-und-die-anderen/das-boese-uns?gclid=EAIaIQobChMI-ciflqzw6gIVDO7tCh0bJg2SEAAYASAAEgIz1_D_BwE








    • dan2016 29.07.2020 12:23
      Highlight Highlight Ich hoffe jetzt für dich, dass du deine links nicht verstanden hast. Ansonsten muss ich davon ausgehen, dass dein Gewissen dir sagt, du müsstest andere infizieren....
  • Slender Man the Mohrenkopf 28.07.2020 18:24
    Highlight Highlight Gerade die SP regt sich darüber auf... Ja klar. 😂😂😂
  • Leerzeichen 28.07.2020 18:20
    Highlight Highlight Unglaublich was Corona mit vielen macht, das geht einfach garnicht!
    • dan2016 28.07.2020 22:34
      Highlight Highlight Was genau würdest du anzeigen? Was nicht? Und du findest deine willkürliche Auswahl besser als die demokratisch legitimierten Kriterien?
  • Liserl 28.07.2020 18:18
    Highlight Highlight ca.1700 Menschen sind in der Schweiz bis jetzt qualvoll erstickt, ich hoffe nur das jeder der seine Quarantäne nicht einhält genauso elendig und qualvoll stirbt, sein weiterleben hat er in meinen Augen verspielt, was wurde nur aus diesem Land ?
    • Stefan Morgenthaler-Müller 28.07.2020 19:25
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Ohniznachtisbett 28.07.2020 22:37
      Highlight Highlight Liserl: Schön dass du wenigstens noch irgendwas hast, auf das du hoffst. Eigentlich tust du mir schon fast leid. Würde dir wohl gut tun, wenn dir wieder mal wer übers Köpfchen streicheln würde. Geht halt nicht mit Abstand.
  • El Vals del Obrero 28.07.2020 18:10
    Highlight Highlight Dass man sich vor Denunziantentum fürchtet ist ja grundsätzlich gut.

    Aber wenn jemand z.B. falsch parkt darf ich das ja auch der Polizei melden? (Sicher gibt es da moralisch auch verschiedene Fälle, Trottoir total blockieren vs. Parkuhrzeit um 5 Minuten überziehen, aber es gilt nicht als totalitär)

    Von dem her müsste man, wenn man es zu Ende denkt, ja sämtliche Anzeigemöglichkeiten wegen irgendwas abschaffen.

    • ARoq 28.07.2020 20:33
      Highlight Highlight Problematisch ist, dass die Regierung dazu aufgerufen hat.
  • «Shippi» 28.07.2020 18:07
    Highlight Highlight Ach, meine alte Theorie der institutions-verliebten Schweizerinnen und Schweizer scheint sich endlich zu bewahrheiten! Ich hatte Recht!
    • N. Y. P. 28.07.2020 18:21
      Highlight Highlight Ja, hier wollen wir Recht und Ordnung !

      Gleiche Chancen für alle. Es soll hier keine Rolle spielen, ob du mit x oder y verwandt bist. Korruption wollen wir hier auch möglichst klein halten. Ein Rechtsstaat halt. Kann man ja nix dagegen haben.

      So wollen wir das hier.
    • dan2016 28.07.2020 22:39
      Highlight Highlight @N.Y.P. Ist für mich sehr irritierend, jeder Gute hier hat das Gefühl, sein Urteil sei legitimer als das demokratisch legitimierte Rechts- und Justizsystem. Wird natürlich dann lustig, wenn dass auch die Mächtigen so sehen. Fast wie in Diktaturen....
    • N. Y. P. 28.07.2020 23:59
      Highlight Highlight Ja, jeder ist natürlich von seiner eigenen Meinung überzeugt.

      Aber, es gibt nicht die Guten, sowie es auch nicht die Schlechten gibt.

      Ja, ist grenzwertig, das Denunzieren der Nachbarn.
  • cool zurich boy 28.07.2020 18:04
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Tschowanni 28.07.2020 18:01
    Highlight Highlight Das sowas hier noch einige Befürworter hat finde ich mehr als bedenklich
  • Toga 28.07.2020 18:00
    Highlight Highlight Demnächst wird auf allen Schweizer privat TV-Sender, rund um die Uhr, ein Umhängeschild für 100.- statt 200.- verkauft. Wo drauf steht: "Ich war 2 Wochen in Quarantäne".
  • Sarkasmusdetektor 28.07.2020 17:59
    Highlight Highlight Bekannte von mir mussten in einem anderen Land in Quarantäne. Da kam täglich zu einer zufälligen Zeit die Polizei vorbei und hat kontrolliert, ob sie zu Hause sind. Warum schafft unsere Polizei das nicht?
    • Raphael Stein 28.07.2020 18:15
      Highlight Highlight Warum schafft unsere Polizei das nicht?

