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Kanton Zürich dürfte 2026 Gewinn statt Verlust machen

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Statt einem Minus von 365 Millionen hat der Regierungsrat nun ein Plus von 491 Millionen errechnet.Bild: Shutterstock

Kanton Zürich dürfte 2026 Gewinn statt Verlust machen

06.10.2026, 11:3306.10.2026, 11:33

Minus angesagt, Plus sehr wahrscheinlich: Der Zwischenbericht zur Rechnung 2026 des Kantons Zürich fällt äusserst positiv aus. Statt einem Minus von 365 Millionen hat der Regierungsrat ein Plus von 491 Millionen errechnet. Die Steuererträge dürften deutlich höher ausfallen als erwartet.

428 Millionen Franken mehr Steuergelder sollen in die Kasse fliessen, als budgetiert, wie der Regierungsrat in seinem am Montagabend veröffentlichten Zwischenbericht festhält. Dabei fallen die Beiträge der juristischen Personen mit 141 Millionen (+9 Prozent) mehr und die Steuernachträge mit plus 239 Millionen am höchsten aus.

Mehr Geld erwartet der Kanton von den Gewinnausschüttungen der Schweizerischen Nationalbank (+358 Millionen), des Flughafens Zürich (+29 Millionen) oder der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (+15 Millionen).

Wegen Verzögerungen bei Bauprojekten dürfte der Kanton 2026 auch weniger investieren, als angenommen. Unter anderem nennt der Regierungsrat Neubauten der Uni Zürich, was mit 60 Millionen nicht ausgegebenen Franken zu Buche schlägt. Auch braucht er für einen Neubau des Unispitals Gelder noch nicht in diesem Jahr (+72 Millionen).

Weil die Stadt Zürich in Verzug sei, finanzielle Mittel für Subventionsobjekte im Wohnbau zu beschaffen, warte der Kanton zudem mit der Auszahlung von Darlehen der Wohnbauförderung in der Höhe von 20 Millionen Franken ab.

FDP fordert Steuersenkung

Die FDP reagierte bereits auf den Zwischenbericht mit Stichdatum 31. August. «Der Kanton Zürich hat ein Ausgabenproblem», heisst es in einer Mitteilung. Trotz Steuersenkung für das laufende Jahr werde er mit einem Überschuss abschliessen. Die FDP verlangt nun Steuersenkungen für die Unternehmen. Mehr Investitionen solle es nicht geben, da die Ausgaben nur verschoben seien, schreibt die FDP.

Am Steuerfuss von 95 Prozent wird bei der Budgetberatung im Dezember nicht gerüttelt – über Erhöhungen oder Senkungen wird im Kanton Zürich nur alle zwei Jahre diskutiert. Das Budget 2027 sieht der Kanton positiver als 2026: Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) präsentierte in seinem letzten Budgetentwurf ein Plus von 207 Millionen Franken. (sda)

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