Skifahren in der Schweiz wird wieder teurer – doch nicht alle ziehen mit
Die Schweizer Seilbahnen haben einen starken Winter hinter sich und mit fast zwei Milliarden Franken einen Rekordumsatz erzielt. Trotzdem steigen die Preise für Tageskarten in der kommenden Saison voraussichtlich um 2,3 Prozent, wie SRF berichtet. In Saas-Fee oder Gstaad kostet ein Skitag für Erwachsene künftig 84 Franken. Berno Stoffel, Direktor von Seilbahnen Schweiz, begründete das gestern in der «Tagesschau» mit höheren Personal- und Energiekosten sowie mit Investitionen. Nicht alle ziehen mit: Die Jungfrauregion und Arosa Lenzerheide verzichten gemäss SRF auf eine Erhöhung.
Langfristig zeigt der Trend klar nach oben. Gemäss der Saisonbilanz von Seilbahnen Schweiz kostete eine Tageskarte zum Volltarif letzten Winter im Mittel 75.85 Franken. Grundlage ist eine Stichprobe von 39 Skigebieten. Im Winter 2016/17 waren es noch 60 Franken, das entspricht einem Plus von rund 26 Prozent.
Letzte Saison ist der Referenzpreis allerdings um 2,2 Prozent gesunken. Grund dafür ist das sogenannte Dynamic Pricing, das inzwischen 56 Prozent der Gebiete in der Stichprobe anwenden. Der Preis hängt dabei von der Nachfrage und vom Kaufzeitpunkt ab, und selbst der Höchstpreis schwankt. St.Moritz startet gemäss dem SRF am kommenden Wochenende mit 47.50 Franken, in der Hochsaison wird es jedoch dreistellig.
Der Listenpreis sagt zudem wenig darüber aus, was die Gäste effektiv zahlen. Rechnet man Rabatte, Abos, Saisonpässe und Gratistickets ein, nahmen die Bahnen pro Skitag im Schnitt 37.65 Franken ein. Das sind 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr, aber weniger als die Hälfte des Tageskartenpreises. Die Unterschiede sind gross: Kleine Skigebiete kamen auf 20.91 Franken pro Skitag, die ganz grossen auf 40.42 Franken. (pre)
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