Schweiz
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Walliser stimmen über SVP-Initiative für Verbot von Kopfbedeckungen an Schulen ab



Die Walliser Stimmberechtigten werden über die kantonale SVP-Initiative gegen das Kopftuchtragen an Schulen an der Urne entscheiden können. Die Staatskanzlei beglaubigte 4329 der 4385 eingereichten Unterschriften. Notwendig gewesen wären 4000 Unterschriften.

Ein junge Frau mit Kopftuch verweilt vor dem St. Galler Verwaltungsgericht anlaesslich der Gerichtsverhandlung zum Kopftuchverbot im Schulunterricht am Freitag, 7. November 2014, in St. Gallen. Das St.Galler Verwaltungsgericht verhandelt den Fall eines bosnischen Mädchens aus St. Margrethen, das mit dem Kopftuch zum Unterricht erschien. Die aus Bosnien stammenden muslimischen Eltern des Maedchems wehrten sich dagegen, dass ihr Kind nicht mit einem Kopftuch in den Unterricht der Primarschule kommen durfte. Sie schickten ihre Tochter für einige Wochen nicht mehr zur Schule. Das Maedchen erarbeitete den Schulstoff zu Hause allein. Ferah Ulucay ist als Beobachterin bei den Verhandlungen.
(KEYSTONE/Ennio Leanza)

Im Wallis kommt das Kopfbedeckungsverbot in Schulen vors Volk.
Bild: KEYSTONE

Die Volksinitiative fordert die Ausarbeitung eines Gesetzes, das «ein Kopfbedeckungsverbot an sämtlichen öffentlichen Schulen des Kantons Wallis» festschreibt. Die Walliser Staatskanzlei bestätigte am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda das Zustandekommen.

Das Begehren ist nicht neu. Schon im März 2014 hatte es die SVP Wallis im Kantonsparlament via Motion damit versucht. Der Vorstoss wurde jedoch mit 63 zu 56 Stimmen abgelehnt. Daraufhin lancierte die Partei eine Initiative.

Das Kopftuch sei ein religiöses Symbol, für das es an Walliser Schulen keinen Platz gebe, hatte Jean-Luc Addor, Co-Präsident des Initiativkomitees bei der Lancierung gesagt. Die Schule im Wallis sei nicht laizistisch, vielmehr stünden christliche Werte im Vordergrund.

Dass Kopftücher im Unterricht an Walliser Schulen noch ein marginales Phänomen darstellen, räumten selbst die Initianten ein. Es sei jedoch besser vorzubeugen, sagte Addor. Er betrachtet das Kopftuch auch als Integrations-Hindernis.

(sda)

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