Schweiz
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Meyer an SP-Spitze und Verfahren zur Feststellung von Pädophilie – die Sonntagspresse



Meyer und Wermuth werden zur heissen Option für die Levrat-Nachfolge

Mattea Meyer, SP-ZH, spricht zur Grossen Kammer an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 28. November 2018 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Mattea Meyer hat Aussicht auf die SP-Spitze. Bild: KEYSTONE

Die Zeichen verdichten sich, dass Mattea Meyer und Cédric Wermuth in der SP Nachfolger von Parteichef Christian Levrat werden wollen – und zwar in einem Co-Präsidium. Mehrere Mitglieder der SP-Bundeshausfraktion sagen auf Anfrage der SonntagsZeitung, dass sie davon ausgingen, dass die zwei antreten werden. Damit zitieren lassen will sich niemand. Die einen wollen die Kandidatur nicht gefährden, andere wiederum sich nicht als Skeptiker outen. Tatsächlich signalisiert Wermuth jetzt erstmals vage Interesse am Präsidium, nachdem er bisher nichts sagen wollte: «Es ist eine Ehre, dass man mir das zutraut.» Die SP eröffne das Bewerbungsverfahren am 11. Dezember. «Wir führen verschiedene Gespräche, aber bis dahin werde ich mich öffentlich nicht weiter äussern.» Eine Absage tönt anders. Meyer verweist ebenfalls auf die internen Gespräche. «Die Zeit dazu nehmen wir uns.» Das Präsidium sei ein «interessantes Amt». Generell sei sie offen für zukunftsweisende Modelle wie Job-Sharing oder Co-Präsidien.

SP-Chef Levrat plädiert für die Wahl von Rytz in den Bundesrat

SP-Chef Christian Levrat hat die CVP in einem Interview zur Wahl der Grünen Regula Rytz in den Bundesrat aufgerufen. Levrat warnte, dass die Wahl von Rytz anstelle von Ignazio Cassis (FDP) für die Christlichdemokraten die «einzige Überlebenschance im Bundesrat» sei. Die CVP hatte letzte Woche erklärt, dass sie die Grüne Regula Rytz bei den Gesamterneuerungswahlen für den Bundesrat am 11. Dezember nicht unterstützen werde. Diese Strategie sei «politischer Selbstmord», sagte Levrat der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche». In Anbetracht der Tatsache, dass die Stabilität der Zauberformel Vorrang vor allem habe, wie von der CVP und der SVP stets argumentiert werde, werde die CVP 2023 ihren einzigen Sitz verlieren, sagte Levrat. Dies weil die Grünen bei der Wählerstärke erneut besser abschneiden würden. «Ich will, dass diese Partei im Bundesrat bleibt», sagte Levrat, «aber die CVP muss eine klare Einschätzung der Situation vornehmen.» Für den SP-Präsidenten gibt es «keinen Grund zu warten», um die Grünen in die Regierung zu bringen. Letztere seien heute die viertstärkste Partei. «Ich verstehe nicht, warum die SVP und die FDP eine Mehrheit im Bundesrat behalten sollten, die sie nicht mehr im Parlament haben.» (sda)

Rückfällige Täter: Uniprofessor misst Hirnströme von Pädophilen

Ein Basler Psychiater hat ein Verfahren entwickelt, mit dem er mit grosser Sicherheit feststellen kann, ob jemand pädophil ist. «Wir messen Hirnströme von Personen, insbesondere die Veränderungen der Hirnströme, wenn die Personen Reizen ausgesetzt sind», sagt Marc Graf, Basler Professor für forensische Psychiatrie, im Interview mit der «NZZ am Sonntag». Unter anderem zeige man Probanden Bild-Sequenzen, in welche Kürzest-Sequenzen mit pädoerotischen Stimuli eingestreut seien. Diese führten bei Pädophilen zu spezifischen Mess-Ausschlägen. «Allein aufgrund dieser Messungen lassen sich mit 80 bis 90 Prozent Sicherheit Aussagen darüber machen, ob die untersuchten Personen pädosexuelle Neigungen haben oder nicht», sagt Graf in der «NZZ am Sonntag». Diese Erkenntnisse könnten auch für Diagnosen und Prognosen von pädosexuellen Tätern hilfreich sein. Die Gefährlichkeits- und Rückfallprognosen von forensischen Psychiatern werden in der Justiz immer wichtiger. Sie sind unter anderem zentral bei der Frage, ob Häftlinge aus kleinen Verwahrungen entlassen werden. Diese Massnahme war vor zwölf Jahren eingeführt worden. Jetzt zeigt sich, dass die Gerichte sie seither zu Hunderten angeordnet haben. Zwischen 2007 und 2018 sprachen sie die Massnahme 1373 Mal aus. Das führte dazu, dass in den Schweizer Gefängnissen immer mehr Täter therapiert werden. Letztes Jahr lag die entsprechende Zahl bei 583. Das ist ein Höchststand. Zahlreiche Anwälte und Psychiater kritisieren den Vollzug der kleinen Verwahrung. «Es ist unbestritten, dass Entlassungen von Straftätern aus therapeutischen Massnahmen schwieriger geworden sind», sagt Elmar Habermeyer, Direktor der Klinik für forensische Psychiatrie in Zürich in der «NZZ am Sonntag».

