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Zuerichs Torhueter Joni Ortio beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem EV Zug, am Sonntag, 5. Januar 2020 im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Beim ZSC haben sich plötzlich doch noch Probleme offenbart. Bild: KEYSTONE

Analyse

Diese Neujahrsvorsätze sollten die National-League-Teams 2020 umsetzen



Ist es schon zu spät für Neujahrsvorsätze? Bei den National-League-Teams gäbe es zumindest noch einiges zu tun.

Die 12 Mannschaften haben aber nicht nur Problemzonen, sondern auch Dinge, die schon bestens funktionieren. Das ist die Übersicht zu den Stärken und Schwächen aller Teams der National League.

Was wirklich zählt: Die aktuelle Tabelle

EV Zug

Nach einem schwachen Saisonstart, bei dem der meistgenannte Meisterschaftsfavorit überraschend viele Tore kassierte, hat sich Zug nun gefangen. Zwar musste man gestern die Tabellenführung wieder an Genf abgeben. Aber sonst passt vieles in der Zentralschweiz.

Das funktioniert bereits: Fast alles

Der EVZ ist das Team der Stunde. Tatsächlich gibt es bei den Zugern derzeit nur wenig zu bemäkeln. Man hat die zweitbeste Offensive und die drittbeste Verteidigung der Liga. Das Powerplay funktioniert und Leonardo Genoni hat nach schwachem Saisonstart den Tritt doch noch gefunden. Gestern hat die Mannschaft von Dan Tangnes im Spitzenkampf den ZSC niedergerungen. Die Fans müssen sich momentan also kaum Sorgen machen – Zug ist ein Team praktisch ohne Baustellen.

Jubel bei Zugs Gregory Hofmann, Zugs Miro Zryd, Zugs Thomas Thiry und Zugs Jan Kovar, von links, nach dem Tor zum 0-1 beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem EV Zug, am Sonntag, 5. Januar 2020 im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Beim EVZ gibt es viele Gründe, zu grinsen. Bild: KEYSTONE

Vorsatz: Unterzahlspiel verbessern

Praktisch ohne Baustellen bedeutet aber nicht, dass es gänzlich keine gibt. Ein Schwachpunkt im Spiel der Zuger ist das Penalty Killing. Die Zentralschweizer überstehen nur 77,78 Prozent ihrer Unterzahlsituationen ohne Gegentor – das ist der viertschlechteste Wert der Liga. So kam auch die Niederlage vom Freitag gegen Genf zustande. Man spielte zwar nur zwei Mal mit einem Mann weniger, kassierte aber beide Male ein Tor.

Genf-Servette

Servette teilt sich mit Davos den Titel der Überraschungsmannschaft der Saison. Vor der Saison sahen viele Experten die Genfer unter dem Strich. Nun führen sie nach mehr als der Hälfte der Qualifikation die Liga an.

Das funktioniert bereits: Goalies

Vieles hängt beim Höhenflug Servettes mit den Torhütern zusammen. Die bringen nämlich durchs Band starke Leistungen. Robert Mayer ist einer der stärksten und konstantesten Goalies der Liga und hat Genf im Vergleich zu einem Durchschnittsgoalie schon über sechs zusätzliche Gegentore erspart. Es funktioniert bei den «Grenats» aber auch, wenn Mayer mal fehlt: Auch Ersatzgoalie Gauthier Descloux und U20-Natikeeper Stéphane Charlin überzeugten bei ihren Einsätzen.

Vorsatz: Produktivität der Schweizer steigern

Wenn etwas bei Servette noch Verbesserungspotenzial hat, dann ist es die Punkteproduktion der Schweizer. Wie kaum ein anderes Team sind die Genfer von ihrem ausländischen Personal abhängig, das bislang exakt 50 Prozent aller Tore erzielt hat. Sollten Tommy Wingels, Daniel Winnik, Eric Fehr und Henrik Tömmernes irgendwann ein Tief durchleben, könnte das zum Problem werden. Was Servette diesbezüglich helfen könnte: Tanner Richard verpasste einen grossen Teil der ersten Qualihälfte. Er dürfte ab jetzt regelmässig Punkte beisteuern.