      Der Bürger macht das gern und gratis.
    • Sarkasmusdetektor 29.07.2020 09:16
      Highlight Highlight So kann man es auch sehen. Was es da zu blitzen gibt, weiss ich trotzdem nicht.
    • Raphael Stein 29.07.2020 14:59
      Highlight Highlight Was es da zu blitzen gibt, weiss ich trotzdem nicht.

      Erwartest du in dieser Sache eine gewisse Logik?
      Schau dich mal auf der Strasse um, geht das so weiter werden bald Bürgerwehren gebildet.

  • PsychoP 28.07.2020 17:58
    Highlight Highlight Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.
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    • madu 28.07.2020 21:56
      Highlight Highlight Eigendlich dürften die Nachbarn keine Kenntnis davon haben, wer unter Quarantäne steht, ausser der Betroffene erzält das selber weiter. Wie sollen dann die Bevölkerung quasi Aufpasser spielen können?
  • Raphael Stein 28.07.2020 17:55
    Highlight Highlight Der Staat will also seine Aufgaben auslagern?
    Super.

    Grenzen kontrollieren und gut ist. Kann ja nicht sein dass die Bürger diese Aufgaben auch noch übernehmen müssen.

    • Samurai Gra 28.07.2020 19:19
      Highlight Highlight Nein Grenzen Kontrollieren nützt nur Begrenzt
    • Raphael Stein 28.07.2020 19:28
      Highlight Highlight Die Begrenzung ergibt sich aus unpassenden Kontrollen. Ist also kein Argument.



  • Berner_in 28.07.2020 17:50
    Highlight Highlight Durch derartige Aufrufe wird die Schweiz zunehmend zum Gefängnis, dessen Bewohner zugleich Gefangene und Wärter sind...
    • De-Saint-Ex 28.07.2020 19:07
      Highlight Highlight Das hast Du bei Dürrenmatt geklaut.
  • Jo Kaj 28.07.2020 17:47
    Highlight Highlight Dazu aufzurufen finde ich jetzt wirklich fehl am Platz. Es wird ja sowieso schon getan, so wird das nur neue Probleme aus so einer Krise heraufbeschwören. Genau die Leute werden anrufen, die gerne "Regeln ignorieren oder willentlich brechen".
  • landre 28.07.2020 17:46
    Highlight Highlight Sommer, Tourismus...Tessiner Regierungsrat hat momentan offensichtlich keine Lust mit einer aktiven Epidemie [https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20071012/index.html] zu viel zu spekulieren.
  • Ian Cognito 28.07.2020 17:46
    Highlight Highlight Ist das jetzt diese beschworene sOLiDariTät?
  • lilie 28.07.2020 17:45
    Highlight Highlight Finde es eine sehr schwierige Frage. Wenn es sich um eine mir bekannte Person handelt, würde ich wohl eher zuerst das Gespräch suchen.

    Ist es jemand, den ich nur flüchtig kenne, wäre es mir lieber, ich könnte einen anonymen Hinweis an die Polizei geben, weil ich eben vermeiden möchte, dass mir Böswilligkeit unterstellt wird.

    Ein Arbeitgeber hingegen, der von einem Angestellten weiss, dass er die Quarantäne missachtet, ist doch praktisch verpflichtet, den Betreffenden nach Hause zu schicken? Da müsste eigentlich auch der Arbeitgeber drankommen, wenn er nichts unternimmt.
    • Silent_Revolution 28.07.2020 18:09
      Highlight Highlight Man muss sich dieses Gespräch mit deiner bekannten Person und das von dir praktizierte Denunziantentum mal heute vor zwei Jahren vorstellen.

      "Du Hans, warum gosch du scho wieder verpfnüslet go schaffe, gots eigentlich no?"

