Schweiz
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epa07868046 A handout photo made available by the Municipality of Courmayeur shows an aerial view of the Planpincieux glacier (section of the glacier at risk of collapse highlighted by authorities in yellow in picture) on the Grandes Jorasses along the Italian side of the Mont Blanc (Monte Bianco) massif, in the Valle d'Aosta (Aosta Valley) region, northwest Italy, 24 September 2019 (issued 25 September 2019). Italian authorities on 24 September have warned of a potential collapse of the Planpincieux Glacier, and preventatively ordered the closure of the roads in the Val Ferret and evacuated mountain huts on the Italian side of the Mont Blanc. About 250,000 cubic meters of ice are at risk of collapse from the Planpincieux glacier on the Grandes Jorasses peak, officials said.  EPA/COURMAYEUR PRESS OFFICE HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Folge der Klimaerwärmung: Der gelb markierte Teil des Mont-Blanc-Gletschers kann jeden Moment abbrechen. Bild: EPA

Flutwellen und Eislawinen: Was die Gletscherschmelze für die Schweiz bedeutet

Flüsse trocknen im Sommer praktisch aus, kleine Gletscher sterben, neue Staudämme müssen gebaut werden: Ein Experte des Weltklimarats erklärt die dramatischen Auswirkungen der Gletscherschmelze, welche der Schweiz bevorsteht.



«Achtung Eislawinen!» Diese Meldung ist keine Zukunftsmusik, sondern brandaktuell. Wegen der Erderwärmung drohen derzeit Teile eines Gletschers am Mont-Blanc einzustürzen. Am Dienstag haben die Behörden deswegen mehrere Strassen gesperrt. Das Beispiel zeigt: Die Gletscherschmelze ist ins vollem Gange.

Was sind die Folgen für die Schweiz? Am Rande der Medienkonferenz des am Mittwoch publizierten Sonderberichts «Ozeane und Gletscher» des Weltklimarats sprach watson in Bern mit ETH-Forscher Andreas Fischlin. Er hat als Vize-Vorsteher direkt am IPCC-Bericht mitgearbeitet.

Verschwinden alle Gletscher in der Schweiz?

Traurig aber wahr: In den Alpen verschwinden bis ins Jahr 2100 80 Prozent der Eismassen. Die Schneedecke geht ebenfalls rapide zurück. In der Schweiz werden die allermeisten kleineren Gletscher in den nächsten Jahrzehnten schmelzen. Jüngstes Beispiel ist der Pizolgletscher. Er hat dermassen an Substanz verloren, dass er gar nicht mehr als Gletscher zählt. «In tieferen Lagen schmelzen die Gletscher schon jetzt wie verrückt und sind bald weg», sagt Fischlin.

Animation: So sieht der Aletschgletscher 2100 aus

abspielen

Video: YouTube/ETH Zürich

Als weiteres Beispiel nennt er den Morteraschgletscher im Bündnerland, der schon zwei Kilometer zurückgegangen sei. Zu beachten sei jedoch, dass sich Gletscher häufig über verschiedene Höhelagen erstreckten. «Unten sind alle dem Untergang geweiht. In der Höhe können sie sich länger halten», so Fischlin.

Dennoch ist der Rückgang auch im Hochgebirge massiv: Die ETH hat jüngst in einer Simulation aufgezeigt, was vom Aletschgletscher in 80 Jahren noch übrig bleibt. Es ist nicht mehr viel. Selbst, wenn die Erderwärmung – wie im Pariser Klimaabkommen vorgesehen – «nur» maximal 2 Grad beträgt, verschwindet die Hälfte des Aletschgletschers.

Zu beachten ist, dass das Tempo der Gletscherschmelze auch von lokalen Faktoren abhängig ist. Eispanzer in Schattenlöchern schmelzen weniger schnell als jene an sonnenexponierten Lagen.

Wie gefährlich sind Gletscherseen?

