St.Galler Vermisstenfall bei Aktenzeichen: Polizei erhält Hinweise – auch aus dem Ausland
Seit Anfang März wird in Wattwil SG der 27-jährige Andreas Portmann vermisst. Trotz Öffentlichkeitsfahndung und intensiver Ermittlungen gelang es bisher nicht, den jungen Mann zu finden, der auf dem Weg zu seiner Arbeit verschwunden war. Deshalb beschloss die Kantonspolizei St.Gallen, den Fall in der Sendung «Aktenzeichen XY... Ungelöst» vorzustellen.
Am Mittwochabend bat sie deshalb im ZDF um Hinweise. Schon vor der Sendung, nachdem die Ausstrahlung angekündigt worden war, seien erste Hinweise eingegangen, teilt die Polizei am Donnerstag mit. Während und nach der Ausstrahlung seien weitere hinzugekommen. Alle Informationen würden nun geprüft. Weitere Angaben will die Polizei dazu nicht machen.
Hinweise aus dem Ausland
Schon kurz nach der Sendung hatte ZDF auf seiner Internetseite ein Update zu den Fällen veröffentlicht. Zum Fall aus St.Gallen heisst es, es seien zahlreiche Hinweise aus Deutschland eingegangen, von Personen, die im genannten Zeitraum Ferien in der Region gemacht hatten. «Auch viele Schweizer gaben an, sich an den Vermissten erinnern zu können», heisst es weiter. Es würden nun nicht nur Hinweise, sondern auch Handyvideos ausgewertet.
Andreas Portmann hatte am 8. März sein Zuhause verlassen, war mit dem Zug nach Sargans gefahren und hatte in seinem Monatszimmer im Hotel Ritterhof übernachtet. Am nächsten Morgen ging er erneut zum Bahnhof Sargans. Dort dürfte er den Zug Richtung Rapperswil genommen haben, zeigen die Ermittlungen. Es könnte sein, dass er bei der Haltestelle Mühlehorn ausgestiegen ist. Sicher ist das jedoch nicht. Und seither ist der 27-Jährige verschwunden. (vro)
