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Zürich

Zürcher Pride Festival erstmals mit Behinderten-Organisationen

Gleichstellungs-Demo: Zürcher Pride Festival erstmals mit Behinderten-Organisationen

11.06.2016, 18:0111.11.2020, 11:07

Mehrere tausende Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transmenschen sind am Samstagnachmittag mit dem Pride-Umzug durch die Zürcher Innenstadt gezogen. Erstmals nahmen auch Behinderte offiziell an der Gleichstellungs-Demonstration teil.

Mit farbigen Ballonen, Regenbogenfahnen und lauter Musik zogen die Pride-Teilnehmenden vom Helvetiaplatz durch die Bahnhofstrasse zum Werdmühleplatz, grösstenteils vom Regen verschont. Rund 9000 Personen nahmen laut Angaben der Veranstalter am Umzug teil, weitere 3000 verfolgten die Parade vom Strassenrand aus.

Aufwändig herausgeputzte Diven und andere Paradiesvögel waren in diesem Jahr wenige zu sehen. Die meisten Teilnehmenden begnügten sich mit Alltagskleidern.

Banker, Pöstler, Sportvereine

Offiziell dabei waren unter anderem Regenbogenfamilien, homosexuelle Banker, Post-Mitarbeitende, Sportvereine, Eltern homosexueller Kinder sowie schwule und lesbische Mitglieder von CVP und BDP.

Erstmals nahmen auch Behinderte am Pride-Umzug teil. Sie wollten damit nicht nur auf die generelle Diskriminierung in der Gesellschaft aufmerksam machen. Sie wollten auch zeigen, dass Ausgrenzungen häufig auch innerhalb von Minderheiten vorkommen, etwa innerhalb der Homosexuellen-Szene. (sda)

Demo in Warschau
Tausende Schwule und Lesben, Freunde und Angehörige haben am Samstag für gleiche Rechte von Homosexuellen in Polen demonstriert. Unter dem Motto «Gleiche Rechte – gemeinsame Sache» forderten sie unter anderem Heirats- und Adoptionsmöglichkeiten für Angehörige sexueller Minderheiten. Ein Grossaufgebot der Polizei sicherte die Veranstaltung, darunter zahlreiche Zivilbeamte. Zwischenfälle blieben bis zum frühen Abend aus. Lediglich in der Altstadt versammelte sich eine Gruppe von Rechtsextremisten.

Kurz vor Beginn der «Gleichheitsparade» riefen mehr als 100 bekannte polnische Homosexuelle Schwule und Lesben auf, sich zu outen. Zu den Unterzeichnern des Appells gehören Robert Biedron, der Bürgermeister der Stadt Slupsk und lange Jahre einzig offen schwule Politiker Polens, Krzysztof Charamsa, ehemaliger polnischer Geistlicher im Vatikan, die transsexuelle ehemalige Parlamentarierin Anna Grodzka sowie Regisseure, Schauspieler, Autoren und Wissenschaftler. (sda/dpa)
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