Schweiz
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epa08146886 Sergio Ermotti, CEO of Swiss bank UBS, speaks during a press conference announcing the bank's 2019 full year and fourth quarter result in Zurich, Switzerland, 21 January 2020.  EPA/CHRISTIAN BEUTLER

Vor dem Absprung: Sergio Ermotti Bild: EPA

Erst Thiam, jetzt Ermotti: UBS macht sich auf die Suche nach einem neuen CEO



Die UBS ist zwar nicht in einen Spionage-Skandal verwickelt, trotzdem befindet sich die grösste Bank der Schweiz anscheinend gerade auf der Suche nach einem Nachfolger für CEO Sergio Ermotti.

Wie «Bloomberg» berichtet, hat der 59-jährige Tessiner die Führungsriege der UBS kürzlich darüber unterrichtet, dass er vorhabe, seinen Posten noch dieses Jahr zu räumen. Ermotti befindet sich in seinem neunten Jahr als CEO und ist damit einer der am längsten aktiven Geschäftsführer in der Grossbanken-Szene.

Die Suche nach seinem Nachfolger hat laut Bloomberg bereits begonnen. Für Spekulationen über mögliche Kandidaten sei es jedoch noch zu früh. Was sich jedoch mit ziemlicher Sicherheit sagen lässt, ist, dass es nicht Iqbal Khan wird. Der Star-Banker wechselte letztes Jahr von der Credit Suisse zur UBS, nachdem sich er in einem hollywoodreifen Spionagedrama mit Ex-CEO Tidjane Thiam verstritten hat.

Die UBS wollte die Meldung nicht kommentieren.

Die ganze Geschichte kannst du hier nachlesen:

Der Abgang Ermottis kommt zu einer Zeit, in der die UBS zwar nicht die mediale Aufmerksamkeit einer CS aufweisen kann, trotzdem aber mit Problemen zu kämpfen hat. So wurde die Grossbank letztes Jahr von einem französischen Gericht zu einer Rekordstrafe von 4,5 Milliarden Euro verurteilt. Dies, weil sie vermögenden französischen Kunden half, ihr Geld am Fiskus vorbeizuschleusen.

Ermotti übernahm 2011 die kriselnde UBS und schaffte die Kehrtwende mit der Grossbank. Das risikoreiche Investmentbanking wurde unter seiner Ägide zurückgefahren und Private Banking wurde zum Kernstück der UBS-Strategie. Er hat es jedoch wie Oswald Grübel, sein Vorgänger, auch nicht geschafft, den Aktienkurs der UBS wieder auf das Niveau vor der Finanzkrise zu hieven. (dfr)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Rethinking 14.02.2020 11:32
    Highlight Highlight Die zwei können ja den Job tauschen...

    Letztlich spielt es kaum eine Rolle was für ein Hampelmann an der Spitze seine Show abzieht...

    Ja sicher, die Börse interessiert dies extrem (warum auch immer), doch letztlich erarbeitet eine Armada von Untergebenen (ja genau untergebene, nicht Mitarbeiter auf Augenhöhe), die Entscheidungsgrundlagen und Empfehlungen...

    Der CEO / Manager (nicht der Unternehmer) ist letztlich vor allem ein Schauspieler...
  • tzhkuda7 14.02.2020 09:12
    Highlight Highlight Die UBS

    Eine der mit Abstand verlogensten Firmen der Schweizer Bankengeschichte

    Wobei es zum Merkmal einer ganzen Branche verkommen ist muss mam sagen
  • Zanzibar 14.02.2020 09:00
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