Je reicher die Gemeinde, desto mehr SUV

This photo provided by Porsche shows the 2019 Porsche Cayenne that was shown at the 2017 Frankfurt auto show. Fully redesigned for the 2019 model year, the new Cayenne features a lighter chassis, more powerful engines and a revised interior. (Courtesy of Porsche Cars North America Inc. via AP)

Der Porsche Cayenne – ein beliebtes Fortbewegungsmittel der oberen Klasse. Bild: AP/Porsche Cars North America Inc.

Fast jedes fünfte in der Schweiz registrierte Auto ist mittlerweile ein sogenanntes Sport Utility Vehicle (SUV). Gefahren werden die Offroader primär in den Alpen- und Voralpen-Gemeinden. Die besonders teuren und bulligen Modelle jedoch sind vor allem in den reichen Gemeinden am Genfer-, Zuger- und Zürichsee zu finden oder aber den in mondänen Tourismus-Regionen rund um St.Moritz GR und Gstaad BE, wie eine Datenanalyse der «SonntagsZeitung» zeigt. Damit wird das lange gehegte Vorurteil bestätigt, dass Offroader nicht unbedingt in Gegenden gefahren werden, wo sie auch benötigt würden. Berücksichtigt wurden für die Auswertung insgesamt 4,6 Millionen Personenwagen der Fahrzeugdatenbank des Bundesamts für Strassen (Astra) – davon sind 850’000 der Kategorie SUV zuzuordnen. Basis für die Analyse bildete eine Liste mit den über 100 häufigsten SUV-Modellen des deutschen Kraftfahrt-Bundesamts – dies, weil die Schweiz keine offiziellen Kriterien kennt, was einen SUV ausmacht. Die Auswertung zeigt ebenfalls, dass das Vorurteil nicht unbedingt stimmen muss, dass vor allem Frauen SUV fahren. Die Halterdaten legen dar, dass sich deutlich mehr Männer als Besitzer für Offroader registrieren. Berücksichtigt man nur die luxuriösen SUV, ist die Männerquote noch grösser.

SBB-Sparbillette: Viele Passagiere sind benachteiligt

Der Fixpreis beim Bahnfahren ist passé: Die SBB fluten derzeit den Markt mit Sparbilletten. Je nach Strecke gibt es für bis zu 97 Prozent der Verbindungen ein Sparticket. Das zeigt eine Datenanalyse der SonntagsZeitung. Doch nicht überall profitieren die Reisenden gleichermassen von der Rabattschlacht im öffentlichen Verkehr. Der Hauptgrund: Für Fahrten innerhalb eines Tarifverbundes werden keine Rabatte gewährt. Im Kanton Zürich und der Ostschweiz etwa, wo die grossen Verbünde Z-Pass und Ostwind die Tariflandschaft prägen, sind Sparangebote Mangelware. So bezahlt man für Fahrt von Zürich nach Winterthur, Wil, Schaffhausen oder Glarus stets den Normalpreis. In der Westschweiz hingegen – und insbesondere in verbundlosen Gebieten wie dem Wallis – gibt es Sparbillette à discrétion. Ungleich behandelt werden selbst Passagiere innerhalb des gleichen Kantons: Auf der Strecke Bern-Thun gibt es Sparbillette, auf der ungefähr gleich langen Strecke Bern-Biel keine. Es sei unbefriedigend, dass nicht alle Reisenden von den Rabatten profitierten, sagt Beat Niederhauser, der Stellvertreter des Preisüberwachers. «Es zeigt sich immer mehr, dass das Instrument der Sparangebote an seine Grenzen stösst.» Er fordert die Tarifverbünde zum Handeln auf. Sie müssten Sparbillette für Fernverkehrsverbindungen innerhalb des eigenen Gebiets zulassen. Und: Mittelfristig müssten die Tarife allgemein gesenkt werden. Die SBB wollen das Sparticket-Angebot weiter ausbauen: Ab dem nächsten Jahr können Besitzer eines Zweitklass-Generalabos zum Rabattpreis in die erste Klasse wechseln. Und ab Ende Jahr werden Sparbillette für Gruppen angeboten.

