Zürcher Polizei erhält nach «Aktenzeichen XY»-Sendung Hinweise
In der Sendung «Aktenzeichen XY» vom Mittwoch hat die Kantonspolizei Zürich nach einem Vermissten aus dem Milieu gesucht. Erste Hinweise gingen bereits bei der Polizei ein.
Die Ermittler prüfen die diversen Meldungen noch, wie ein Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich am Donnerstag auf Anfrage von Keystone-SDA sagte.
Der Gesuchte verschwand im Juli 2023 spurlos. Der damals 46-Jährige arbeitete im «Neugasshof», einem berühmt-berüchtigten Milieu-Lokal im Zürcher Langstrassenquartier. Zuletzt gesehen wurde der Montenegriner, als er vor dem Lokal in das Auto eines Bekannten gestiegen war. Die Fahrt soll in Olten geendet haben. Der Fahrer verliess die Schweiz im August 2023 und soll sich in der Türkei aufhalten.
Schnell machte die Runde, dass der Verschwundene Opfer einer Abrechnung gewesen sein könnte. So äusserte sich etwa Milieu-Anwalt Valentin Landmann entsprechend gegenüber den Medien. Auch ein Ermittler der Zürcher Kantonspolizei sagte in der Sendung, die am Mittwoch auf SRF ausgestrahlt wurde, dass die Polizei «inzwischen das Schlimmste befürchtet».
In einer Medienmitteilung vom Mittwoch schrieb die Polizei, es müsse davon ausgegangen werden, dass er Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Für Hinweise, die zur Aufklärung des Verschwindens des Vermissten führen, hat die Kantonspolizei Zürich eine Belohnung von insgesamt 10'000 Franken ausgesetzt.
Was erhofft sich die Polizei vom Auftritt in der Sendung? «Wir brauchen ein besseres Bild von seinem Umfeld und möchten wissen, wo und mit wem sich der Vermisste vor seinem Verschwinden aufgehalten hat», sagte der Ermittler in der Sendung. Auch ob jemand die beiden Männer nach dem Juli 2023 gesehen hatte, würden die Ermittler gerne wissen. (sda)