ZSC Lions

Auch die ZSC Lions überraschen in dieser Saison. Nachdem man letztes Jahr blamabel die Playoffs verpasste, ist man nun wieder in der Spitzengruppe mit dabei. Unlängst ist der Motor der Zürcher allerdings etwas ins Stottern geraten (3 Siege aus den letzten 8 Spielen).

Das funktioniert bereits: Offensive

Das Toreschiessen funktioniert beim ZSC. Man hat mit Garrett Roe einen der produktivsten ausländischen Stürmer im Kader und mit Pius Suter den komplettesten Schweizer Stürmer. Gleichzeitig ist die Mannschaft auch breit aufgestellt: Zwölf verschiedene Spieler haben schon mehr als zehn Skorerpunkte gesammelt.

Vorsatz: Goaliefrage klären

Dass die Lions zuletzt Mühe hatten, lag auch an inkonstanten Goalieleistungen. Der ZSC hat Lukas Flüeler viel zu verdanken, doch zuletzt hatte er grosse Mühe. Der 31-Jährige hat noch einen Vertrag bis 2022, die Zürcher sind also noch länger an den verletzungsanfälligen Keeper gebunden. Nächste Saison kommt Fribourgs Ludovic Waeber (5 Spiele, 87,0% Fangquote), um Flüeler zu entlasten. Diese Saison hat diese Rolle noch der Finne Joni Ortio inne. Der 28-Jährige sah bislang etwas besser aus als Flüeler. Doch ihn spielen zu lassen, bedeutet immer auch, einen Feldspieler des Quartetts Maxim Noreau, Marcus Krüger, Fredrik Pettersson oder Garrett Roe zu streichen.

Frust beim Zuercher Torhueter Lukas Flueler nach der Niederlage beim Eishockeyspiel der National League ZSC Lions gegen den EHC Biel im Hallenstadion in Zuerich am Freitag, 22. September 2017. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Wie weiter mit Lukas Flüeler? Bild: KEYSTONE

HC Davos

Wer hätte das gedacht! Die in der letzten Saison krisengeschüttelten Bündner sind mittlerweile auf Rang drei in der Tabelle vorgestossen. Sportchef Raeto Raffainer hat mit der Trainercrew um Christian Wohlwend den Rekordmeister zurück auf die Erfolgsspur geführt.

Das funktioniert bereits: 5-vs.-5-Spiel

Bei ausgeglichenem Spielerbestand ist der HCD eines der stärksten Teams der Liga. Man hat die zweitmeisten Tore erzielt (72) und die zweitwenigsten erhalten (57). Nur der ZSC (78:57) und Zug (67:56) können da mithalten. Davos schafft es in seinen Spielen zwar knapp nicht, die Mehrheit aller Schussversuche zu kontrollieren (Corsi-For-Wert von 49,67 Prozent laut nlicedata.com), das liegt aber auch daran, dass ligaweit nur Biel weniger Spielzeit in Rückstand verbringt.

Vorsatz: Unterzahlspiel verbessern

Der positive Punkt impliziert es schon etwas: Wenn das 5-vs.-5-Spiel so gut ist und man trotzdem nicht Leader ist, muss bei den Special Teams irgendwo eine Schwäche sein. Die liegt beim HCD ganz klar im Penalty Killing. Die Bündner überstehen nicht ganz 75 Prozent ihrer Unterzahlsituationen schadlos. Oder anders ausgedrückt: Jedes vierte Mal schlägt es ein hinter den Torhütern. Das ist mit Abstand der schlechteste Wert der Liga. Gelingt da noch eine Verbesserung, könnte Davos plötzlich ganz zuoberst stehen.

Lausanne HC

Bis spät in den Dezember hinein schien Lausanne in einer Krise. Die Waadtländer verloren fünf Spiele hintereinander und rutschten in der Tabelle ab. Seither haben sie sich aber wieder gefangen und die letzten vier Partien siegreich gestalten können.

