Schweiz
Zürich

Ehepaar steht wegen Menschenhandels vor Obergericht Zürich

Ehepaar steht erneut wegen Menschenhandels vor Zürcher Obergericht

25.06.2026, 04:5425.06.2026, 11:27

Wie ein Ehepaar vor zehn Jahren eine Hausangestellten in eine Ausbeutungssituation gebracht hat, stufte das Bundesgericht als Menschenhandel ein. Am Donnerstag muss sich deshalb das Obergericht nochmals mit dem Fall befassen. Das Urteil soll am Mittag eröffnet werden.

Das Zürcher Obergericht war 2023 zu Freisprüchen bezüglich Menschenhandels gekommen. Nach dem Urteil des Bundesgerichts ging es nun jedoch nicht mehr darum, ob die Beschuldigten des Menschenhandels schuldig seien - ein Schuldspruch war zwingend. Bei weiteren Delikten wie Wucher, Drohung, beim Mann auch sexuelle Nötigung, hatte das Obergericht schon 2023 Schuldsprüche ausgesprochen.

Damit ging es um das Strafmass. Die Staatsanwältin blieb bei ihren Anträgen. Sie forderte für den Mann 45 Monate Freiheitsentzug unbedingt. Für die Frau verlangte sie eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 30 Monaten. Für beide forderte sie zudem unbedingte Geldstrafen von je 180 Tagessätzen zu 30 Franken.

Der Verteidiger des Mannes plädierte für teilbedingte 27 Monate. Dabei solle der zu vollziehende Teil nicht mehr als 12 Monate betragen. Nur so sei ein Vollzug in Halbgefangenschaft oder per elektronischer Fussfessel möglich und der Mann würde nicht aus seinem Beruf gerissen. Der Verteidiger der Frau beantragte 18 Monate teilbedingt und eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 30 Franken. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Pressefotos 2026 (Europa)
1 / 9
Die besten Pressefotos 2026 (Europa)

«Russian Attack on Kyiv» von Evgeniy Maloletka, AP
Valeria Syniuk (65) sitzt neben ihrem schwer beschädigten Haus in Kiew. Sie schlief, als eine russische Rakete das Gebäude gegenüber von ihrem zerstörte.

quelle: evgeniy maloletka/world press photo
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Brigitte Macron wehrt sich vor Gericht gegen Cybermobbing
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Berner Feuerwehren verzichten auf Training mit echtem Feuer
Weil die Waldbrandgefahr im Kanton Bern weiterhin gross ist, hat das Feuerwehrinspektorat der Gebäudeversicherung Bern (GVB) die Trainings mit echtem Feuer ausgesetzt. Ein paar wenige Ausnahmen gibt es aber.
Trotz vereinzelter Niederschläge gilt im ganzen Kantonsgebiet weiterhin die zweithöchste Gefahrenstufe für Waldbrände und ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe. Das kantonale Feuerverbot gelte auch für Feuerwehren, schreibt die Gebäudeversicherung in einer Mitteilung vom Montag. Sie setzt daher die sogenannten Heissausbildungen mit Feststofffeuern bis Ende August 2026 aus.
Zur Story