International
Gesellschaft & Politik

Trump lobt Nato-Chef Rutte vor Gipfel: «Grossartige Führungsperson»

epa13062055 US President Donald Trump (R) meets with Mark Rutte (L), Secretary General of the North Atlantic Treaty Organization (NATO), in the Oval Office of the White House in Washington, DC, USA, 2 ...
US-Präsident Trump und Nato-Chef Rutte. Bild: keystone

Trump lobt Nato-Chef Rutte – und kritisiert zugleich mehrere europäische Länder

25.06.2026, 02:4425.06.2026, 02:44

US-Präsident Donald Trump hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte als «grossartige Führungsperson» gelobt und zugleich seine Kritik an mehreren europäischen Ländern bekräftigt. «Er ist ein Freund von mir, (...) ein grossartiger Generalsekretär, jeder respektiert ihn», sagte Trump bei einem Treffen mit Rutte im Oval Office in Washington. Rutte habe wirklich gute Arbeit geleistet: «Ich glaube, wenn irgendjemand anderes in dieser Position wäre, würden wir uns heute gar nicht treffen, um ehrlich zu sein, denn wir wurden im Stich gelassen».

Der Nato-Generalsekretär ist für seine gute Beziehung zu Trump bekannt – sah sich aber auch schon mit Kritik konfrontiert, er würde den US-Präsidenten zu sehr umschmeicheln. Bei seinem Besuch in Washington ging es für Rutte nun darum, die Wogen so gut wie möglich zu glätten – knapp zwei Wochen vor dem Nato-Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara. Trump und andere Vertreter seiner Regierung hatten zuletzt mehrfach die aus ihrer Sicht mangelnde Unterstützung von Alliierten für den US-Krieg gegen den Iran kritisiert.

Angesprochen darauf, ob er nach wie vor denke, dass europäische Verbündete ihn schlecht behandelt hätten, bekräftigte Trump seinen Unmut. «Ich war von Italien enttäuscht. Ich war vom Vereinigten Königreich enttäuscht. (...) Wir waren von Deutschland und Frankreich enttäuscht.» Man sei von den meisten enttäuscht gewesen, fuhr Trump fort – und griff sich dann ein Land besonders raus: Im Zusammenhang mit Spanien sprach er von einer «Horrorshow».

Zugleich betonte er, grossen Respekt vor Rutte zu haben. Man werde besprechen, was geschehen ist und sehen, was passieren werde. US-Regierungsvertreter hatten vor dem Hintergrund ihrer Kritik an Verbündeten zuletzt eine Neubewertung der US-Beziehungen zur Nato angekündigt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Pressefotos 2026 (Nord- und Zentralamerika)
1 / 9
Die besten Pressefotos 2026 (Nord- und Zentralamerika)

«Columbia University Pro-Palestine Protests» von Alex Kent, New York Times
Die Barnard-College-Absolventin Jesse Pearce wird vor der Abschlussfeier der Columbia University festgenommen. Gemeinsam mit derzeitigen Studierenden protestierten Absolventen gegen die anhaltenden finanziellen Verbindungen der Hochschule zu Israel.

quelle: alex kent/world press photo
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Trump widerspricht sich selbst zum Reflecting Pool
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
2
«Können Gefahr nicht abschätzen»: Über tausend Schiffe sitzen im Persischen Golf fest
Im Persischen Golf sitzen nach Allianz-Analyse ungeachtet des Rahmenabkommens zur Beendigung des Irankriegs noch etwa 1150 Schiffe fest.
Der grösste deutsche Versicherer schätzt den Wert der blockierten Schiffe und ihrer Ladung auf etwa 125 Milliarden Dollar.
Zur Story