Luftaufnahme des Erdrutschgebietes mit der Stieregghuette in Grindelwald, am Mittwoch, 1. Juni 2005. Nachdem am Sonntag, 29. Mai 2005, mehrere hunderttausend Kubikmeter Erdmassen in Bewegung geraten oder abgestuerzt waren, ist es im Gebiet Stieregg ueber dem unteren Grindelwaldgletscher zu weiteren kleineren Nachrutschen gekommen. Die Stieregghuette, auf rund 1650 M.ue.M. gelegen, ist inzwischen leergeraeumt. Zur Zeit wird abgeklaert, ob die Huette allenfalls abgebrochen werden muss. Ein Geologenteam beobachte das Gebiet und geht den Ursachen des Rutsches nach. (KEYSTONE/ Peter Schneider)

Weil sich der Grindelwaldgletscher zurückbildet, rutschte der Hang bei der Stieregghütte 2005 ab. Bild: KEYSTONE

Durch die Gletscherschmelze entstehen vielerorts unterhalb der Gletscherzunge kleine Seen, die sich im Worst-Case-Szenario urplötzlich entleeren und mit einer Flutwelle ganze Dörfer überfluten könnten. «Wir werden mit den Gletscherseen noch viel zu kämpfen haben», sagt ETH-Forscher Fischlin.

Einen Vorgeschmack gab es 2009 beim Grindelwaldgletscher. Nach einem durch schwindenden Permafrost ausgelösten Hangrutsch, staute sich das Schmelzwasser zu einem Gletschersee. Der natürliche Damm wurde zusehends instabil und drohte zu brechen. Deswegen musste ein Entlastungsstollen gebohrt werden, damit das Wasser kontrolliert abfliessen konnte.

Bild

ETH-Forscher Andreas Fischlin. bild: zvg

Ein weiteres Beispiel ist die Stieregghütte: Wegen der Gletscherschmelze löste sich oberhalb des Grindelwaldgletschers 2005 ein ganzer Hang. Die Hütte musste geräumt und später durch die Feuerwehr kontrolliert abgebrennt werden.

Trocknen die Flüsse wegen den fehlenden Gletschern aus?

Ob Aare, Reuss oder Limmat: Wegen der Gletscherschmelze drohen die Flüsse in den Sommermonaten zu einem Rinnsal zu verkommen. Denn das Gletscherschmelzwasser macht rund 50 Prozent der Abflussmenge aus. «Geht die Klimaerwärmung so weiter wie bis anhin, wird etwa die Aare künftig im Sommer nur noch halb so viel Wasser führen», erklärt Fischlin. Auch die Pegel der Seen würden massiv sinken.

Einen Vorgeschmack darauf gab es im Hitzesommer 2018: Damals trocknete die Emme praktisch aus.

Ein ausgetrockneter Abschnitt des Flusses Emme in der Gemeinde Aelfligen bei Kirchberg im Kanton Bern, am Samstag, 28. Juli 2018. Die anhaltende Trockenheit fuehrt schweizweit zu tiefen Wasserpegeln von Fluessen und Seen. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Sieht so bald die Aare aus? 2018 trocknete die Emme fast komplett aus. Bild: KEYSTONE

Zwar bringt der Klimawandel im Winter insgesamt mehr Niederschlag in den Schweizer Alpen. Es sind jedoch gigantische Eingriffe in die Natur nötig, um die Wassermassen zu speichern: «Man muss den Regen mit neuen Dämmen auffangen, sonst drohen etwa in Bern massive Überflutungen», so der ETH-Forscher weiter.

Es brauche nichts weniger als eine «Alpen-Gewässer-Korrektion», um die Kontrolle über das Wasser-Management in den Bergen zu behalten. Durch die neuen Dämme könnte man die Auswirkungen der Gletscherschmelze etwas abfedern, im Sommer das im Winter gespeicherte Wasser ablassen und so die Abflussmenge der Flüsse erhöhen.

Umweltschützer dürften daran keine Freude haben: «Neue Dämme gehen auf Kosten des Landschaftsschutzes», stellt Fischlin klar.

Kann man Gletscher nicht einfach mit Folien abdecken?