Das funktioniert bereits: Torgefährliche Verteidiger

Eine der grössten Stärken Lausannes ist die gefährliche Defensive. Mit Petteri Lindbohm, Lukas Frick, Joël Genazzi und Jonas Junland verfügen die Westschweizer über vier Verteidiger, die regelmässig skoren. Ein Viertel der Tore des LHC kommt von den Bluelinern – Ligaspitze. Das sorgt für etwas Entlastung bei den Stürmern.

Vorsatz: Special Teams verbessern

So gut die Verteidiger auch skoren, sie haben auch ihre Defizite. Die Special Teams funktionieren bei Lausanne noch überhaupt nicht. Man hat das zweitschlechteste Penalty Killing der Liga (76,79%) und das drittschlechteste Powerplay der Liga (17,59%). Kriegt man das korrigiert, ist mit Lausanne zu rechnen.

EHC Biel

Die Seeländer sind gut in die Saison gestartet, mittlerweile aber das formschwächste Team der Liga. Zehn Pflichtspiele hintereinander (mit Champions League und Cup) haben die Seeländer verloren.

Das funktioniert bereits: Powerplay

Momentan läuft beim EHCB also vieles schief, aber etwas, das funktioniert noch bestens: das Spiel in Überzahl. Jede vierte Powerplay-Gelegenheit nutzen die Bieler. Das ist mit Abstand der beste Wert der Liga und der Grund, warum es am Sonntag in Davos immerhin zu einem Punkt reichte.

Vorsatz: Selbstvertrauen wiederfinden

Die Analytics haben schon länger auf ein Tief des EHC Biel hingedeutet. So hat MySports-Experte Andreas Hänni schon vor einiger Zeit davor gewarnt. Biel kontrolliert in seinen Spielen durchschnittlich nur knapp über 45 Prozent aller Schussversuche, das ist der klar schlechteste Corsi-Wert der Liga.

Ein tieferer Corsi-Wert war in den letzten Jahren eigentlich üblich bei Biel. Dieses Jahr scheint es nun aber tatsächlich auch Probleme zu verursachen. Zum Teil hat es sicher auch mit den verletzungsbedingten Absenzen zu tun. Durch die schlechten Resultate ist aber auch das Selbstvertrauen weg. Die Mannschaft versucht als erste Priorität, keine Tore zu bekommen. Das scheint für ein talentiertes und kreatives Team wie Biel aber die falsche Taktik zu sein. Damien Brunner hat es nach der Niederlage in Davos auf den Punkt gebracht: «Wir müssen bei 5-gegen-5 mehr Torchancen kreieren und so die Scheibe weg von unserem Tor behalten. Was passiert, wenn wir nur verteidigen, haben wir jetzt gesehen.»

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Damien Brunner gibt gegenüber MySports Auskunft (ab 33:00). Video: YouTube/MySports

SCL Tigers

Die Playoff-Überraschung der letzten Saison hält sich auch bislang hartnäckig über dem Strich. Oft wechseln sich bei den Tigers Sieg und Niederlage ab. Im engen Strichkampf könnte eine Niederlagenserie aber auch den baldigen Fall aus den Playoffplätzen bedeuten.

Das funktioniert bereits: Punnenovs

DiDomenico zu Fribourg? Maxwell hat noch keinen neuen Vertrag? Das sind alles Nebenschauplätze. Die oberste Priorität von Langnaus Sportchef Marco Bayer müsste es sein, vorzeitig mit Ivars Punnenovs zu verlängern. Der Vertrag des Letten mit Schweizer Lizenz läuft im Sommer 2021 aus. Punnenovs gehört in der National League zu den drei besten Torhütern, da deuten sämtliche Statistiken drauf hin. Er ist Langnaus wichtigster Einzelspieler.

Vorsatz: Schussgenauigkeit steigern

Die SCL Tigers sind eine Schussmaschine. Nur der ZSC geht noch öfter in den Abschluss als die Langnauer. Und kein Team bringt mehr seiner Schussversuche ungeblockt am Gegner vorbei. Aber: Auch kein Team schiesst mehr neben das Tor als die SCL Tigers (16,24 Schüsse neben das Tor pro Spiel). Das liegt auch an der Schussposition: Oft kommen die Abschlüsse der Tigers von den Verteidigern an der blauen Linie. Wenn diese Schüsse vermehrt noch aufs Tor gingen und Abpraller produzieren könnten, würde die Spielkontrolle Langnaus auch entsprechend belohnt.