Schweizer Firmen in Kohleschmuggel von prorussischen Separatisten verwickelt

Aus dem von prorussischen Separatisten besetzten Donbass-Gebiet wird Kohle in grossem Stil in die EU geschmuggelt. Wie die SonntagsZeitung schreibt, wird der Rohstoff dabei als russische Kohle fälschlich deklariert und gelangt über mehrere neu gegründete Handelsfirmen über Weissrussland und von dort nach Polen, Tschechien, Rumänien, Belgien, Deutschland oder in die Türkei. Der Gewinn dient der Finanzierung der prorussischen Paramilitärs und Oligarchen im Donbass. Nun hat die ukrainische Justiz ein Strafverfahren eröffnet. Sie nennt in ihren Unterlagen vier Firmen, die ihren Sitz in der Schweiz haben oder deren Besitzer Schweizer sind. Sie sind nicht direkt Beschuldigte. Aber die Schweizer sollen ukrainischen Firmen geholfen haben, das schwarze Gold in die Ukraine und in EU-Staaten zu exportieren.

Schweizer Firmen schaffen mehr Steuertransparenz

Immer mehr Schweizer Firmen gewähren Einblick in ihre Steuerzahlungen. Das zeigt eine neue Studie des Beratungsunternehmens PwC. Sie untersucht die 50 grössten Firmen aus 10 Branchen in der Schweiz. Während 2018 erst 24 Prozent zusätzliche Informationen zu Steuerzahlungen und Steuerstrategie geliefert hätten, seien es 2019 bereits über ein Drittel, sagt Christian Ulbrich, Steuerexperte bei PwC. Dieser Trend dürfte sich verstärken: Eine entsprechende Entwicklung zu mehr Transparenz beobachtet auch Martin Hess, Leiter des Steuerbereichs beim Verband Swissholdings. «Die Zurückhaltung bei den Unternehmen ist zwar noch gross. Aber angesichts der jüngsten internationalen Steuerentwicklung, getrieben von der G-20, wird die Steuertransparenz zunehmen.» Deshalb seien die Firmen, die bereits Steuern in vielen Märkten zahlten, eher bereit, dies offenzulegen. Denn: «Wer Einblick gewährt, hofft, sich bei den Reformvorschlägen einbringen zu können», sagt Ulbrich von PwC. Die OECD, welche die Steuerreform erarbeitet, hat soeben ihre Vernehmlassung beendet. Im Januar soll die Grundarchitektur der Reform vorliegen.

Frauen fürchten die Digitalisierung der Arbeit stärker als Männer

Bild

Digitalisierung in der Arbeitswelt: Gemäss neuer Umfrage sowohl Gefahr als auch Chancen in den Augen der Arbeitnehmer. bild: shutterstock

Diese Woche präsentierte die Stiftung Risiko-Dialog erstmals ihren «Digitalbarometer». Dazu untersuchte sie in einer repräsentativen Befragung unter 1762 Personen, wie die Schweizer Bevölkerung die Digitalisierung wahrnimmt und beurteilt. Das Ergebnis: Etwa die Hälfte der befragten Personen verbinden mit der Automatisierung von Arbeitsprozessen gleichermassen Chancen und Gefahren. Aufschlussreich sind die Unterschiede nach Geschlechtern: Frauen sehen sehr viel öfter nur oder eher Gefahren in der Digitalisierung der Arbeitswelt. Männer sind hier deutlich zuversichtlicher, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Grosse Unterschiede zeigen sich auch beim Bildungsniveau. Je höher der Abschluss, desto eher sehen die Befragten in der Digitalisierung Chancen. Der Anteil der Befragten, die vor allem die Gefahren betonen, ist bei den Ungelernten dreimal so hoch wie bei den Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen. Mit ihrem «Digitalbarometer» will die Stiftung Risiko-Dialog «der Bevölkerung in der Digitalisierung eine Stimme geben». Die Befragung soll in Zukunft jährlich wiederholt werden.

