Schweiz
Zürich

So steht es um die Sicherheit an der Street Parade

Hundreds of thousands of participants dancing through the streets during the 32th Street Parade in the city center of Zurich, Switzerland, Saturday, August 9, 2025. The annual dance music event Street ...
An der Street Parade in Zürich versammeln sich jeweils Hunderttausende Menschen.Bild: KEYSTONE

Nach CSD-Anschlag: So steht es um die Sicherheit an der Street Parade

In knapp zwei Wochen füllt sich die Stadt Zürich wieder mit Technofans. Nach dem Terroranschlag in Berlin vergangenes Wochenende richtet sich die Aufmerksamkeit in Zürich auf das Sicherheitskonzept.
28.07.2026, 10:0828.07.2026, 10:08

Hunderttausende Menschen strömen am 8. August nach Zürich, um an der Street Parade zu feiern. Zugangskontrollen gibt es nicht. Das war auch am Christopher Street Day in Berlin so, wo es am Wochenende zu einem Terroranschlag kam. Eine Frau starb, knapp 30 Personen wurden verletzt.

Dass auch in der Schweiz die Gefahr eines Anschlags besteht, zeigt ein Blick in die Vergangenheit: Vor zwei Jahren sollen zwei Jugendliche einen islamistisch motivierten Anschlag auf die Zurich Pride geplant haben. Die beiden Schweizer wurden deswegen festgenommen.

In Zürich ist man sich der Gefahr folglich bewusst. Nicht nur an der Street Parade, sondern auch an anderen Veranstaltungen in der Schweiz kommen seit einigen Jahren Betonblöcke und andere Zufahrtssperren zum Einsatz. Auch in diesem Jahr werden sie an der Street Parade platziert, wie Judith Hödl, Sprecherin der Stadtpolizei Zürich, der NZZ bestätigt. Details zum Sicherheitskonzept werden aus taktischen Gründen jedoch nicht genannt.

30. Street Parade Bei der Bahnhofstrasse wurden von der Stadtpolizei Zürich, an der 30. Zürcher Street Parade, Anti-Terror-Sperren erichtet. (Zürich, Schweiz, 12.08.2023) *** 30 Street Parade At the 3 ...
Solche Fahrzeugsperren kommen an diversen Veranstaltungen zum Einsatz.Bild: www.imago-images.de

Gegenüber dem «Blick» erklärt Hödl jedoch, dass auch zivile Detektive aus verschiedenen Abteilungen patrouillieren, um Straftaten aufzudecken. Das Sicherheitsdispositiv werde gemäss der laufend neu beurteilten Lage angepasst. Auch der CSD-Anschlag fliesse in diese Beurteilung mit ein, sagt Hödl.

Die Behörden – also Kantonspolizei, Stadtpolizei und Fedpol – stehen im Austausch. In der Schweiz gilt seit Jahren eine erhöhte Terrorgefahr. Im Juni wurden vom Nachrichtendienst 44 Risikopersonen gezählt, die «Formen des Terrorismus unterstützen und dazu ermutigen», berichtet die NZZ.

An der Street Parade sind dieses Jahr 370'000 Franken für die Sicherheit budgetiert. Zugangskontrollen sind für die Veranstalter jedoch keine Option. «Dann wäre es nicht mehr die Street Parade», sagt Vereinssprecher Stefan Epli zur NZZ. (vro)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die Zürich Pride 2026 in Bilder
1 / 14
Die Zürich Pride 2026 in Bilder
quelle: keystone / vadim ghirda
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Nach Angriff an CSD: Trauerkundgebung am Brandenburger Tor
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
20 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Jammerpessimist
28.07.2026 10:46registriert April 2026
Auch um die Zürich Pride wurden vor ein paar Jahren zwei Islamisten wegen einem geplanten Anschlag. Wenn man sich sämtliche Meldungen über den Anschlag auf Facebook anschaut, dann ist oft ein Drittel der Reaktionen Lach-Smileys von Leuten mit arabisch klingenden Namen. Auch in den Kommentaren darunter wird der Anschlag gefeiert, man muss nicht lange suchen um Kommentare wie "Alhamdulillah" zu finden.

Was ich damit sagen will, die Verbreitung religiös extremistischer Meinungen ist grösser als es manche wahrhaben wollen. Auch wenn nicht jeder Extremist ein Terrorist ist.
363
Melden
Zum Kommentar
avatar
Schlaf
28.07.2026 10:21registriert Oktober 2019
Man sollte klar benennen dürfen, was die Gründe für solche Massnahmen sind!!

Eigentlich ist es für alle offensichtlich, aber verpeilte Medien können und wollen den Elefanten im Raum nicht sehen/benennen.

Lieber belügt man sich selber!
229
Melden
Zum Kommentar
avatar
uicked
28.07.2026 10:49registriert Oktober 2017
So ist sie nun, die freie Welt, die man sich gewünscht hat.
2110
Melden
Zum Kommentar
20
Zurich entlässt nach Finma-Verfahren über ein Dutzend Mitarbeitende
Die Zurich-Versicherungsgruppe hat im Zusammenhang mit einem publik gewordenen Enforcement-Verfahren der Finanzmarktaufsicht Finma mehr als ein Dutzend Mitarbeitende entlassen. Das sagte Konzernchef Mario Greco in einem am Montagabend publizierten Interview mit der US-Nachrichtenagentur Bloomberg.
Zur Story