Schweiz
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In this Tuesday, May 19, 2020, photo, health investigator Mackenzie Bray sits in her office at the Salt Lake County Health Department in Salt Lake City. Bray normally works to track contacts for people with sexually transmitted diseases, but she was re-assigned during the coronavirus pandemic. She is now one of 130 people at this county health department assigned to track down COVID-19 cases in Utah's urban center around Salt Lake City. The investigators, many of them nurses, each juggle 30 to 40 cases that can include a total of several hundred people. (AP Photo/Rick Bowmer)

Grossraumbüro sind eine infektiöse Risikozone. Was nun? Bild: AP

Wie Corona unseren Arbeitsplatz verändert: Zehn Thesen zum Büro der Zukunft

Homeoffice werden wir auch nach Corona machen. Das verändert das Büro. Es wird zum Ort für soziale Kontakte und zur Wohlfühloase für Mitarbeiter. E-Mails werden verboten sein und Sitzungszimmer obsolet.

Raffael Schuppisser / ch media



Plexiglaswände halten auch im Büro Einzug

Das Grossraumbüro ist eine infektiöse Risikozone. Nein, man muss nicht zu den geschlossenen Einzelbüros zurückkehren. Aber die Räumlichkeiten werden angepasst. In den letzten Jahren sind die Bürotische geschrumpft. Von durchschnittlich 1.8 Meter auf 1.4. Damit ist nun Schluss.

«Der einzelne Mitarbeiter erhält wieder mehr Platz», sagt der Architekt Arjun Kaicker, der Büros für Apple gestaltet hat, in der britischen Zeitung «The Guardian». Am Boden zeigen 2-Meter-Markierungen an, wo die Zone jedes Einzelnen beginnt. Das schützt nicht nur vor Viren, sondern auch vor sexuellen Belästigungen.

Auch Plexiglaswände werden da und dort hochgezogen. Aber nicht behelfsmässige, wie wir sie an den Supermarktkassen sehen. Sie sollen zu einer hippen Atmosphäre beitragen. Der Schweizer Möbelhersteller Vitra hat eine verschiebbare Plexiglaswand präsentiert, die mit Grünpflanzen bestückt werden kann und so die Natur ins Büro bringt.

Sitzungsräume werden überflüssig

Im Homeoffice haben wir gelernt, dass virtuelle Meetings mindestens so effizient sind wie reale. Am besten gelingen sie, wenn alle über Kamera und Bildschirm daran teilnehmen ? ist bloss die Hälfte virtuell anwesend, so weiss man nicht, ob man in den Raum oder in die Röhre schauen soll. Deshalb gilt: Niemand braucht mehr dröge Sitzungszimmer. Das Interieur soll herausgerissen und der Platz anderweitig genutzt werden.

Homeoffice ist für die meisten Erwerbstätigen ein Segen: Sie lernen dazu, fühlen sich von Kollegen mitgetragen, können besser entspannen und sind dennoch engagierter und effizienter als bei der Arbeit im Büro. Das zeigte eine Befragung von 600 Probanden. (Symbolbild)

Bild: KEYSTONE

Das Büro ist eine Mischung aus Küche und Wohnzimmer

Arbeiten kann man zu Hause, an Meetings teilnehmen auch. Wozu braucht es das Büro noch? Für Barbara Josef, die mit ihrer Firma 5 to 9 andere Unternehmen in Veränderungsprozessen begleitet, erfüllt es zwei Zwecke: Einerseits ist es eine Art Heimat für Mitarbeiter, andererseits dient es der Repräsentation gegenüber Kunden und Partnern. «Es ist deshalb zugleich gemütliche Küche und stilvolles Wohnzimmer», sagt Josef.

Mitarbeiter sollen sich darin wohlfühlen wie am Küchentisch einer WG. Eine gute Kaffeemaschine reicht längst nicht mehr aus. Kochgelegenheiten, Pingpongtisch und Bücherwände gehören dazu. Für Auswärtige zeigt sich das Unternehmen an bester Lage von seiner besten Seite: Stilvolle Möbel drücken den Geist des Unternehmens aus und geben einem das Gefühl, man befände sich in einem schicken Wohnzimmer.

Der soziale Aspekt wird wichtiger

Als Microsoft Schweiz vor einigen Jahren ihre Büros komplett erneuerte, arbeiteten die Mitarbeiter drei Monate im Homeoffice. Das Unternehmen liess dazu eine Studie von der ETH erstellen: Die Produktivität der einzelnen Mitarbeiter stieg um 30 Prozent. Doch die Teamproduktivität sank nach ein paar Wochen. Deshalb ist es wichtig, dass die Teammitglieder auch ab und zu analog Kontakt haben.

