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Schweiz wird Klimaziel 2030 gemäss Bundesrat Rösti wohl nicht erreichen

Rösti sagt, Klimaziel 2030 wird wohl verpasst – und dass er diese Hitze nicht erwartet hat

06.08.2026, 06:2406.08.2026, 08:21

Für die Schweiz wird es schwierig sein, das für 2030 festgelegte Klimaziel zu erreichen, sagt der für Umweltfragen zuständige Bundesrat Albert Rösti am Donnerstag laut Medienberichten. Auch an der Erreichung des weltweiten Netto-Null-Ziels bis 2050 äussert Rösti Zweifel.

Bundesrat Albert Roesti schaut in den Saal, an der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 18. Juni 2026 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)
Umweltminister Albert Rösti glaubt nicht, dass die Schweiz 2030 ihr Ziel erreichen wird.Bild: keystone

In einem am Donnerstag veröffentlichten Interview des «Le Temps» sagt Rösti, wegen der vom Bundesrat beschlossenen Haushaltskürzungen werde es für die Schweiz schwierig das für 2030 festgelegte Klimaziel zu erreichen.

Da ein erheblicher Teil der CO2-Reduktionen über den Kauf von Emissionszertifikaten im Ausland erfolge, sehe er im aktuellen Haushaltskontext nicht, wie der Bund die zusätzlich benötigten 300 bis 400 Millionen aufbringen könne.

«Wenn wir das Ziel für 2030 verfehlen, müssen die Massnahmen im folgenden Jahrzehnt verstärkt werden», warnt der Chef des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). «Ein Ansatz wäre, das Emissionshandelssystem auf Gebäude und den Verkehr auszuweiten, um mehr Einnahmen zu generieren».

The prolonged lack of rainfall and persistent heat have intensified the drought in Ticino, putting increasing pressure on the region's water reservoirs and significantly reducing the flow of rive ...
Die Trockenheit macht der Schweiz derzeit zu schaffen.Bild: keystone

Vor diesem Hintergrund bereitet der SVP-Bundesrat ein neues CO2-Gesetz für den Zeitraum 2030–2040 vor. «Es wird in Kürze in die Vernehmlassung gegeben.»

Zudem werde der Fonds des Bundesamtes für Umwelt in Höhe von 30 Millionen Franken für die Unterstützung bestimmter Anpassungsprojekte im Rahmen der neuen Gesetzgebung aufgestockt werden, sagt Rösti der Zeitung. «Wir müssen die Mittel für die Anpassung erhöhen ohne die Mittel für die Emissionskürzung zu kürzen.»

Schweiz tut schon sehr viel

Gegenüber dem «Tages-Anzeiger» verteidigt Rösti in einem ebenfalls am Donnerstag veröffentlichten Interview die Klima-Politik der Schweiz. Sie unternehme bereits sehr viel. «Wir müssen Vorbild sein, auf fossile Energien verzichten und Innovationen entwickeln, die international eine breite Wirkung entfalten können. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren das CO2-Gesetz, das Klima- und Innovationsgesetz, das Stromgesetz sowie Regelungen für die Kreislaufwirtschaft, die alle diese Entwicklungen fördern, umgesetzt.»

Wenn er die internationalen Klimakonferenzen verfolge, habe er seine Zweifel, ob das Netto-null-Ziel bis 2050 weltweit gelingt. «Die Schweiz allein kann das Klima nun einmal nicht beeinflussen».

Ihm mache der Klimawandel vor allem mit Blick auf die Landwirtschaft Sorgen. « Entscheidend ist, ob es uns gelingt, uns anzupassen.» Der Bundesrat habe bereits Instrumente zur Bekämpfung der Trockenheit in der Landwirtschaft vorbereitet.

So gebe es zum Beispiel Wassertransporte mit Armeehelikoptern auf die Alpen. «Sie fliegen auf Bestellung der Kantone. Trotz der ausserordentlichen Hitze waren dieses Jahr aber weniger Flüge notwendig als in früheren Hitzeperioden. Weil die Älpler aufgerüstet haben, indem sie Wasserspeicher oder neue Wasserversorgungen bauten».

Die einzelnen Departemente handelten, ohne dass es dafür eine ausserordentliche Bundesratssitzung bräuchte. So habe etwa Bundesrat Parmelin die Futterzölle auf null gesetzt, damit das Futter zu verkraftbaren Preisen importiert werden kann. «Es braucht keine Krisensitzung des Bundesrats, um auf eine solche Situation zu reagieren».

Auf die Frage des «Tages-Anzeigers» , ob er den Klimawandel unterschätzt habe, antwortet der SVP-Bundesrat, er habe eine derartige Hitze wie in diesem Sommer nicht erwartet. «Aber den Klimawandel habe ich nie infrage gestellt.» (dab/sda)

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Streuner
06.08.2026 06:43registriert September 2018
"Da ein erheblicher Teil der CO2-Reduktionen über den Kauf von Emissionszertifikaten im Ausland erfolge"..... Aha. Das ist Augenwischerei...sprich wir kaufen uns frei statt selber etwas zu tun?
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malloc
06.08.2026 06:34registriert Januar 2025
Das nennt sich Einsatz und im Sinne der Amtsführung. Lieber resignieren und es Geschehen lassen, statt aktiv zu werden. Unser ÖL-Bert Rösti baut lieber Autobahnen. Er ist halt Auto-Lobby-Verkehrsminister und nicht Umweltminister. Der Rest des Bundesrates und das Parlament machen auch das gleiche und lafern etwas von heissen Sommer/Klimawandel…
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Pebbles F.
06.08.2026 06:27registriert Mai 2021
Wo er recht hat, hat er recht: die Schweiz kann die Klimaziele nicht erreichen. Und wereliwer verhindert das mit sehr viel Verve, Ölbert?
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Süden der Schweiz ächzt weiterhin unter der Hitze
Während die neuerliche Hitzewelle auf der Alpennordseite zumindest vorübergehend ein Ende hat, geht diese im Süden der Schweiz weiter. Am Mittwoch sind im Tessin und im Oberengadin neue Tageshöchstwerte für einen 5. August erreicht worden.
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