ARCHIVBILD DIAVOLEZZA GEBIET ABSTURZ EINES KLEINFLUGZEUGS PIPER PA-28 UEBER DIAVOLEZZA -- Der in weisse Tuecher verpackte Gletscher unter dem Sass Queder auf der knapp 3000 Meter hohen Diavolezza oberhalp Pontresina im Oberengadin, aufgenommen am 17. August 2011. Die Tuecher sollten ein rasantes Abschmelzen des Gletschers verhindern. (KEYSTONE/Arno Balzarini)

Folien sollen das Abschmelzen der Gletscher in Skigebieten verlangsamen. Bild: KEYSTONE

In einigen Skigebieten werden wichtige Gletscher-Passagen mit Folien abgedeckt, um das Abschmelzen zu verhindern. Der erste Gletscher in der Schweiz, der Gurschengletscher, wurde schon 2005 so eingewickelt.

Ist dies ein taugliches Mittel, um Gletscher zu retten? «Das ist Unsinn und nichts mehr als Symptombekämpfung», sagt Fischlin. Gletscher seien viel zu gross, um sie komplett mit Folie abzudecken. So oder so könne mit dieser Methode das Abschmelzen nur hinausgezögert, aber nicht verhindert werden.

Was passiert mit den Skigebieten?

epa04628625 Ski enthusiasts take a break at the mountain restaurant Weissfluhjoch Parsenn, in the Davos Klosters Ski resort in Davos, Switzerland, 20 February 2015.  EPA/GIAN EHRENZELLER

Wie viel Schnee wird auf dem Weissfluhjoch in Davos 2100 noch liegen? Bild: EPA/KEYSTONE

Durch die Klimaerwärmung wird die Schneefallgrenze in den nächsten Jahrzehnten um mehrere hundert Meter nach oben steigen. «Wenn wir die Klimaerwärmung nicht stoppen, wird etwa Davos kein schneesicheres Skigebiet mehr sein», sagt Fischlin.

Wegen der Erderwärmung mussten bereits jetzt zahlreiche Skigebiete, die unterhalb der hochalpinen Zonen (1500-2500m) liegen, schliessen.

Die Winter in den Alpen sind mittlerweile zehn bis 30 Tage kürzer als noch in den 1960er Jahren. Bis 2100 wird es kaum noch Schnee unter 1200 Metern geben - die aktuell durchschnittliche Höhe für Skigebiete. Die gesamte Schneedecke in den Alpen wird laut aktuellen Studien um 70 Prozent zurückgehen.

Gletscher in Gefahr

Die Schweiz ist um einen Gletscher ärmer

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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • murrayB 27.09.2019 19:24
    Highlight Highlight Das ist der Wandel der Zeit - die Gletscher schmelzen schon seit mehreren tausend Jahren - In Slowenien gab es auch einmal Gletscher...

    Das ist der Lauf der Zeit - auch wenn wir die Erwärmung sogar stoppen können - die Gletscher werden einfach später schmelzen...