Atomwaffen Division: Neonazis nutzen Schweizer Technik

Die Atomwaffen Division wurde 2015 in den USA gegründet, dort zählt sie rund 100 Mitglieder. Drei von ihnen töteten seither insgesamt fünf Menschen. Seit 2018 gibt es Ableger der Atomwaffen Division in Europa. Diese Gruppe steht im Verdacht, mehrere deutsche Politiker mit dem Tod bedroht zu haben. Anfang November wurde die Neonazi-Website «Iron March» gehackt, aus der die Atomwaffen Division hervorging. IP-Adressen und Nachrichten von Mitgliedern und Sympathisanten der Atomwaffen Division sind darum jetzt öffentlich. Darunter sind auch Nutzer aus der Schweiz. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) schreibt auf Anfrage von «SonntagsBlick»: «Möglich sind vereinzelte Berührungspunkte zwischen Anhängern der Atomwaffen Division in Deutschland und der gewalttätig-rechtsextremen Szene.» Die publizierten Daten von «Iron March» zeigen auch: Neonazis bedienen sich Schweizer Infrastruktur, um verschlüsselt miteinander zu kommunizieren. So nutzen sie den Mail-Server der Firma Proton Technologies, eines am Genfer Cern gegründeten Start-ups. Auf «Iron March» werben Nutzer für den Schweizer Anbieter. «Die Mail-Plattform profitiert von Schweizer Gesetzen über die Privatsphäre und bietet End-zu-End-Verschlüsselung», schwärmt ein Neonazi und schliesst seine Produktempfehlung mit «Sieg Heil!».

Rom hebt Urteil zu Frauenfelder Mafia-Zelle auf

HANDOUT - ARCHIV - ZUR MELDUNG DASS DIE SCHWEIZ DIE VERDAECHTIGEN DER

Ein Bild aus einer Videosequenz, das die Frauenfelder ‘Ndrangheta-Zelle zeigt. Bild: CARABINIERI DI REGGIO CALABRIA

Das oberste italienische Gericht hat das Urteil gegen die Capi der Frauenfelder ‘Ndrangheta-Zelle, Antonio N. und Raffaele A., aufgehoben. Gemäss dem Urteil des Kassationshofs in Rom muss sich nun die Vorinstanz noch einmal mit dem Fall befassen. Die beiden Bosse der Schweizer Zelle waren bereits in erster Instanz zu hohen Haftstrafen verurteilt worden, die zweite erhöhte auf zwölf und 14 Jahre Gefängnis. In ihrem Urteil verzichteten die Römer Richter auf jeden Aufschub und veranlassten die sofortige Freilassung der Männer. Laut den Anwälten von N. und A. beurteilten die Richter alle vorgelegten Beweise für deren Mitgliedschaft in der Frauenfelder Mafia-Zelle als unzureichend, so der «SonntagsBlick». Die Anwälte hatten in ihrem Berufungsantrag von einer «stillen Mafia» gesprochen, einer Organisation, die keine einschüchternden oder erpresserischen Methoden anwende. Das neue Urteil könnte sich auch auf laufende Verfahren gegen weitere Mitglieder der Frauenfelder Zelle auswirken. Erst im Frühjahr wurden neun Mitglieder zu Haftstrafen zwischen zehn und 13 Jahren verurteilt.

Bündner Baukartell: Whistleblower Quadroni klagt gegen den Kanton

Mit einer Staatshaftungsklage will der ehemalige Unterengadiner Bauunternehmer Adam Quadroni juristisch gegen den Kanton Graubünden vorgehen. Diese sei in Vorbereitung, berichtet die «NZZ am Sonntag». Die Voraussetzungen dafür, dass ihm durch amtliche Tätigkeit Schaden entstand und er zudem in seiner Persönlichkeit sowie seiner körperlichen Integrität verletzt wurde, sehen Quadronis Anwälte als erfüllt an. In den in der vergangenen Woche veröffentlichten Untersuchungsberichten sehen sie sich in ihrer Meinung zusätzlich bestärkt. Im Raum stehen Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche, die Quadroni einerseits wegen der inkorrekten Polizeieinsätze geltend macht. Andererseits sei er als Bauunternehmer boykottiert worden, nachdem er sich gegen das Baukartell gewehrt hatte. Die systematische Nichtberücksichtigung habe seine Firmen ruiniert. Quadronis Anwälte wollen nicht nur den Kanton belangen, sondern auch Staatshaftungsklagen gegen mehrere Unterengadiner Gemeinden einreichen.

