Schweiz
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Bär im Engadin von Zug erfasst und getötet

09.04.16, 11:03 09.04.16, 12:15

Wieder hat ein Braunbär die Einwanderung nach Graubünden nicht überlebt. Ein vor einer Woche erstmals gesichtetes Jungtier ist in der Nacht auf Samstag im Engadin frontal von einem Zug erfasst und auf der Stelle getötet worden.

Das Bündner Amt für Jagd und Fischerei teilte am Samstag mit, die Kollision zwischen der Lokomotive der Rhätischen Bahn (RhB) und dem Grossraubtier habe sich am späten Freitagabend kurz nach 23 Uhr zwischen Zernez und S-chanf ereignet. Es war der letzte Zug, der unterwegs war.

Der Braunbär war sofort tot.
pd

Beim tödlich verunfallten Bären handelt es sich um ein 110 Kilogramm schweres Jungtier. Die Universität Bern untersucht den Kadaver und führt genetische Untersuchungen zur Feststellung der Identität durch. Die Lokomotive wurde beim Zusammenprall nicht beschädigt.

Zweiter Zusammenstoss mit Lok

Der mutmassliche Einwanderer aus Norditalien war erstmals letzten Sonntag von einer Privatperson im Unterengadin beobachtet worden. Der Braunbär, erste Vermutungen deuteten auf M32, durchstreifte die Woche über das Tal.

Er sei schnell unterwegs gewesen und habe den neuen Lebensraum erkundet, sagte der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi auf Anfrage. Von der Wildhut sei das Tier noch am Freitag, also kurz vor dessen Tod, gesichtet worden.



Es ist in Graubünden nicht der erste Zusammenstoss eines eingewanderten Bären mit einer RhB-Lokomotive. Im Mai 2012 verletzte sich Bär M13 im Unterengadin bei einer Kollision mit der Lokomotive des Spätzuges von Scuol nach Klosters. Der Bär zog sich bei der Kollision Prellungen zu.

Den Ausflug nach Graubünden überlebte das Tier dann letztlich doch nicht. Im Februar 2013 wurde das dreijährige Männchen im Südtal Puschlav von der Wildhut geschossen. Der Bär war mehrmals auf dem Talboden aufgekreuzt und hatte Touristen und Einheimische erschreckt.

Erster Besuch seit einem halben Jahr

Der noch unbekannte und am Freitagabend beim Bahnunfall getötete Braunbär, der möglicherweise M32 war, ist seit Sommer 2005 der 13. Einwanderer nach Graubünden. Zudem ist es das dritte Tier, das den Ausflug in die Schweiz mit dem Leben bezahlen musste.