    Wir sollten uns viel mehr Gedanken machen wie wir mit dem Wandel umgehen...
  • Abu Nid As Saasi 27.09.2019 11:31
    Highlight Highlight Statt Staudämme würde ich Zisternen gleicher Größe bauen. Es verdampft weniger Wasser
  • GraveDigger 27.09.2019 06:31
    Highlight Highlight In der ganzen Klimadebatte geht es immer nur darum wie irgendwo noch etwas Geld abgepresst werden kann für den angeblichen Klimaschutz. Das Geld die Welt nicht rettet sollte logisch sein. Das füttert nur bestimmte Kreise die ganz bestimmt nicht umweltbewusst leben und mit immer noch mehr Massnahmen ihre Taschen noch praller füllen wollen. Die Marionetten im Bundeshaus sind die grössten Umweltzerstörer denn sie fördern Konsum und Bevölkerungswachstum getrieben von Gier und korrumpiert von der Wirtschaft. Begreift, es gibt nur eine saubere Energie, das ist die, die nicht verbraucht wird.
  • Sonnenbankflavor 26.09.2019 16:03
    Highlight Highlight Krass das Bild mit der Stieregghütte :(
  • TurnOver87 26.09.2019 15:49
    Highlight Highlight Langsam aber sicher geht mit diese Klimadebatte aber sowas von auf den Sack... Die ganze Medienschar von A - Z berichten nur noch darüber, als ob es nichts anderes mehr auf dieser Welt gibt.. hört auf mit dem Lügen... auch wenn jeder Schweizer sich zu 100 % bemühen würde, so machen es die Nachbarländer nicht!! Balkan/Afrika/Asien/Südamerika etc etc.. Es ist einfach ein Wunschdenken.. und auch wenn, die Menschen machen vll. 2 - 3 % den Unterschied aus.. Auch wenn wir so neutral wie möglich werden würden, bringts nix.. Die Natur regelt das schon von alleine.. War immer so, bleibt auch so! Punkt.
    • Scooby doo 26.09.2019 18:10
      Highlight Highlight Wenn wir in der Schweiz ein zeichen setzen , werden andere Länder nachziehen. Aber wenn wir nichts machen sind unsere zukünftigen Generationen schneller dem untergang geweiht! Die zukünftigen ziele des Bundesrates die kürzlich gerade beschlossen wurden sind meiner ansicht ein tropfen auf den heissen Stein. Es müsste viel mehr passieren,aber die notwendigen änderungen sind für viele Menschen auf unserem Planeten einen zu grossen Einschnitt in ihr Privatleben, Denken und Handeln. Wäre es nicht an der Zeit Ökologischer zu denken. beim Einkauf eher regionale Produkte zu kaufen wäre ein Anfang !
    • Trollgeflüster 26.09.2019 19:48
      Highlight Highlight Das die Medien tagtäglich in mehreren Artikeln darüber berichten zeigt eigentlich nur die Dringlichkeit dieser Tatsache... Das Greta überall Hass erntet liegt vorallem daran, dass sie uns die schmerzhafte Wahrheit unverblümt auftischt. Es ist natürlich einfacher, über sie herzuziehen, als einmal echte Gegenargumente zu liefern oder gar sein eigenes Verhalten anzupassen... Immer mit dem Finger auf andere zeigen und sagen "zuerst sollen die was tun, mimimi" ist das Allerletzte!!
    • Damian derungs 27.09.2019 12:48
      Highlight Highlight @ troll, nein es zeigt wie die medien versuchen uns allz zu manipulieren, es wird einseitig berichtet, nicht auch etwaige kritikpunkte eingegangen u d reine stimmungsmache betrieben. Was greta angeht, wie soll ein teenager die komplexe welt verstehen? Sie hat ja auch teilweise recht, aber eben, wer nur ein wenig kritik anbrinkt ist ja gleich ein klimaleugner und untermensch der den weltuntergang herbeisehnt. Zudem soll nicht wer den mund aufreissen ohne mit gegenwind klar zu kommen, was bei ihr der fall ist, ich sag nur generstion schneeflocke. Niemand hat mehr die eier zu seiner meinung
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zigünerspiess 26.09.2019 15:41
    Highlight Highlight Hmm, bin ich der einzige der bezüglich Punkt 3 eine Win-Win Lösung sieht? Errichtet Stauseen dort wo die Gletscher weggeschmolzen sind: Wir können das Wasser über das Jahr hinweg kontrollieren. Wir können die daraus gewonnene Energie für die Energiewende nutzen. Wir werden zur natürlichen Batterie Europas. Und es wird keine Landschaft zerstört, da nach einem Gletscher hauptsächlich ein Geröllfeld zurückbleibt.

