Schweiz
Zürich

Frauen ausgenommen: Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Arzt

Erfolgreiche Frauen umgarnt und ausgenommen: Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Arzt

20.12.2015, 04:3920.12.2015, 08:17

Die Zürcher Staatsanwaltschaft führt gegen einen 59-jährigen Chirurgen ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Betrug. Die zuständige Staatsanwältin habe den Beschuldigten auch in Untersuchungshaft nehmen wollen, sagt Sprecherin Corinne Bouvard der «NZZ am Sonntag». Das Zwangsmassnahmengericht habe den Antrag aber abgelehnt.

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Dem Arzt wird vorgeworfen, beruflich erfolgreiche Frauen umgarnt und ihnen Liebe vorgegaukelt, sie aber finanziell ausgenommen zu haben. Zur Zahl der Geschädigten und zur Deliktsumme machte Bouvard keine Angaben.

Fest steht, dass der Chirurg kein unbeschriebenes Blatt ist. Das Regionalgericht Bern-Mittelland hatte den Schweizer wegen Betrugs bereits im September 2013 zu einer teilbedingten Strafe von 30 Monaten verurteilt, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Er hatte zwischen 2008 und 2012 mit sieben Frauen Liebes- und Sex-Beziehungen unterhalten und ihnen (sowie anderen Geschädigten) 440'000 Franken abgenommen.

Die meisten der betrogenen Frauen waren beruflich erfolgreich. Der Chirurg, der sein Patent in den achtziger und seinen Facharzttitel in den neunziger Jahren erwarb, hat heute einen Wohnsitz am Zürichsee. Auf LinkedIn, einem Berufsnetzwerk im Internet, gibt er sich als selbständiger Arzt und Unternehmer aus. (dwi)

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