Vor Braunbär M13 erlegte die Wildhut Mitte April 2008 den Bären JJ3. Das Tier hatte sich nach dem Winterschlaf auf der Suche nach Nahrung immer wieder in bewohnten Gebieten umher getrieben und war nach Ansicht der Jagdbehörden zum Risiko für die Menschen geworden. Geschossen wurde der Bär dann in der Region von Thusis. (sda)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • philip_meint 10.04.2016 06:15
    Highlight Mein 1. Gedanke : "Arme Siech". Da schwabulieren wir ständig wie "gefährlich" uns doch ein solcher Bär werden könnte und dann das. Wie der Wolf in Schlieren.
    4 0 Melden
  • Don Huber 10.04.2016 06:09
    Highlight Sehr traurig. Aber so wie ich unsere Schiessgeilen Jagdaufseher kenne, hätten Sie den Bären füher oder später sowieso abgeknallt :-( Machs gut Bär im Himmel 😢 Dort nimmt dir keiner dein Platz weg und dort gibts auch keine Gefahren für dich.
    2 7 Melden
  • Olf 10.04.2016 05:42
    Highlight Er wurde nun von M32 in Bär-tram umbenannt
    3 2 Melden
  • Tiburon 09.04.2016 20:39
    Highlight ... und der Blick hat mal wieder kräftig mit roter Farbe nachkoloriert. Wie 1997 beim Attentat in Luxor als aus einer Wasserpfüzte ein Blutbad wurde.
    11 3 Melden
  • Duweisches 09.04.2016 18:32
    Highlight Naja, wenn er erst vor einer Woche aus Italien kam hat er wohl einfach nicht damit gerechnet, dass der Zug pünktlich ist... ^^
    79 4 Melden
    • cbaumgartner 09.04.2016 19:03
      Highlight Schwarzer Humor vom feinsten :D
      32 2 Melden
    • Milli Vanilli 09.04.2016 21:04
      Highlight Made my day!
      11 3 Melden
  • Señor Ding Dong 09.04.2016 17:34
    Highlight kanns nicht sein, dass er gemeuchelt und auf die gleise gelegt wurde? Kein Witz jetzt. Ich hielt Bären einfach für umsichtiger, als dass sie sich vom Zug überrollen liessen...
    32 14 Melden
    • SVRN5774 09.04.2016 18:53
      Highlight Hab ich auch sofort gedacht.
      Das war kein Unfall; man hat ihn getötet!
      10 20 Melden
    • Turi 09.04.2016 19:41
      Highlight könnte auch ein suizid gewesen sein. vielleicht findet man einen abschiesbrief.
      29 5 Melden
    • mortiferus 09.04.2016 21:13
      Highlight Dachte spontan auch das jemand den Bären, nach dem aktuellen Bienenhaus Vorfall, gelyncht hat. Genug Hass wäre gewiss vorhanden bei einigen Superberglern (bin selber aus dem Bündnerland). Abknallen und dann Schusswunde ausschneiden, Tier auf die Gleise legen. Aber soviel kriminelle Energie traue ich jetzt auch keinem zu. Auch wegen dem Zug. M 13 wurde mutmasslich auch von der RhB erfasst, hats aber überlebt. Es gibt auch die Geschichte von Broken Tail, dem Tiger. Der wurde auch vom Zug überfahren. Der Zug vermag offenbar Katzen und schlaue Bären zu erfassen.
      8 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pupsi 09.04.2016 16:46
    Highlight r.i.p mister bär 😭😭😭😭😭
    19 4 Melden
  • alea iacta est 09.04.2016 16:37
    Highlight R.I.P Pez
    16 4 Melden
  • "let's dance" 09.04.2016 16:07
    Highlight Das ist vieleicht eine Täuschung, sollte nach einem Unfall aussehen :-) Wirklich schade um das Tier.
    25 10 Melden
  • Zeit_Genosse 09.04.2016 15:30
    Highlight Ein Antibild als Aufmacher.
    7 4 Melden
  • Co1m 09.04.2016 14:13
    Highlight Holy shit... den hat's ja voll zerfetzt
    30 3 Melden
  • Der Rückbauer 09.04.2016 12:46
    Highlight Ich glaube, die Bündner gehen mit Wolf und Bär viel umsichtiger um als die Walliser, die abknallen, was sie können. Die Bündner hingegen setzen sich sehr differenziert mit dem Problem auseinander. Herr Brosi, glaube ich, hat sich nicht ins Fäustchen gelacht. Und ein Zusammenstoss mit einem Zug? Da kann niemand etwas dafür. Schade um den Bär, welchen die noch umsichtigeren Trentiner "hochgezogen" haben.
    73 5 Melden
  • Asen 09.04.2016 12:30
    Highlight Da hat sich wohl Herr Brosi ins Fäustchen gelacht, wo er es hörte.
    1 46 Melden
    • Asen 09.04.2016 14:12
      Highlight hahaha es scheint das nicht viele die Jagt Politik von Brosi kennen.
      Oder schon mal mit ihm zu tun hatten und über die jagt geredet haben.
      10 0 Melden
  • droelfmalbumst 09.04.2016 12:22
    Highlight :(((
    32 4 Melden
  • Swarup 09.04.2016 11:34
    Highlight zug oder eine (il)legale gewehrkugel so sieht es in der schweiz aus.. ruhe in frieden!
    31 26 Melden
    • Bowell 09.04.2016 11:59
      Highlight Das müsste aber eine grosse Gewehrkugel gewesen sein, wenn man das Bild betrachtet...
      39 7 Melden
  • Pfauenfeder 09.04.2016 11:17
    Highlight ach jöö armer bär und armer zugführer!
    79 4 Melden
  • Flint 09.04.2016 11:11
    Highlight Solche Bilder früh am Morgen... Armer Bär, ruhe in Frieden.
    75 7 Melden

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