    Selbsterständlich gilt es weiterhin den Klimawandel so gut wie möglich zu bekämpfen. Doch was man nicht rückgängig machen kann, sollte man akzeptieren und das beste daraus machen🤔
    • dmark 26.09.2019 20:52
      Highlight Highlight Ein Problem dabei dürfte sein, dass unter den Gletschern der gefrorene Boden auftaut und dadurch dann dort auch porös werden könnte. Somit würde Wasser versickern und ganze Bereiche unter , bzw weg spülen.
      Nur mal als Vermutung. Ich bin da kein Experte.
    • Scooby doo 27.09.2019 13:07
      Highlight Highlight Ein Geröllfeld dass von keinem Permafrost mehr gehalten wird.....
  • sa5 26.09.2019 12:42
    Highlight Highlight Krisen sind auch Chancen.
    Werden die Folgen des Klimawandels zeitnah angegangen, ist der Klimawandel bewältigbar.
    Für die CH-Wirtschaft könnte sich der Klimawandel als Glücksfall entpuppen.
    Anpassen der Infrastruktur & Neubauten, Alternative Energien, E-Mobilität & Velonetz, Weideraufforstung etc. könnten die Jobs schaffen die durch die Roboteriserung wegbrachen. Und dazu für viele neue, niederschweliige Jobs sorgen.
    Wird der Klimawandel verschlafen, endet er für alle in der Katastrophe.
  • Grossmaul 26.09.2019 12:25
    Highlight Highlight Schon vor Jahren waren bestimmte Routen auf Hochtouten praktisch nicht mehr begehbar, weil der Schwierigkeitsgrad sich durch die Gletscherschmelze enorm verschärft hatte. Das hat man allerdings erst gemerkt, wenn man die Schlüsselstelle passieren wollte... Und die Tourenliteratur war natürlich 20 Jahre hinterher.
    • Lisbon 27.09.2019 07:04
      Highlight Highlight Im Juli hatte ich deshalb anstatt eine Stunde für ein letztes Teilstück über 3 Stunden. Da ich nicht mehr weiterkam, musste ich alles zurück und mit einem Umweg zur Hütte. Und das knapp 10 Minuten vor der Hütte..
  • Schubjak 26.09.2019 12:21
    Highlight Highlight Also das ist doch alles nur Klima-Hysterie! Es sind die Zuwanderer schuld! Viele haben eine dunkle Haut, welche sich schneller aufheizt. Weil sie nichts zu tun haben, besuchen sie die Gletscher, welche logischerweise bei derart warmen Gesichtern im Nu wegschmelzen. Wählt am besten SVP, damit endlich die Wahrheit ans Licht kommt. Es ist alles nur Einwanderung- äh nein Klima-Hysterie.
  • Tomtom64 26.09.2019 11:49
    Highlight Highlight Könnten wir nur unsere Urahnen fragen, was uns bevorsteht und wie man damit umgehen muss. Da in der Zeitspanne von vor 8'000-4'000 Jahren die Gletscher ebenfalls dramatisch abgeschmolzen sind, könnten sie es uns sagen.
    Leider sind die Gletscher seit bald 200 Jahren wieder am Abschmelzen (sieht man gut beim erwähnten Morteratschgletscher). Selbst mit allen Klimaschutzmassnahmen könnte dieser Prozess wahrscheinlich nur gebremst, nicht aber gestoppt werden. Darum ist es sehr wichtig, sich jetzt schon mit den Folgen auseinanderzusetzen.
    • arni99 26.09.2019 19:01
      Highlight Highlight Ich bin jetzt grad ein bisschen verwirrt. Was war dann vor 4 bis 8 tausend Jahren schuld an der Gletscherschmelze? Autos, Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe, Industrie oder doch gar die Politiker. Es können natürlich auch die 8 Milliarden Menschen gewesen sein die wahrscheinlich damals schon lebten. Oder könnte es wirklich sein das der Grund nicht Mensch gemacht war? Nur mal so zum nachdenken.
    • dmark 26.09.2019 20:55
      Highlight Highlight Stimmt. Denn sonst hätte man ja Ötzi nicht finden können. Der hatte sich ja bestimmt nicht im Sterben noch in den Gletscher gegraben, oder?
  • Züriläckerli 26.09.2019 11:38
    Highlight Highlight Ich bin einfach nur traurig. Soweit haben wir es gebracht. Und Greta wird verspottet. Alles wird als reine Hysterie und Panikmache abgetan. Lieber Minarettverbote erlassen als Einschränkungen unseres Konsumverhaltens.
  • Dombru 26.09.2019 10:45
    Highlight Highlight Schon interessant was noch so auf uns zu kommt in der Zukunft. Aber zum Glück ist der Klimawandel ja nicht vom Mensch gemacht oder viel wichtiger nicht von Schweizer Hand.
    • NadoHeinz 27.09.2019 07:41
      Highlight Highlight Ich hoffe dass Du, wie es anscheint, um die 102 bis 115 Jahre alt bist! Sorry fuer den Vergleich Centenarians.
  • Supermonkey 26.09.2019 10:39
    Highlight Highlight Schade wird nicht die ganze Gletscherthematik beleuchtet, sondern nur wieder auf der Klimaerwärmung herumgetrampelt.
    Dass Eis bei Wärme schmilzt, ist wohl jedem Kind klar. Ganz so simpel ist aber die Anatomie von Gletscher aber nicht. Die letzten paar Jahre waren überdurchschnittlich trocken, so dass Gletscher auch kaum neues Eis generieren konnten. Doppelt so schlimm also. Sollte der Klimawandel mehr Niederschlag bringen, was im Widerspruch zu den Tatsachen in den letzten Jahren steht, können Gletscher auch wieder wachsen. Dazu gibt es noch viele weitere Faktoren, die im Beitrag fehlen.
    • Ein ungewöhnlicher Geschäftsmann 26.09.2019 12:01
      Highlight Highlight Wasser wird aber nur bei tiefen Temperaturen zu Eis...
    • Atheist1109 26.09.2019 12:14
      Highlight Highlight Was für ein Quatsch! Rekord Schneemengen schmelzen in kurzer Zeit! Siehe Winter 2017/18 Sommer 2018.
    • Mr. Spock 26.09.2019 12:18
      Highlight Highlight Niederschlag in Form von Schnee bei entsprechenden tiefen Temperaturen führt folgerichtig zu einem Wachstum. Niederschlag in Form von Regen bei entsprechend hohen Tempersturen hingegen zu mehr Schmelze. Ist daher sehrwohl ein Thena der Klimaerwärmung und der globalen Wandlung der Klimazonen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • α Virginis 26.09.2019 10:08
    Highlight Highlight Happig finde ich, dass all dies bis anhin ignoriert wurde...
    • karl_e 26.09.2019 11:21
      Highlight Highlight Ignoriert wurde es von unseren Entscheidungsträgern in Bund, Kantonen und Gemeinden und vom grössten Teil Volkes, in der Regel alles Leute, die nichts von Gletschern und Klima verstehen.
    • Züriläckerli 26.09.2019 11:40
      Highlight Highlight Wird es immer noch und wird es auch in Zukunft bleiben.
    • Entenmann 26.09.2019 12:30
      Highlight Highlight Als ob die Schweiz den Gletscherschwund irgendwie hätte verhindern können (und nein, damit will ich nicht sagen, dass wir den CO2-Ausstoss nicht schnell und massiv reduzieren müssen).

