Schweiz
Tessin

Tote Person im Flussbett der Maggia in Cevio im Tessin gefunden

Leiche in Maggia gefunden – wahrscheinlich sechstes Unwetter-Opfer

18.07.2024, 16:3419.07.2024, 06:14

Der leblose Körper einer noch nicht identifizierten Person ist am Donnerstag kurz nach 11 Uhr im Flussbett der Maggia bei Cevio im Tessin gefunden worden. Die Leiche wurde von Zivilschützern entdeckt, wie die Kantonspolizei mitteilte.

Construction works of the Genio military in the Maggia River, in Cevio, Vallemaggia, Tuesday, July 9th 2024.This river bed crossing is done to safely transport vehicles needed for the reconstruction o ...
Cevio wurde von den Unwettern diesen Monat besonders hart getroffen.Bild: keystone

Wie Renato Pizolli von der Tessiner Kantonspolizei am Donnerstag auf Anfrage sagte, handelt es sich wahrscheinlich um ein Opfer der schweren Unwetter von Ende Juni in dieser Region. Bestätigt die noch ausstehende formelle Identifikation diese Vermutung, würde es sich um das sechste Todesopfer des Unwetters handeln.

Zwei Personen werden nach dem Unwetter weiterhin vermisst. Der Leichenfund vom Donnerstag erfolgte bei Wiederherstellungsarbeiten des Zivilschutzes beim Schiessstand von Cevio, wie es in der Mitteilung der Tessiner Kantonspolizei weiter heisst.Im Maggiatal waren bereits am Unwetter-Wochenende drei Leichen geborgen worden. Drei Touristinnen aus Deutschland wurden Opfer eines Erdrutsches im Weiler Fontana im Bavonatal, einem Seitental des oberen Maggiatals. Bei Riveo fanden Einsatzkräfte später zweimal eine Leiche im Flussbett der Maggia.

Vor einigen Tagen begann die Schweizer Armee mit der Erstellung einer Unterstützungsbrücke in Cevio als Ersatz für die eingestürzte Visletto-Brücke. Damit würden das obere und das untere Maggiatal wieder mit einer leistungsfähigen Strassenbrücke verbunden.

Am Donnerstag gab der Kanton Tessin bekannt, die Armee setze ihren Einsatz im Tessin zur Bewältigung des Unwetters von Ende Juni bis zum 28. Juli fort. Die Tessiner Regierung hatte um diese Verlängerung des Unterstützungseinsatzes für die zivilen Behörden gebeten. Der Bund bewilligte den verlängerten Einsatz. (saw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
70 Tote zu viel, und alle sehen weg: Wie das Zürcher Unispital versagte
Vier Jahre lang deckte das Zürcher Unispital einen Starchirurgen trotz teils massivem Fehlverhalten. Ein neuer Bericht spricht von «Systemversagen» und 70 vermeidbaren Todesfällen. Wie konnte das passieren?
70 Patientinnen und Patienten, deren Tod vermeidbar gewesen wäre. Massive medizinische und menschliche Fehler in der Herzchirurgie. Und ein Spital, in dem alle wegsehen. Zwei Jahre lang hat eine unabhängige Kommission unter dem früheren Bundesrichter Niklaus Oberholzer nun untersucht, was rund um den illustren Herzchirurgen Francesco Maisano von 2016 bis 2020 geschah. Der Bericht zeichnet das Bild einer Klinik, welche Renommee und technische Innovation über alles stellt. Auch über Patientenleben.
Zur Story