Schweiz
Zürich

Busfahrer steht wegen rassistischer Beleidigung vor Zürcher Gericht

Busfahrer steht wegen rassistischer Beleidigung vor Zürcher Gericht

Ein 56-jähriger Buschauffeur steht heute Dienstag in Zürich wegen einer rassistischen Beleidigung vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen vor, einen Fahrgast wegen dessen Hautfarbe herabgewürdigt zu haben.
03.06.2025, 06:0003.06.2025, 06:00

Die beiden Protagonisten stritten sich im Oktober 2023 schon während der Fahrt, wie es in der Anklageschrift heisst. Der Busfahrer meinte, der Passagier stehe in seinem Sichtbereich, dem «Sicherheitsbereich». Die Diskussion endete ohne Einigung.

A bus pictured in front of the entrance to the cinema Arthouse Uto, in Zurich, Switzerland, on the night of June 17, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)
Zum Vorfall kam es im Zürcher ÖV. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Der Passagier verliess den Bus am Bahnhof Wipkingen, ging vor diesem über die Strasse und machte laut Anklage eine «Scheibenwischer-Geste». Daraufhin soll der Busfahrer bei geöffnetem Fenster den Ausruf «das passt zur Hautfarbe» gemacht haben.

Bedingte Geldstrafe gefordert

Der dunkelhäutige Passagier sei dadurch als Mensch zweiter Klasse dargestellt und in seinen Gefühlen verletzt worden, heisst es in der Anklageschrift. Die Aussage hätten auch viele andere Personen gehört, sei der Bus doch zur Feierabendzeit unterwegs gewesen.

Die Staatsanwaltschaft verlangt vor dem Bezirksgericht Zürich eine Verurteilung wegen Diskriminierung oder Aufruf zu Hass aufgrund der Rasse. Der Chauffeur soll mit einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 100 Franken bestraft werden. Dafür soll eine zweijährige Probezeit gelten. (sda)

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