Lesbische Mütter finden: «Viel wichtiger als ein Vater ist Liebe»

Seit 2018 ist die Zahl von Stiefkindadoptionen sprunghaft angestiegen. Der Grund dafür: Auch gleichgeschlechtlichen Paaren steht diese Art von Adoption nun offen. Tanja (43) hat davon ebenfalls profitiert: Nach Jahren ist sie endlich auch offiziell und rechtlich die Mutter ihrer beiden Wunschkinder, die sie gemeinsam mit ihrer Partnerin Danielle (35) hat. Für die zwei Kinder Lina und Artur hat sich seither nicht viel geändert. Sie haben nach wie vor zwei Mütter, die sie über alles lieben. Einen Vater, sind die beiden Frauen überzeugt, brauchen die Kinder nicht. «Viel wichtiger ist Liebe und Zuneigung», sagen Tanja und Danielle zu «SonntagsBlick». Und: «Ich wünschte mir, dass endlich auch gleichgeschlechtliche Paare das Recht auf die gemeinsame Elternschaft ab Geburt bekommen», so Tanja. Die Gesellschaft, glauben Tanja und Danielle, ist einen Schritt weiter als das Gesetz. In ihrem Umfeld nämlich erlebten sie sehr wohlwollende Reaktionen auf ihre Familienform.

Dresden-Diamanten: Deutsche Polizei nahm Kontakt mit Schweizer Kollegen auf

25.11.2019, Sachsen, Dresden: Zwei Mitarbeiter der Spurensicherung stehen vor dem Residenzschloss mit dem Grünen Gewölbe hinter einem Absperrband. In Dresdens Schatzkammer Grünes Gewölbe ist am frühen Morgen eingebrochen worden. Der Einbruch betrifft den historischen Teil der wertvollen Sammlung. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ermittler am Tatort in Dresden. Bild: dpa-Zentralbild

Sage und schreibe 40 Ermittler der Soko «Epaulette» jagen derzeit nach den vier Tätern, die den Milliarden-Coup von Dresden durchgezogen haben. Die staatlichen Schatzjäger können aus einem vollen Arsenal schöpfen. Ihre schärfste Waffe: ein «Kopfgeld» von einer halben Million Euro für die Person, die den entscheidenden Hinweis liefert. Nur hat bisher niemand das Geld abgeholt. Die Täter sind abgetaucht. Es gibt aber mögliche Spuren. Und eine davon führt ins nahe Ausland, wie die Zeitung «Welt» aus Ermittlerkreisen erfahren haben will. Tatsächlich sind auch die Schweizer Behörden in Habachtstellung. «Wir können bestätigen, dass die deutschen Behörden Fedpol über den Diebstahl in Dresden informiert haben», so ein Sprecher der Schweizer Bundespolizei zu «SonntagsBlick». «Spezifische Aufträge» seien bisher aber noch nicht eingegangen. Falls die Schweizer den Deutschen bei der Schatzsuche helfen, soll das möglichst geheim bleiben. «Internationale Fahndungsersuchen sind vertraulich und unterstehen dem Amtsgeheimnis», so ein Sprecher des Justizdepartements. Die grösste Sorge der Ermittler: dass der Schatz in seine Einzelteile zerlegt wurde. Damit wäre er zerstört. Und kaum wiederzuerkennen.

Liechtensteiner Finanzplatz gerät erneut ins Zwielicht

Die staatliche Liechtensteinische Landesbank und die liechtensteinische Union Bank sollen Verbindungen zu umstrittenen Venezuela-Geschäften haben. Das berichtet die «SonntagsZeitung». Es geht um mutmasslich illegale Finanzströme, die über das Fürstentum geflossen sind. Gelder sollen auf verschlungenen Pfaden von Venezuela über Firmengeflechte reingewaschen und nach Vaduz gelangt sein. Die Liechtensteinische Staatsanwaltschaft und die Finanzmarktaufsicht haben Ermittlungen eingeleitet. Die Finanzmarktaufsicht katapultierte Mohammad Hans Dastmaltchi, ehemaliger Mehrheitsaktionär der Union Bank, Ende September aus dem Amt. Sie legt ihm zur Last, dass er Aktionäre in seine Bank geholt haben soll, die mit mutmasslich korrupten Geldern aus Venezuela infiziert sind. Dastmaltchi beschuldigt nun die Liechtensteinische Landesbank. In einer Beschwerde an die Finanzmarktaufsicht, aus der die «SonntagsZeitung» zitiert, greift er das Konkurrenzinstitut an. Die Bank soll gemäss Beschwerdeschrift mehrere Konten von Firmen führen, die einen Bezug zu mutmasslich illegalen Geschäften gehabt haben sollen.