      "Chum bis ruig du Trulla, das macht jedä"

      --

      "Grüezi Polizei, ich möcht ihne en Sünder meldä, er goht eifach so chrank usem Huus, isch en ganz schlimme Verbrecher, verhaftet en. Aber ich will anonym bliibe, er söll jo nöd wüsse das ich da gsi bi, i meins jo nöd böös mit ihm.
    • Garp 28.07.2020 18:11
      Highlight Highlight Du kannst auch mit jemandem reden, den Du nur flüchtig kennst, wenn Du ihn so gut kennst, dass Du genau weisst, wo er im Urlaub war.
    • lilie 28.07.2020 19:22
      Highlight Highlight @Silent: Ich habe auch schon vor Corona meine Bekannten zusammengepfiffen, wenn sie krank arbeiten gegangen sind! Und diese würde ich auch heute nicht der Polizei melden, hab ich doch geschrieben?

      @Garp: Da sind Leute wohl verschieden, ich quatsch nicht einfach Leute auf der Strasse an. Die Polizei informieren würde ich auch nicht so schnell, ich hab nicht einmal den Busfahrer dem Verkehrsbetrieb gemeldet, der während dem Lockdown krank fuhr. Ich habe ihn allerdings darauf angesprochen. Gebracht hats natürlich nichts. Da wäre eine Meldung sinnvoller gewesen, aber eben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 28.07.2020 17:44
    Highlight Highlight Die vielen kleinen Denuzianten der Gesellschaft können sich endlich mal richtig ausleben.
    • FrancoL 28.07.2020 18:56
      Highlight Highlight Ich denke so einfach ist es nicht. Es spielen viele Dinge mit und mitunter auch die Möglichkeit jemanden zu denunzieren.
    • Tobias K. 28.07.2020 20:30
      Highlight Highlight das konnten sie schon während des kontaktverbots mit mehr als 5 leuten.
  • insider 28.07.2020 17:42
    Highlight Highlight "Regierungspräsident Norman Gobbi weist den Vorwurf zurück...": Vielleicht sollte man die politische Gesinnung des Herrn mehr in den Fokus rücken! Ich denke, dann ist vieles nachvollziehbar. Wehret den Anfängen und, liebe Tessiner, denkt bei der nächsten Wahl doch wieder an das Staatsverständnis von Herrn Gobbi.
    P.S. Wie kann eigentlich ein rechter Politiker beim HC Ambrì-Piotta im VR landen? Goutieren das die Fans?
  • Fairness 28.07.2020 17:27
    Highlight Highlight Also wenn mein Nachbar infiziert arbeiten, einkaufen, feiern geht und x Leute ansteckt, verpfeif ich ihn auch. Sogar wenn es mir eigentlich zuwider ist. Mit totalitärem Staat hat das nichts zu tun, höchstens mit fehlendem Anstand, Unvernunft, Verantwortungs- und Rücksichtslosigkeit desjenigen, der sich nicht an die Quarantäne hält.
    • n3rd 28.07.2020 17:38
      Highlight Highlight Hoffentlich meldet der Nachbar im Gegenzug dafür Sie beim Vermieter, wenn abends die Musik eine Minute zu lange laut bleibt oder Sie vergessen haben den Hauseingang abzuschliessen ... oder mal unerlaubt einer Ihrer Gäste das Auto im Parkverbot hatte.
    • sheshe 28.07.2020 17:45
      Highlight Highlight Der Fairness halber könnte man auch einfach mit dem Nachbarn sprechen.
    • MYLE.io 28.07.2020 17:47
      Highlight Highlight @n3rd, ist ja auch total vergleichbar und gefährdet Mitmenschen 🤦🏽‍♂️.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wellenrit 28.07.2020 17:26
    Highlight Highlight Ist es totalitär sich vor dem egoismus anderer zu schützen? Mir zeigt das ganze nur eines es ist teagisch wie unsolidarisch einige sind! Und was das in anderen für reaktionen auslöst😓 solche aufrufe braucht es nur wen kein verlas auf die befölkerung ist!
    • Silent_Revolution 28.07.2020 17:46
      Highlight Highlight Mir wurde als Kind Wettbewerb beigebracht, dass ich besser sein muss als andere, dass ich auf meine eigene Zukunft schauen muss, nicht auf andere. Solidarität war nie Thema.

      Unsere Gesellschaft basiert nicht auf Solidariät, hat sie nie. Weshalb haben manche Spinner plötzlich das Gefühl, sowas absurdes einfordern zu können?