Das Büro wird vom Arbeitsplatz zum Treffpunkt für Teammitglieder. Man bespricht Dinge aber nicht mehr in Sitzungszimmern – deren Interieur haben wir schon herausgerissen –, sondern beim Kochen, Joggen, Spazieren und Beachvolley-Spielen. Das ist natürlich nicht effizient. Aber: «Abschweifen ist erwünscht, so kommt man auf andere Gedanken, lernt sich anders kennen. Beides ist für die Entwicklung der Projekte und das Teambuilding positiv», sagt Barbara Josef. Das Büro der Zukunft bietet deshalb diverse Zerstreuungsmöglichkeiten, Sportplätze, Duschen und am besten einen Park.

Im Büro werden keine E-Mails beantwortet

Wer ins Büro kommt, richtet in Outlook am besten eine Abwesenheitsnotiz ein: «Ich bin heute im Büro. E-Mails werden deshalb nicht beantwortet.» E-Mails schreiben geht zu Hause effizienter. Im Büro soll man sich ganz seinen Teammitgliedern widmen und nicht von virtueller Kommunikation ablenken lassen. Der Posteingang kann im Homeoffice abgearbeitet werden.

Es gibt keine Türfallen mehr

Noch eine innenarchitektonische Anpassung: An Türfallen und Liftknöpfen bleiben Viren haften. Deshalb sollen sie ersetzt werden. Schiebetüren öffnen dank Bewegungssensoren automatisch – ganz wichtig bei Toiletten. Das Zücken eines Badge macht das Hantieren mit dem Schlüssel obsolet. Treppenhäuser werden attraktiver gestaltet, damit sie die Mitarbeiter dem Lift vorziehen – so bleiben sie vor Viren verschont und tun erst noch etwas für ihre Fitness.

Wer dennoch den Lift nehmen will oder muss, der soll ihn mit Sprachsteuerung oder Gesten bedienen können. «Wir denken darüber nach, wie man Lifte berührungslos bedienen könnte», sagt Janet Pogue McLaurin von der Architekturfirma Gensler gegenüber dem US-TV-Sender CNBC.

Auch die Oberflächen werden sich verändern. «Metall, Leder, Kunstleder, Plastik und alles, was leicht zu reinigen ist, gewinnt an Relevanz», schreibt das Möbelunternehmen Vitra in einer Studie zur Einrichtung in Corona-Zeiten.

Coworking-Spaces werden boomen

In den letzten zwei Monaten haben wir gemerkt: Es ist nicht nötig, jeden Tag ins Büro zu pendeln. Allerdings fühlt es sich zu Hause zeitweise eng an, manchmal fällt einem sogar die Decke auf den Kopf. Die Lösung heisst Coworking-Space. In solchen Gemeinschaftsbüros kann man sich temporär einen Arbeitsplatz mieten und in einer inspirierenden Atmosphäre (und mit gutem Kaffee) arbeiten. «Firmen sollten ihren Mitarbeitern ein Coworking-Space-Abo finanzieren», sagt Barbara Josef. So kommen sie in Kontakt mit spannenden Menschen ausserhalb des Unternehmens, was letztlich der Firma zugutekommt.

ZUM ZUERCHER IMPACT HUB COWORKING SPACE STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- People work at the coworking space Impact Hub Zuerich Viadukt in Zurich, Switzerland, on April 11, 2019. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Freelancer werden wichtiger

Videotelefonie, Chatkommunikation und Cloud-Dienste machen es möglich: Man muss nicht vor Ort sein, um zusammenzuarbeiten. Das heisst aber auch, dass man gar nicht alle Arbeitskräfte fest anstellen muss, sondern sie je nach Projekt als freie Mitarbeiter hinzuziehen kann – und zwar von überall her auf der Welt.

Das Modell der Freelancer erhält Auftrieb. Im Umkehrschluss bedeutet das: Eine feste Arbeitsstelle zu haben, wird schwieriger. Wer nicht performt, wird möglicherweise ausrangiert.

Das Büro der Zukunft verändert das Stadtbild

Wenn mehr Mitarbeiter im Homeoffice sind, braucht eine Firma weniger Arbeitsfläche. Desk-Sharing, das Teilen von Arbeitsplätzen, wird zum Standard. Recherchen zeigen: Ein innovatives Unternehmen braucht heute für 100 Mitarbeiter noch rund 60 Arbeitsplätze.

