Sport
Borussia Dortmund

Wenn der Zweitletzte der Bundesliga gegen den Zweitletzten der Super League ein Testspiel absolviert – oder wenn der FC Sion wichtiger als die Pegida wird

Der FC Sion rückte heute Nachmittag in Deutschland ins Zentrum des Interesses.
Der FC Sion rückte heute Nachmittag in Deutschland ins Zentrum des Interesses.Bild: Bongarts
Verblüffende Twitter-Trends

Wenn der Zweitletzte der Bundesliga gegen den Zweitletzten der Super League ein Testspiel absolviert – oder wenn der FC Sion wichtiger als die Pegida wird

Heute Nachmittag traf in einem Fussball-Testspiel der Zweitletzte der deutschen Bundesliga auf den Zweitletzten der Schweizer Super League. Who cares? Ganz Deutschland!
13.01.2015, 21:1914.01.2015, 08:50

Was hätten Sie geantwortet, wenn man Sie heute Nachmittag danach gefragt hätte, was in Deutschland wohl das Thema der Stunde sei? Ihre Antwort wäre wahrscheinlich in Richtung, Pegida, Charlie Hebdo oder Manuel Neuer gegangen. Doch das ist alles falsch – die richtige Antwort hätten Sie auch gar nicht wissen können. Ausser Sie wohnen zufällig im Kanton Wallis.

Dann hätten Sie nämlich vielleicht gewusst, dass der FC Sion heute Nachmittag in Spanien ein Testspiel gegen Borussia Dortmund absolvierte. Obschon die Partie absolut unbedeutend war und mit einem unspektakulären 1:0 für Dortmund endete, wurde auf dem sozialen Netzwerk kein Thema mehr diskutiert als dieses Aufeinandertreffen zweier Fussballteams, die sich gerade im Trainingslager befinden. 

Unter #bvblive herrschte ein reges Treiben. Mit grosser Freude und viel Herzblut jubelte die Dortmund-Community über den Sieg gegen die Walliser. Themen wie das Unwort des Jahres oder eben Pegida waren auf einmal nur noch sekundär. 

Dass Fussball die Massen zu bewegen weiss, ist eigentlich nichts Neues. Dass aber ein Testspiel zwischen dem Zweitletzten der Bundesliga und dem Zweitletzten der Super League in der Online-Welt höhere Wellen schlägt als politisches Zeitgeschehen, ist dennoch sehr bemerkenswert. Darauf auf Politikverdrossenheit zu schliessen, wäre sicher falsch. Aber eine interessante Erkenntnis ist es alleweil. 

Unterdessen wurde #bvblive als Spitzenreiter übrigens wieder abgelöst. Thema Nummer 1 auf Twitter ist jetzt #ungespielmal. Ein Gamer-Blog für Jugendliche. 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Ambri-Rückzug sorgt für Probleme: Die Women's League startet in eine schwierige Saison
Die Women’s League startet am Wochenende mit sieben Teams in die neue Saison. Der kurzfristige Rückzug von Ambri-Piotta sorgt dabei nicht nur für einen abgespeckten Spielplan, sondern wirft auch grundsätzliche Fragen auf.
Neu dabei ist Lausanne. Die ambitionierten Waadtländerinnen haben den Aufstieg geschafft und sorgen mit namhaften Verstärkungen für frischen Wind. Unter anderem kamen die bisherigen Berner Leistungsträgerinnen Maija Otamo und Clara Rozier sowie vom PWHL-Champion Montréal Victoire die Kanadierin Maya Labad. Dennoch dürfte es schwierig werden, ganz vorne mitzuspielen. Auch Neuchâtel Academy wird eher um die hinteren Ränge kämpfen.
Zur Story