      Wenn, dann baut eine Gesellschaft auf Zusammengehörigkeit auf, lasst Menschen zusammen arbeiten, zusammen Erfolge geniessen, nicht einige Milliardäre werden, andere verarmen lassen und dann das Gefühl haben, während einem Notstand sind wir ein einig Volk. Fuck off!!
    • n3rd 28.07.2020 17:52
      Highlight Highlight Sie meinen wohl eher, wenn kein Verlass auf die Behörden ist und diese ihre Aufsichtstätigkeiten an die Bevölkerung abgeben will um Geld zu sparen.
    • Tschowanni 28.07.2020 18:00
      Highlight Highlight Solche Aufrufe braucht es überhaupt nicht. Ein Experiment wo sowas endet hatten wir schon, ist für manche vielleicht schon zulange her.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Typ 28.07.2020 17:17
    Highlight Highlight Ich würde hier die Arbeitgeber in die Pflicht nehmen. Diese wissen doch, wo Ihre Mitarbeiter in den Ferien sind. Und wenn nicht, würde ich als Arbeitgeber mir wirklich Gedanken machen. Bei uns wurde dies klar kommuniziert und funktioniert perfekt.
    • Silent_Revolution 28.07.2020 17:49
      Highlight Highlight Bei einem familiären Betrieb vielleicht, aber die sind jetzt eh alle Konkurs gegangen oder kurz davor.

      Und wer einem der übrigen Grosskonzerne angibt wohin er in die Ferien geht, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen.
    • Pisti 28.07.2020 18:07
      Highlight Highlight Es gibt keine Pflicht dem Arbeitgeber mitzuteilen wohin man in die Ferien fliegt.
    • Moglyy 28.07.2020 18:14
      Highlight Highlight Der Arbeitgeber darf dir nicht vorschreiben wohin du gehst, und er darf auch nicht wissen wo du warst. So als Kleinigkeit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raembe 28.07.2020 17:14
    Highlight Highlight Sowas geht ja mal gar nicht.
    • 6030ebikon 28.07.2020 17:29
      Highlight Highlight Wieso nicht ?? Wenn es anderst nicht geht, dann halt so...
    • Nötzli 28.07.2020 17:48
      Highlight Highlight Doch genau so, schliesslich geht es um mehr als nur um das egoistische Verhalten einiger weniger ignoranten die nur ihr persönliches Vergnügen im Sinn haben. Am Schluss müssen wir alle wieder die Folgen dieses egoistischen Verhalten tragen.
    • Firefly 28.07.2020 18:03
      Highlight Highlight @6030ebikon hey, lass den Fridli aus dem Spiel ja.
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  • Garp 28.07.2020 17:13
    Highlight Highlight Das geht gar nicht! Aber wie wir hier auf Watson kürzlich in einem Artikel gelesen haben bei IV Rentnern bereits gang und gäbe.
    • Samurai Gra 28.07.2020 19:20
      Highlight Highlight Und dort scheinen die meisten keine Probleme zu haben damit.

      Es trifft halt jetzt gewisse Leute selber und dann ists nicht in Ordnung
    • Garp 28.07.2020 20:22
      Highlight Highlight Ich finds so oder so nicht in Ordnung, Samurai Gra. Ich will nicht in einem Staat leben, wo manche aus Missgunst oder Angst andere bespitzeln und verzeigen. Die Behörden können nicht einfach ihre Aufgabe an die Bürger delegieren, nur weil sie nicht kontrollieren wollen oder können.
  • stadtzuercher 28.07.2020 17:12
    Highlight Highlight Oh, zu Zeiten der beliebten Cancel Culture sollte doch ein bisschen Denunziation keine hohen Wellen mehr werfen...
    • Knacker 29.07.2020 13:03
      Highlight Highlight habe ich mir auch gedacht, wieder mal allerfeinste Doppelmoral

Viele Menschen stecken sich in der Familie an, wenige in Clubs – BAG korrigiert sich

Die meisten Coronavirus-Ansteckungen gibt es im familiären Umfeld, nicht in Ausgehlokalen, Clubs und Discos, wie es aus dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) noch am Freitag hiess. Am Sonntagabend korrigierte sich das BAG: die Daten seien falsch zugeordnet worden.

Es zeige sich, dass gemäss den klinischen Meldeformularen, die dem BAG durch Ärztinnen und Ärzte zugestellt würden, die meisten Ansteckungen im familiären Umfeld (27,2 Prozent) geschehen, gefolgt vom Arbeitsplatz (8,7 Prozent) und privaten Festen (3 Prozent). Ausgehlokale machen einen einstelligen Prozentsatz aus, konkret lediglich 1,9 Prozent, Bars und Restaurants nur gerade 1,6 Prozent.

Allerdings warnt das BAG in seiner Mitteilung vom Sonntagabend: «Infektionsereignisse in Clubs können zu …

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