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Bild: screenshot nlicedata.com

SC Bern

War es nur ein Strohfeuer? Nach zwischenzeitlich fünf Siegen in Serie hat der SCB von den letzten fünf Partien wieder nur eine gewonnen. Trotz neuem Torhüter.

Das funktioniert bereits: Tomi Karhunen

Dieser neue ausländische Goalie bleibt trotzdem weiterhin die positive Überraschung. Auch in den letzten fünf Spielen konnte Karhunen eine Fangquote von über 92 Prozent vorweisen – an ihm lag es also nicht. Der Finne hat erst elf Spiele für den SCB bestritten, seinem Team aber in dieser Zeit gegenüber einem Durchschnittsgoalie bereits mehr als sieben Gegentore erspart. Ohne ihn würde der Meister noch schlechter aussehen.

Vorsatz: Torhüter besser unterstützen

Das Problem bei Bern scheint aber tiefer zu sitzen. Die Mannschaft spielt schlicht und einfach nicht gut und lässt seine Torhüter zu oft im Stich. Nur die Lakers kassieren bei ausgeglichenem Spielerbestand noch mehr Tore als Bern. Zudem lassen die Mutzen ligaweit die drittmeisten gegnerischen Schüsse aus dem Slot zu. Der SCB schafft es nicht, das Spiel zu kontrollieren, und büsst dafür. Interessantes Detail: Mit Karhunen im Tor scheinen es die Berner beim Spiel in der eigenen Zone noch etwas gelassener zu nehmen als zu Saisonbeginn mit Niklas Schlegel. Laut nlicedata.com kommen die Schüsse auf Karhunen durchschnittlich aus einer Distanz von 6,56 Metern. Bei Schlegel waren es immerhin noch fast zwei Meter weiter.

HC Ambri-Piotta

Büsst Ambri nun für den grossartigen Effort am Spengler Cup? Die Leventiner haben ihre ersten Partien im neuen Jahr allesamt verloren.

Das funktioniert bereits: Special Teams

Das Powerplay der Leventiner ist nur leicht über dem Ligadurchschnitt, aber insgesamt sehr solide. Deutlich stärker ist das Penalty Killing. Da wehrt Ambri nämlich über 85 Prozent aller gegnerischen Überzahlgelegenheiten erfolgreich ab. Das ist extrem wichtig, denn ...

Vorsatz: Mehr Disziplin und besseres 5-vs.-5-Spiel

... die Tessiner sind das Team der Liga, das mit Abstand die meisten Strafen kassiert. 159 kleine Strafen haben sie bereits angesammelt (17 mehr als Langnau, das in dieser Statistik auf Rang 2 liegt) und vier Restausschlüsse kassiert. Vielleicht ist es aber fast besser, wenn bei Ambri die Special Teams mehr zum Einsatz kommen. Denn sie sind mit Abstand das harmloseste 5-vs.-5-Team in der Liga und erzielen bei ausgeglichenem Spielerbestand nur 1,41 Tore pro Spiel.

Fribourg-Gottéron

Nachdem Ende Oktober und Anfang November der Turnaround mit fünf Siegen in Serie geschafft schien, ist Fribourg mittlerweile in alte Fahrwasser zurückgefallen. Lange wechselten sich Sieg und Niederlage ab, zuletzt gab es aber wieder häufiger Pleiten als Erfolge.

Das funktioniert bereits: Reto Berra

Wo wäre Fribourg ohne Reto Berra? Vermutlich noch viel weiter unten in der Tabelle. Der Zürcher hält die Drachen oft viel länger im Spiel, als sie es eigentlich sein sollten. Gegenüber einem durchschnittlichen National-League-Goalie hat er seiner Mannschaft schon rund zwölf Tore erspart. Und der 33-Jährige ist ein Marathonmann: Nur in drei Ligaspielen der bisherigen Saison kam Berra nicht zum Einsatz.

