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Wohnen in der Schweiz: Jede sechste Person gibt zu viel Geld aus

Befragung zeigt: Jede sechste Person gibt in der Schweiz zu viel Geld fürs Wohnen aus

22.10.2026, 00:3022.10.2026, 08:09

Jede sechste Person in der Schweiz gibt fürs Wohnen mehr aus, als er oder sie eigentlich sollte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung im Auftrag von Comparis. Laut gängiger Budgetregel sollte dafür nämlich nicht mehr als ein Drittel des Bruttohaushaltseinkommens verwendet werden.

Der Ausblick auf Wipkingen aus einer Wohnung der neuen staedtischen Wohnsiedlung Tramdepot Hard, waehrend eines Medienrundgangs, am Dienstag, 7. Januar 2025 in Zuerich. Beim Escher-Wyss-Platz entsteht ...
Grundsätzlich wird Empfohlen, dass nicht mehr als ein Drittel des Bruttoeinkommens in die Miete investiert wird.Bild: keystone

Bei den Mietenden sei es sogar mehr als jede fünfte Person (22 Prozent), deren Wohnausgaben darüber liegen, schreibt das Vergleichsportal Comparis in einer Medienmitteilung vom Donnerstag.

Die Drittelregel sei eine Warnlinie im Haushaltsbudget: Wer dauerhaft darüber liege, müsse bei anderen wichtigen Budgetposten sparen, möglicherweise sogar bei Gesundheitsausgaben oder der Vorsorge, lässt sich Comparis-Immobilienexperte Harry Büsser in der Mitteilung zitieren.

Laut der repräsentativen Befragung vom August bei 1038 Personen ist Wohnen erwartungsgemäss besonders für Geringverdienende oft zu teuer. Bei einem Bruttohaushaltseinkommen von bis zu 4000 Franken gaben 36 Prozent mehr als ein Drittel fürs Wohnen aus. Bei einem Einkommen von über 8000 Franken waren es 6 Prozent.

Auch 7 Prozent der Eigentümerinnen und Eigentümer liegen über der Drittelmarke. Laut Comparis ist das bemerkenswert, weil Banken vor der Vergabe einer Hypothek prüfen müssen, ob die Finanzierung langfristig tragbar ist. Dabei rechnen diese in der Regel mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 5 Prozent. Dieser liegt deutlich über dem aktuellen Marktniveau.

Comparis verweist darauf, dass Eigentum bei den monatlichen Wohnkosten oft günstiger aussehe als Miete. Aber häufig werde dabei vergessen, dass viel Eigenkapital im Haus oder in der Wohnung gebunden ist. (dab/sda)

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