Der Trend dürfte sich weiter akzentuieren. Das Sparpotenzial werden die Manager rasch erkennen. Eine zentrale Location in der Innenstadt ist zwar nach wie vor en vogue (siehe These 3). Aber man kann Stockwerke untervermieten oder verkaufen.

Stefan Breit, Zukunftsforscher beim Gottlieb Duttweiler Institut, formuliert es so: «Es ist wie beim Konsum: Online-Shopping führt zum Lädelisterben, Homeoffice führt zum Bürosterben. Die frei werdenden Flächen können für andere Funktionen verwendet werden.»

Das Finden der Work-Life-Balance wird noch schwerer

Wenn wir zu Hause arbeiten und für die sozialen Kontakte ins Büro gehen, so heisst das, dass es noch schwerer wird, unsere Work-Life-Balance zu finden. Die Arbeit endet nicht, wenn wir das Büro verlassen. Im Gegenteil: Dort steht vermehrt der Spass im Vordergrund.

Stattdessen wird zu Hause konzentriert gearbeitet. Die Zeit lässt sich frei einteilen. Für den Einzelnen ist es deshalb zentral, nicht nur täglich den Arbeitsspeicher des Rechners, sondern auch des Hirns zu leeren und auf Feierabend zu polen. Das rasche Switchen zwischen Freizeit und Arbeit wird noch mehr zur Herausforderung.

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35
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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mightyshizzle 23.05.2020 15:07
    Highlight Highlight Dass das Finden der Work-Lifebalance mit Homeoffice schwerer wird, stimmt zumindest für mich nicht.

    1. Ich kann länger schlafen
    2. Tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden wobei man mindestens während 09:00 - 16:00 anwesend/online sein muss.
    2. Ich habe trotz gleichem Arbeitsvolumen weniger stress.
    3. Seit ich im HomeOffice arbeite, habe ich mich nicht einmal krank gefühlt. Nicht mal den Hauch einer Erkältung.
    4. Keine Mitarbeiter welche einen ablenken
    5. Die Arbeitsraumgestaltung ist frei wählbar
    6. Während Pause mache ich ein Homeworkout
    7. Gesündere Ernährung
    8. Ich fühle mich freier
  • Gsnosn. 23.05.2020 14:35
    Highlight Highlight Bei Homeoffice muss der Lohn steigen, zum einen muss der Mitarbeiter Internet etc. organisieren und der Arbeitgeber hat geringere Auslagen z.B. Büro. Homeoffice auf Kosten des Arbeitnehmers, NEIN!
    • Booker 24.05.2020 08:25
      Highlight Highlight Bei Homeoffice muss der Lohn sinken, keine Kosten für Auto, öV Abo und der Arbeitsweg als Zeitverlust.
  • who cares? 23.05.2020 13:35
    Highlight Highlight Wer meint, man könne einfach tageweise Emails unbeantwortet lassen, hat wahrscheinlich noch nie in einem Büro gearbeitet. Oder hat ein Tubeli- oder Schoggijob.
  • Shin Kami 23.05.2020 12:42
    Highlight Highlight Ich bin immer wieder überrascht das Leute denken dieses Virus wird etwas ändern. Der Mensch hat ein super Kurzzeitgedächtnis aber langfristig bleibt da nicht viel hängen...
  • Frances Ryder 23.05.2020 12:35
    Highlight Highlight Das Büro ist nicht primär Heimat und Representation. Es ist primär da für micro-management, um denn Leuten dauernd über die Schulter schauen, ob sie denn auch wirklich arbeiten. Erkennt man ja nur schon daran, dass die Chefs immer den Platz nehmen, wo sie allen auf die Bildschirme sehen und ihnen keiner drauf sieht.
  • My Senf 23.05.2020 12:26
    Highlight Highlight z.T. Werden Erinnerungen an back to the Future wach
    Ungefähr 5% der Zukunftsvisionen des Films sind eingetroffen 😂
  • Oh Dae-su 23.05.2020 11:14
    Highlight Highlight "Am Boden zeigen 2-Meter-Markierungen an, wo die Zone jedes Einzelnen beginnt. Das schützt nicht nur vor Viren, sondern auch vor sexuellen Belästigungen."