Jahrhundert-Einbruch in Dresden

Präsident der SP gibt Amt ab

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84Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Turicum04 02.12.2019 22:37
    Highlight Highlight Mit Meyer und Wermuth erhoffe ich nun endlich einen radikaleren linken Einfluss bei der SP. Nur so kann sich die Partei stärken.
  • Gender Bender 01.12.2019 13:50
    Highlight Highlight Die SPS so: Und tschüss liebe Wähler wir nehmen uns gern selber aus dem Spiel und peilen die 2% Hürde an.
  • Pisti 01.12.2019 12:24
    Highlight Highlight Die ganzen Neid-Kommentare von den SUV-Hassern wieder hier, echt peinlich.
    Erfreut euch doch daran, bei Regen und Schnee mit dem E-Bike rumzukurven, in überfüllten und stinkigen Zügen in der 2. Klasse in der Schweiz herumzufahren oder mit dem Kleinstwagen und lärmenden Kinder in die Ferien zu fahren. Andere mögen es gerne etwas komfortabler.
    • mala fide 01.12.2019 13:27
      Highlight Highlight Da fährt wohl einer SUV
    • Gender Bender 01.12.2019 13:43
      Highlight Highlight Stan Smith, bist dus?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 02.12.2019 01:24
      Highlight Highlight @pisti
      Hast du immer noch nichts intelligentes beizutragen und spuhlst stur diese Platte herunter, wonach SUV-Fahrer arme Opfer wären?

      Ich verrate dir ein kleines Geheimnis: ich liebe es, einen SUV zu fahren. Am liebsten mit einem Mazda CX-5 mit einem 2,5l-Diesel. Es macht mir saumäßig Spaß. Und trotzdem sind es in der Schweiz die sinnlosesten Fahrzeuge, weil keine Sau sie wirklich braucht. Ausser um gewisse Körperteile zu kompensieren.
      Übrigens, nein, er gehört nicht mir. Ich durfte darin jedoch private Fahrstunden machen.
  • Gubbe 01.12.2019 11:04
    Highlight Highlight Ich habe meine Mühe mit den Neonazzis. Sind die nun Judenhasser, da frage ich mich 'warum', oder lieben die ihre Heimat so, dass sie alle die eine andere Heimat haben, verprügeln. Das jemand heute Hitler nachäffen möchte, nach allem was man heute über den Österreicher weiss, ist idiotisch. Auch dieser sonderbare Gruss...gegen wen wollen die den siegen?
  • Turicum04 01.12.2019 10:28
    Highlight Highlight Ich erwarte und wünsche mir von der SP eine ultralinke Politik. Nur so können wir eine ökologisch/humane/soziale Schweiz erschaffen! Eine Schweiz ohne Banken, Autos und Bonzen!
    • Gubbe 01.12.2019 11:45
      Highlight Highlight Turicum04
      Meine Güte, wo kommst du her und wo gehst du hin?
    • pamayer 01.12.2019 12:19
      Highlight Highlight Genau. Juso auf allen Kanälen.
    • Hansdamp_f 01.12.2019 14:07
      Highlight Highlight @turicum04: Kannst Du haben: zieh nach Kuba.

      Die Schweiz kommt bloss weiter mit Kompromissen und im Dialog. Die ultra Linke bietet ebenso wenig Lösungen wie ultra Rechte.
  • DaAlex 01.12.2019 10:21
    Highlight Highlight Tja, schade gibt es keine Daten zur Penislänge der Fahrzeugbesitzer, sonst könnte man vielleicht noch ein weiteres Vorurteil bestätigen? 😂
  • Vecchia 01.12.2019 10:01
    Highlight Highlight "Damit wird das lange gehegte Vorurteil bestätigt, dass Offroader nicht unbedingt in Gegenden gefahren werden, wo sie auch benötigt würden. "

    Das Wort "Offroader" ist hier falsch. Diese hochelektronischen Luxuspanzer mit ihren automatischen Sperren und vorallem deren FahrerInnen können gar nicht mehr "off the road" gehen. Auf engen Nebenstrassen sind es die tieferliegenden schmalen Göppeli, die in den Acker ausweichen, weil der entgegenkommende Status-SUV damit überfordert ist.

    (ich habe Verständnis für den beruflich oder geographisch bedingten Gebrauch von richtigen Offroadern)

  • wasylon 01.12.2019 10:01
    Highlight Highlight Meyer und Wermuth das passt zur heutigen SP. Auch ihr Lebensläufe sind beinahe geklont. Ein brotloses Studium bis 30 Jahre, dann wird man halt "persönlicher" Mitarbeiter eines Genossen. Bis es zum Berufspolitiker reicht. Noch nie waren unsere Sozis weiter entfernt von ihrer eigentlichen Klientel. Der Arbeiterschaft. Darum sind sie auch zur 16% Partei mutiert.
    • pamayer 01.12.2019 12:22
      Highlight Highlight Aber Dank diesen Leuten wird, zB das AHV Alter nicht angehoben.
      Und sie versuchen mit allen Mitteln die unsozialen Krankenkassen Prämien nicht noch höher werden lassen.
      Vielleicht tangiert dich das auch einmal.

