Zürcher Regierungsrat muss sich zu schlechten Pisa-Ergebnissen äussern
«Die jüngsten Resultate der Pisa-Studie geben Anlass zur Sorge», schreiben Dieter Kläy (FDP) und Rochus Burtscher (SVP) in ihrer kürzlich eingereichten Anfrage an die Regierung.
Demnach sind die Leistungen der 15-Jährigen in Mathematik und Lesen erneut zurückgegangen: 28,8 Prozent erreichten beim Lesen das Mindestkompetenzniveau nicht, in Mathematik waren es 23,2 Prozent und in den Naturwissenschaften 20,7 Prozent.
Auch die Berufsbildung sei von den sinkenden Grundkompetenzen betroffen, kritisieren die Kantonsräte. Sie verweisen auf eine Umfrage der Dachverbände der Wirtschaft bei rund 3000 Unternehmen, wonach drei Viertel der Betriebe ihre Lernenden bereits mit Fördermassnahmen unterstützten. Jedes fünfte Unternehmen habe zudem angegeben, künftig weniger Lernende auszubilden. Bei Kleinbetrieben liege dieser Anteil bei fast einem Drittel.
Deshalb wollen die Kantonsräte nun von der Regierung wissen, wie sie die jüngsten Erkenntnisse beurteilt und welche Konsequenzen sie daraus zieht, insbesondere in den Fächern Mathematik und Lesen. (sda)