Vorsatz: Trainer-Sportchef-Situation klären

Die Magie von Interimstrainer und Sportchef Christian Dubé und «Coaching Advisor» Sean Simpson scheint verflogen. Das Chaos ist zurück – entweder die Mannschaft überzeugt in der Verteidigung, erzielt dann aber auch selbst kaum Tore, oder sie trifft zwar, muss sich selbst aber auch die Hütte füllen lassen. Derweil muss sich Sportchef Dubé täglich um die Mannschaft kümmern, obwohl er eigentlich anderes zu tun hätte.

Er hat noch keinen neuen Trainer für die nächste Saison. Die Verträge von zehn Spielern (darunter Zach Boychuk, der voll eingeschlagen hat, und Daniel Brodin) laufen aus. In den letzten Tagen kamen die Wirren um den angeblichen Zuzug von Langnaus Chris DiDomenico dazu. Es wäre wohl besser, wenn Gottéron wieder einen vollamtlichen Trainer und einen vollamtlichen Sportchef hätte.

L'entraineur fribourgeois Christian Dube, lors de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le HC Fribourg-Gotteron et le SC Bern, ce samedi, 23 novembre 2019 a la patinoire de la BCF Arena a Fribourg. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Hat Trainer-Sportchef Christian Dubé in Fribourg zu viel um die Ohren? Bild: KEYSTONE

HC Lugano

Mit Elvis Merzlikins und Grégory Hofmann haben die zwei besten Einzelspieler Lugano im Sommer verlassen. Man musste erwarten, dass es eine schwierige Saison geben könnte. Dass es aber gleich so schlimm wird, kommt doch etwas überraschend.

Das funktioniert bereits: Anzeichen auf Besserung sind da

Beim HC Lugano läuft derzeit vieles schief. Viele Schlüsselspieler spielen unter ihrem Wert. Die Torhüter überzeugen nicht. Und die Pucks springen nicht für die Tessiner. Doch es gibt Gründe, um optimistisch zu sein. Lugano kontrolliert oft das Spiel, obwohl sie nicht überdurchschnittlich oft in Rückstand liegen. Der PDO (ein Hinweis, ob ein Team eher Glück oder eher Pech hat) deutet mit 98,74 Prozent auf Pech hin. Und auch laut den «Expected Goals» sollten die «Bianconeri» besser dastehen, als sie es im Moment tun.

Vorsatz: Produktivität der Ausländer steigern

Der Fall bei Lugano ist klar: Von den Ausländern kommt in dieser Saison bisher deutlich zu wenig. Nur 18 Prozent aller Tore bei den Tessinern gehen auf das Konto der Import-Spieler. Das sind sage und schreibe sieben Prozent weniger als bei Lausanne, dem zweitschlechtesten Team in dieser Sparte. Insbesondere Jani Lajunen und Verteidiger Taylor Chorney, der immer öfters nur zuschauen muss, enttäuschen. Immerhin: David McIntyre, der im Dezember von Zug gekommen ist, hat in den zwei Spielen 2020 zwei Tore und 4 Assists erzielt. Vielleicht wirkt das ja als Initialzündung für die anderen Imports.

SCRJ Lakers

Lange konnte Rappi im Rennen um die Playoff-Plätze einigermassen mithalten. Nun scheinen sie langsam, aber sicher den Anschluss zu verlieren.

Das funktioniert bereits: Roman Cervenka

Wenn er gesund ist, ist Roman Cervenka vermutlich der beste Spieler der Liga. Der Tscheche hat in 19 Spielen schon 29 Punkte geskort. Er ist ein genialer Spielmacher, kann aber, wenn es nötig ist, auch selbst den Abschluss suchen. Wäre der 34-Jährige noch länger ausgefallen, hätten die Lakers schon früher den Anschluss an den Strich verloren.

Vorsatz: Bessere Leistungen der Schweizer Spieler (ausser Egli)

Kein Team ist mehr von seinen Ausländern abhängig als die Lakers. Beinahe 60 Prozent ihrer Treffer werden vom Quintett um Cervenka, Casey Wellman, Kevin Clark und Dani Kristo erzielt. Würde man noch noch die Punkte des starken Youngsters Dominik Egli abziehen, wäre es noch extremer. Von den restlichen Schweizern kommt in Rapperswil wenig bis gar nichts.

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Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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