      Vielleicht erst mal Gehirn einschalten und nachher loswettern.
    • Joe Smith 01.12.2019 12:47
      Highlight Highlight Im Gegensatz zu Vater und Tochter Blocher, die ganz nah an der Realität ihrer Klientel leben …
    • Juliet Bravo 01.12.2019 13:08
      Highlight Highlight So lange sie Politik für die Arbeiter und Angestellten machen, ist es mir so was von egal, dass sie ein Studium gemacht haben. Es kann auch von Vorteil sein.
      Gute Löhne, gute Renten, tiefe Krankenkassenprämien, bezahlbare Mieten - das ist doch Politik für weniger begüterten, oder etwa nicht??
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 01.12.2019 09:20
    Highlight Highlight Fast jedes fünfte in der Schweiz registrierte Auto ist mittlerweile ein sogenanntes Sport Utility Vehicle (SUV).

    Die besonders bulligen Modelle jedoch sind vor allem in den reichen Gemeinden am Genfer-, Zuger- und Zürichsee zu finden..

    Es ist nun mal eine Status - Karre. Punkt. Schluss. Hey, schaut her, ich habe es geschafft.

    Keinesfalls kaufen die Reichen einen SUV, wegen der Sicherheit, nein, sie wollen so einen geilen FBI - Schlitten, um sich vom Pöbel abzugrenzen..

    ..und trotzdem stehen sie allmorgendlich in ihren SUV - Kolonnen Richtung Zürich.
    • pamayer 01.12.2019 12:25
      Highlight Highlight Es bräuchte in jede schweizer Grossstatadt eine extra Spur für SUVs.
      Dann könnten alle Normalos zügig zur Arbeit kommen.
  • rodolofo 01.12.2019 09:06
    Highlight Highlight Eigentlich folgerichtig, was Levrat da sagt.
    Das Praktikum von Cassis kann nicht ewig dauern, und für eine Festanstellung im Bundesrat müsste er zuerst noch mehr praktische Erfahrungen im Kongo sammeln.
    • Ueli der Knecht 01.12.2019 11:48
      Highlight Highlight Die Kongolesen sind keine Versuchskaninchen oder Übungsmaterial für mieserabel ausgebildete Möchtegern-Bundesräte.

      Besser wir schicken Ignazio auf den Mond.
    • pamayer 01.12.2019 12:25
      Highlight Highlight Genau.
    • rodolofo 01.12.2019 19:00
      Highlight Highlight @ Ueli der Knecht
      Ja, da hast Du natürlich recht!
      Wir können nicht immer nur unseren Schrott nach Afrika schicken, sonst machen die das mit uns auch irgendwann mal.
  • N. Y. P. 01.12.2019 08:59
    Highlight Highlight Co - Präsidien find ich sehr suboptimal.

    Wirkt, als wissen die Genossen selber nicht, was sie wollen.

    Desweitern kann Gesagtes nie deckungsgleich sein.

    Eine charismatische, kompetente Führungsfigur mit einer klaren Vision finde ich optimaler, als 2 Führungskräfte, die das operative Tagesgeschäft zu verkaufen versuchen..
    • sowhat 01.12.2019 13:13
      Highlight Highlight Co Präsidium hat den Vorteil, dass Aufgaben aufgeteilt werden können. IdR sind die so vielfältig, dass ein Mensch allein das gar nicht mehr schaffen kann. Ausserdem gibt es die Möglichkeit sich auszutauschen. Ich glaube sogar, dass CoPräsidien eher die Zukunft sind als Einzelne.
    • N. Y. P. 01.12.2019 14:19
      Highlight Highlight @sowhat

