Wirtschaft
Schweiz

«Dringend nötig»: Gewerkschaften fordern bis zu zwei Prozent mehr Lohn

«Dringend nötig»: Gewerkschaften fordern bis zu zwei Prozent mehr Lohn

14.09.2020, 10:00
Die Arbeitnehmenden sollen wieder mehr Geld im Portemonnaie haben. Travail.Suisse und seine Mitgliedsverbände fordern Lohnerhöhungen von mindestens zwei Prozent.
Geht es nach den Gewerkschaften, haben Schweizer Arbeitnehmer bald mehr im PortemonnaieBild: KEYSTONE

Der SGB fordert für die Lohnrunde 2020/2021 Lohnerhöhungen von bis zu 100 Franken pro Monat oder bis zu zwei Prozent in Branchen und Betrieben, wo dies wirtschaftlich möglich ist. Angesichts der mangelnden Lohnentwicklung in den letzten Jahren sei dies dringend nötig.

In den letzten Jahren hätten die Löhne trotz gutem Wirtschaftsgang stagniert. Erst 2019 habe es nach zwei schlechten Jahren wieder einen Reallohnanstieg gegeben, und zwar von rund 0.5 Prozent, schreibt der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) in einer Mitteilung zu einer Medienkonferenz vom Montag.

«Angesichts der guten Wirtschaftsentwicklung mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 5.9 Prozent (2017 bis 2019) war dies völlig ungenügend. Deshalb sind Lohnerhöhungen dringend nötig.»

Schon seit der Finanzkrise wehrten sich die Arbeitgeber mit dem Krisenargument gegen adäquate Lohnerhöhungen, kritisiert der SGB. Wie bereits damals gezeigt, sei die reale wirtschaftliche Lage besser. «Das globale Krisenargument zieht nicht. In den Branchen mit gutem Geschäftsgang braucht es substanzielle Verbesserungen.»

Konkret fordern die Verbände des SGB Lohnerhöhungen von bis zu 100 Franken pro Monat oder bis zu 2 Prozent in denjenigen Branchen und Betrieben, wo dies wirtschaftlich möglich ist. Auch in den Krisenbranchen mit Kurzarbeit sollten die Arbeitgeber den vollen 13. Monatslohn bezahlen. Und wo aktuell noch Kurzarbeit beansprucht wird, fordert der SGB die Firmen auf, die Löhne der Geringverdienenden auf 100 Prozent aufzustocken, wie das bereits verschiedene Firmen tun. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Lohn
1 / 9
Lohn
Lohn, eingangs Dorf.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Lohngleichheit zwischen Mann und Frau - Fehlanzeige!
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
12 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12
SpaceX schafft Rekord-Börsengang – was du dazu wissen willst
Die Weltraumfirma von Tech-Unternehmer Elon Musk schafft den bisher grössten Börsengang, der reichste Mensch der Welt wird damit auch zum ersten Billionär. Ab Freitag kann die Aktie gehandelt werden.
Elon Musks Weltraumfirma SpaceX schreibt Geschichte mit einem Rekord-Börsengang. Das unter anderem für seinen Satelliteninternet-Dienst Starlink bekannte Unternehmen verkaufte rund 555,6 Millionen Aktien zum Ausgabepreis von 135 Dollar – und nimmt damit 75 Milliarden Dollar ein. Am Freitag kommt die Aktie in den Handel. Beim zuvor grössten Börsengang hatte die saudi-arabische Ölfirma Aramco im Jahr 2019 gut 29 Milliarden Dollar eingenommen.
Zur Story