    Wenn es eine Markierung am Boden braucht, um die Angestellten von sexueller Belästigung abzuhalten, dann sollte man sich vielleicht Gedanken machen, ob man wirklich die richtigen Angestellten hat...
  • HerrCoolS. 23.05.2020 10:46
    Highlight Highlight Es gibt sicher Aspekte, die interessant sind. Jedoch kann es dazu führen dass Mitarbeiter auf Abruf zur verfügung stehen müssten - ein Trend zu Freelancing würde dies noch verstärken da der Mitarbeiter (wenn man es dann noch so nennen kann) ja abhängig vom Einsatz ist. Aber für Unternehmen wäre das ja super - dann müssten diese weniger Risiko tragen und in Krisenzeiten niemanden entlassen. Wollen wir wirklich dahin?
  • fidget 23.05.2020 10:44
    Highlight Highlight Un ehrlich zu sein, ich will gar kein HomeOffice. Erstens bräuchte man zuhause einen geeigneten Arbeitsplatz. Das heisst Schriebtisch mit bequemem Stuhl in einem eigenen Raum. Am Küchentisch ist das nichts. Und dann kommt noch hinzu, dass es keine klare Abgrenzung mehr zwischen Privatleben und Arbeit gibt. Ich habe Feierabend, ab dem Moment, in dem ich meine Bürotür im Geschäft abschliesse. Im Homeoffice ist das einfach nicht möglich, jedenfalls nicht so klar.
    • Terraner 23.05.2020 11:23
      Highlight Highlight Wenn man aber zuhause sowieso ein Zimmer als privates Büro eingerichtet hat, ist Homeoffice Super. Den Nachteil mit dem trennen zwischen Arbeit und Privat kann man auch genau umgekehrt sehen. Mal am Tag etwas privates erledigen und dafür am Abend ein paar Mails beantworten, ist für mich ein Gewinn an Flexibilität. Der grösste Nachteil am Homeoffice ist für mich aber der fehlende soziale Kontakt zum Team. Videokonferenzen können das zwischenmenschliche Gespräch im Büro im Gang oder bei der Kaffeepause nicht ersetzen.
    • Madison Pierce 23.05.2020 11:40
      Highlight Highlight Einen guten Arbeitsplatz braucht man natürlich. Aber ich finde Abgrenzung nicht nötig, sondern Balance. Ich arbeite schon einige Jahre flexibel und möchte es nicht mehr missen.

      Beim Kaffee am Nachmittag länger mit dem Nachbarn plaudern, tagsüber einkaufen gehen, das schöne Wetter nutzen und dafür abends länger arbeiten oder mal an einem verregneten Samstag, all das sind tolle Sachen.

      Aber nur, und das ist ganz wichtig, wenn es selbstbestimmt geschieht. Wenn der Chef erwartet, dass man immer um 21 Uhr E-Mails beantwortet, ist es ein Zwang und macht auf Dauer krank.
    • Merida 23.05.2020 12:00
      Highlight Highlight Schön, wenn du einen Job hast, der an der Bürotüre endet. Ist leider nicht jedem gegeben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phrosch 23.05.2020 10:26
    Highlight Highlight Sitzungszimmer werden nicht verschwinden. Bei jeder virtuellen Sitzung höre ich, wie sich viele freuen, wenn man endlich wieder gemeinsam in einem Raum sein kann. Jemand hat es schön auf den Punkt gebracht: virtuelle Sitzungen sind sehr anstrengend weil sehr schnell. Man nimmt die non-verbalen Signale nicht wahr, die Fragen, die im Raum hängen, das versteckte Gähnen oder auf dem Stuhl rumrutschen, die das Tempo im realen Leben auch mal drosseln.
    • Merida 23.05.2020 12:01
      Highlight Highlight Dafür kann man nach der virtuellen Sitzung ins Büro kommen und zusammen Ping-Pong Rundlauf spielen?! 😉
  • Rémy Zenger 23.05.2020 10:13
    Highlight Highlight Manchmal habe ich das Gefühl dass Bürogummis etwas bescheidener sein dürften.
    Wenn die gute Kaffemaschine am Arbeitsplatz nicht mehr auszureichen scheint einfach mal im Winter auf einem Baustellen Toi-toi die Notdurft verrichten. Und die Kaffeemaschine erstrahlt in neuem Glanz. ;)
    • Booker 24.05.2020 08:27
      Highlight Highlight Genau Rémy - es gibt jene die Homeoffice gemacht hatten die letzten Wochen und solche, die gearbeitet hatten.
  • fant 23.05.2020 10:10
    Highlight Highlight Selten so viel nonsense in einem Artikel gelesen. Klar, Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen... aber:

    * 'dass virtuelle Meetings mindestens so effizient sind wie reale.' Das ist aus meiner Sicht reiner Zweckoptimismus. An einer Video-Konferenz ist es zB viel schwieriger, alle 'mitzunehmen' und niemanden 'abzuhängen'.