      Aus Sicht des Präsidenten/Präsidentin hast du recht.
  • wolge 01.12.2019 08:48
    Highlight Highlight Wie schwach muss der Charakter eines Menschen doch sein, wenn er durch Konsum und Statussymbolen zeigen muss „wer er ist“...
    • Gubbe 01.12.2019 10:55
      Highlight Highlight @wolge
      Was für eine schwache Aussage. Ich fahre auch ein sitzerhöhtes Auto. Ich muss nicht zeigen, dass ich wer bin, weil ich wer bin. Solltest du ein 10-jähriges Auto fahren, stösst das mehr schädliche Gase aus, als ein modernes SUV, und braucht auch mehr Treibstoff. Hättest du lieber dröhnende Autos mit breiten Reifen?
    • Krise 01.12.2019 11:04
      Highlight Highlight Würden die Menschen aufhören, Leute mit Statussymbolem besser zu behandeln, wäre evt ein besseres Leben für alle möglich.
    • Raphael Stein 01.12.2019 11:17
      Highlight Highlight Sehr schwach, aber warum fragst du, macht es dich glücklich, zu fragen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas G. 01.12.2019 08:39
    Highlight Highlight Hirnströme messen? So ein BS. Precogs lassen grüssen.
    • ConcernedCitizen 01.12.2019 09:21
      Highlight Highlight Einverstanden. Glaube auch nicht, das die Neigung als solche wegtrainiert werden kann. Wichtig ist, dass die Person ihre Neigung nicht auslebt und damit Kinder missbraucht.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 01.12.2019 12:16
      Highlight Highlight Nein, gewisse sexuelle Neigungen sind einfach angeboren.
      Aber bei Kinderschändern gibt es Unterschiede.
      Es gibt Sadisten, denen es nur ums Quälen geht. Und Kinder sind leichte Beute.
      Dann gibt es solche, die aus irgendwelchen Gründen vom Opfer zum Täter werden.
      Und dann gibt es eben effektiv Pädophile, bei denen die Neigung angeboren ist.
      In Schutz nehmen will ich niemanden. Es ist einfach eine furztrockene Auflistung.
      Aber es benötigt wirklich ein gut ausgebauten Angebot für Pädophile, welche sich in Therapie begeben wollen, um nicht Täter zu werden.
    • Ueli der Knecht 01.12.2019 14:22
      Highlight Highlight "Aber bei Kinderschändern gibt es Unterschiede. Es gibt Sadisten, denen es nur ums Quälen geht. Und Kinder sind leichte Beute."

      Die Sadisten sind meistens gar nicht pädophil, bzw. pädosexuell. Den Sadisten bereitet der blosse Machtmissbrauch sexuelle Lust. Viele leben das aus, wo immer sie können, zB. auch in Chef-Positionen gegenüber ihren Untergebenen.

      In diesem Sinne wage ich gar die These, dass die meisten Kinder gar nicht von Pädophilen (sondern von Sadisten) missbraucht werden.

      Die Verteufelung der Pädophilie hilft den Betroffenen vermutlich nicht, sich Hilfe zu suchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Krise 01.12.2019 08:31
    Highlight Highlight Ich sage es immer und immer wieder: die Sparbillete sind Müll weil sie nur online über die App gelöst werden können und damit gar nicht für alle zugänglich sind.
    • Andi Weibel 01.12.2019 10:51
      Highlight Highlight Man braucht keine App, um Sparbillete zu lösen, man kann sie auch auf der Website kaufen.
    • reactor 01.12.2019 11:48
      Highlight Highlight Also ich kaufe mal so, mal so, auch am Schalter. Nein kein Müll, habe schon viel Geld gespart. Meine günstigste Reise nach Berlin, 30 Franken (ein Weg).
  • Schneider Alex 01.12.2019 07:07
    Highlight Highlight Wermuth stand noch nie in einem fordernden Berufsleben. Sein Politwissen stammt aus Büchern. Dieses kann in Diskussionen schnell und auf Knopfdruck abgerufen werden. Der Wahlkampf ist eine gute Gelegenheit, die Theorien des Berufsrevolutionärs auf ihren Gehalt abzuklopfen. Diese haben durchaus Gehalt. Es gibt aber Punkte in seinem System, die ich nicht nachvollziehen kann: 1. Sein uneingeschränkter Internationalismus und 2. Sein Glaube, dass der Kapitalismus nicht gezähmt werden kann.

    • FrancoL 01.12.2019 09:39
      Highlight Highlight Punkt 1, verstehen Sie nicht, weil Sie wohl dessen Hintergrund nicht genügend beachten, was sich in Ihrer Wortwahl zeigt:"Internationalismus".

      Punkt 2, Da geht es weniger ums GLAUBEN, sondern um das einfache Zusammenzählen der Fakten und das Betrachten der Bemühungen in den letzten 30-40 Jahren.
    • Sandro Lightwood 01.12.2019 09:59
      Highlight Highlight Naja, wenigstens hat er Bücher gelesen.
    • Spooky 01.12.2019 11:12
      Highlight Highlight "Wermuth stand noch nie
      in einem fordernden Berufsleben."

      Das ist ein Vorteil. Arbeiten schadet dem Intellekt.

      Und Lenin war ein Adliger, übrigens.

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