      Ein massives Gletscherwachstum wäre im Übrigen auch nicht so lustig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cas 26.09.2019 09:43
    Highlight Highlight Happig!
  • Auric 26.09.2019 09:41
    Highlight Highlight Angenommen die Niederschlagsmenge ist jedes Jahr konstant gleich in Menge und Verteilung.
    Angenommen die Gletscher wachsen (warum auch immer)

    Haben wir dann hier in der Schweiz mehr oder weniger Wasser in den Flüssen?
    • sa5 26.09.2019 12:34
      Highlight Highlight Sonnenstrahldauer, Lichtabstrahlung, Sonnenin­ten­si­tät und Verdunstung (Nebel) werden auch eine Rolle spielen.
    • Presslufthammer69 26.09.2019 12:44
      Highlight Highlight @auric: momentan haben wir die Niederschläge plus die Gletscherschmelze. D. H. Momentan haben wir mehr Wasser zur Verfügung als vor 100 Jahren.
      Wenn die Gletscher fast oder ganz weg wären hätten wir nur noch den Niederschlag. Es könnte dann Dürreperioden (Jahre) auch in der Schweiz geben. Nicht nur in Nordafrika...
    • pamaschinki 26.09.2019 13:01
      Highlight Highlight Ceteris paribus folgt aus der Kontinuitätsbedingung, dass dann weniger Wasser in den Gewässern ist. Allerdings ist Deine erste Prämisse falsch und damit die Konklusion nicht zwingend (ex falso quodlibet). Gletscher sind vielmehr Puffer, die die Abflussmengen moderieren. Die VERFÜGBARE Wassermenge nimmt dadurch zu.
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