    * 'Keine Mails im Büro beantworten' Normalerweise sollten Mails innert 24h (Arbeitstage) beantwortet werden. Man soll also ins Büro kommen um sich sozial auszutauschen aber interne und externe Anfragen dafür liegen lassen.

    Professionell?
  • Exilglarner 23.05.2020 09:56
    Highlight Highlight ich bin in der glücklichen lage, dass sich bei meiner arbeit nicht viel ändert - kein homeoffice, keine trennwände, keine videokonferenzen usw lediglich ein bisschen mehr abstand zu mitarbeitern und kunden...
  • NiemandmagKlugscheisser 23.05.2020 09:21
    Highlight Highlight Ein weiterer Faktor beim Home office ist, dass der Arbeitnehmer die Büromiete zahlt.
  • paule 23.05.2020 09:12
    Highlight Highlight Nicht jeder hat ein geeignetes Büro zu Hause und hält es neben den Kindern aus. Automatisieren wir zu viele Sachen wie Türen und anderes mehr, braucht es einen Strom Blackout und wir sind am Anschlag, das ist dann auch nicht mehr lustig und genau so möglich wie ein weiterer Virus. Daran sollten wir auch denken.
  • Tommy Holiday 23.05.2020 09:09
    Highlight Highlight 2-meter markierungen schützen auch vor sexueller belästigung
    Benutzer Bildabspielen
  • Waseli 23.05.2020 08:49
    Highlight Highlight Möglich dass es einen gewissen Trend gibt.
    Das Sitzungszimmer sehe ich aber bei uns nicht verschwinden. Einerseits bietet es eine Privatsphäre mit Kunden, anderseits grosse Tische die geeignet für das auslegen von grossen Plänen und vielen Dokumenten sind.
    Weiter können nicht alle Bürojobs in Homeoffice verschoben werden. Bestimmte Arbeiten und auch Jobs erfordern einen stehten engen Kontakt mit dem Team, welches nicht einfach so über Bildschirme gelöst werden kann.
  • 97ProzentVonCH68000 23.05.2020 08:08
    Highlight Highlight Türfallen verschwinden? Ist hier jemand noch immer im realitätsfremden Panikmodus? Den Rest des Lebens in Isolation? Carpe diem...
    PS: Hauptveränderung für viele aufgrund der Corona-Massnahmen (nicht Corona): sie werden lange gar keinen Arbeitsplatz mehr haben.
  • Nekomana 23.05.2020 07:48
    Highlight Highlight Klingt ganz nett, wird aber mit sicherheit in den meisten Büros nicht der Fall sein. Home Office wird nach Corona bei manchen sicherlich noch ein Thema sein. Bei Kontrollfreaks wird dies aber eher abgeschafft, da sie jetzt gemerkt haben, dass sie nicht kontrollieren können. Mails im Büro nicht zu beantworten, stelle ich mir etwas schwierig vor... Gehört zu meinem Job, ohne Mails kann ich gleich zu Hause bleiben und mich mit Freunden treffen.
    Grössere Tische wird es bei uns mit sicherheit nicht geben. Es gab gerade vor 2 Monaten kleinere Tische.
  • Firefly 23.05.2020 07:38
    Highlight Highlight "Wer nicht performt, wird möglicherweise ausrangiert."

    Hoffe das gilt auch ab Manager Stuffe... dann endlich einmal. Die meisten Projekte scheitern an fehlender Planung und überissenen Ansprüchen.
    • Der Rückbauer 23.05.2020 08:14
      Highlight Highlight Nur die Zeiten ändern sich, die Menschen nicht. Die Hackordnung ist nicht zeitlich, sondern menschlich und männlich.
      Ausser bei reinen Frauenregimes (hypothetisch): Dort gilt nicht der Haifischteich, sondern der Krebskorb; wenn eine Krebsin höher hinaus will, wird sie sofort hinunter auf das allgemeine Niveau gezogen. Jeder Krebsin einen Trabi wie in der DDR.
      Im Haifischbecken herrscht dagegen Hierarchie, Unterwerfung, Repression. Im Krebskorb dagegen Kompliziertheit, Ineffizienz und Puff.
      Was wollen wir?
      Homeoffice = Krebskorb
      Fabrik = Haifischbecken
    • wurzelpanzer 23.05.2020 09:12
      Highlight Highlight Und hoffentlich im Marketing!
    • Sarkasmusdetektor 23.05.2020 10:46
      Highlight Highlight Träum weiter. Das gilt selbstverständlich nur für Lohnsklaven.
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