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Newcastle-Virus: 24'000 Masthühner im Kanton Luzern notgeschlachtet

Newcastle-Virus-Ausbruch: 24'000 Masthühner im Kanton Luzern notgeschlachtet

11.06.2026, 12:5511.06.2026, 12:56

Weil sie mit dem Newcastle-Virus befallen sind, müssen im Kanton Luzern über 24'000 Masthühner getötet werden. Die Tiere waren als Eintagesküken aus Deutschland eingeführt worden. Betroffen sind drei Pouletmastbetriebe.

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Im Kanton Luzern sind 24'000 Masthühner notgeschlachtet worden.Bild: keystone

Gemäss einer Mitteilung der Staatskanzlei Luzern wurde bei den Tieren nur ein schwach krankmachender Typ des Newcastle-Virus festgestellt und nicht die hochansteckende Variante, welche in Deutschland zirkuliert. Dort wird deswegen intensiv geimpft.

Die Behörden vermuten, dass importierte Eintagesküken in Deutschland mit dem Impfvirus in Berührung kamen. Ein in der Umwelt vorkommender wenig ansteckender Typ des Newcastle-Virus könne aber nicht ausgeschlossen werden, hiess es von Seiten der Staatskanzlei.

Um eine Ausbreitung zu verhindern, haben der Veterinärdienst des Kantons Luzern und das zuständige Bundesamt «umgehend die nötigen Vorkehrungen» getroffen, wie die Staatskanzlei mitteilte. Die betroffenen Betriebe wurden gesperrt. Zudem wurde die Tötung und Entsorgung der betroffenen Masthühner angeordnet.

Von der Newcastle-Krankheit sind vor allem Hühnervögel betroffen, aber auch Gänse, Enten, Tauben, Zier- und Wildvögel. Eine Ansteckung kann symptomlos verlaufen, aber auch schwere gesundheitliche Konsequenzen für infizierte Tiere haben. Die von der Krankheit betroffenen Tiere legen weniger oder gar keine Eier mehr oder Eier mit zu dünner und verfärbter Schale.

Die durch ein Virus verursachte Krankheit gilt als hochansteckend und wird über die Luft oder durch direkten Kontakt übertragen. Sie kann sich auch indirekt über Personen, Geflügelprodukte oder Eierkartons ausbreiten. In seltenen Fällen kann bei Personen, die sehr engen Kontakt zu kranken Tieren hatten, eine Bindehautentzündung auftreten. (dab/sda)

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