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Challenge League

Mit Pyros und Champagner: So feiert GC den Aufstieg in die Super League

Die Grasshopper jubeln mit dem Pokal nach ihrem Sieg und Aufstieg in die Super League mit den Fans nach dem Fussball Meisterschaftsspiel der Challenge League zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und  ...
Die GC-Spieler präsentieren ihren Fans den Challenge-League-Pokal.Bild: keystone

GC feiert den Aufstieg mit Pyros und Champagner – und Sky Sun gibt ein kühnes Versprechen

Ein 2:1-Minisieg gegen Kriens reicht den Grasshoppers, um wieder zur Schweizer Elite zu gehören. Präsident Sky Sun gibt ein kühnes Versprechen. Die Fans feiern derweil draussen vor dem Letzigrund mit Raketen und Gesängen.
21.05.2021, 07:2321.05.2021, 07:23
Etienne Wuillemin / ch media

Um 21:55 Uhr fällt alle Last von den GC-Schultern. Nach zwei Jahren in der Challenge League ist der Aufstieg in die Super League Tatsache. Der 2:1-Minisieg gegen Kriens reicht für Rang 1. Draussen vor dem Stadion Letzigrund haben sich etwa 1000 Fans versammelt. Schon während des ganzen Abends zünden sie Feuerwerk. Nun legen sie noch einmal einige Schippen drauf. Es ist eine Feier, als hätte es Corona nie gegeben.

Die GC-Fans feiern vor dem Letzigrund den Aufstieg.Video: streamable

Auf dem Rasen umarmen sich die GC-Spieler, jubeln zumindest einige Momente lang hemmungslos. Sie haben sich T-Shirts mit der Aufschrift «Die Hoppers sind wieder da» übergezogen. In ihren Gesichtern ist die pure Erleichterung zu erkennen. Natürlich, schliesslich holte der Schweizer Rekordmeister aus den letzten vier Spielen nur einen einzigen Punkt, war nahe dran, den Aufstieg erneut zu verspielen. Es wäre die Höchststrafe gewesen.

So feiert GC den Aufstieg in die Super League:

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GC feiert den Aufstieg in die Super League
Nach zwei Jahren in der Challenge League kehrt Rekordmeister GC in die Super League zurück.
quelle: keystone / ennio leanza
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Der gefeierte Mann heisst Zoltan Kadar. Er ist der Trainer, der das Team für die letzten beiden Spiele übernommen hat, als es plötzlich zu straucheln begann. Vor zehn Tagen war das. Die Entlassung von João Carlos Pereira hat den gewünschten Effekt also erzielt. Dass Kadar über den Sommer hinaus Cheftrainer bleibt, ist allerdings höchst unwahrscheinlich. Als er für die TV-Kameras den Abend analysieren will, wird er von seinen Spielern kollektiv geduscht.

GC-Trainer Zoltan Kader:

«Der Aufstieg bedeutet mir sehr viel. Natürlich bin ich froh, dass ich auch einen Teil dazu beitragen habe. Ich habe versucht, meinen Spielern den Druck zu nehmen und ihnen Selbstvertrauen zu geben. Am Schluss kamen wir nochmals ins Zittern, umso schöner ist jetzt dieser Aufstieg. Für mich ist das eine Genugtuung. Das letzte Jahr haben wir unglücklich beendet, nun ist die Revanche gekommen.»

Gut 20 Minuten nach Spielende erhalten die Grasshoppers den Pokal für den geglückten Aufstieg. Derweil hat auch Präsident Sky Sun den Weg vor die Mikrophone gefunden. Und was er sagt, das tönt nach einem ziemlich kühnen Versprechen. «Wir haben grosse Ambitionen in der nächsten Saison. Wir werden immer stärker und stärker. Und darum werden wir auch in der Super League sehr konkurrenzfähig sein.»

Ja, die Frage ist tatsächlich: Welche Rolle kann dieses GC ab Sommer spielen? Zunächst einmal ist der Aufstieg alles andere als souverän erfolgt. Nur braucht das ab sofort niemanden mehr zu kümmern. Schon gar nicht interessieren sich die Chinesen um Fosun, die GC mit ihrem Geld tüchtig alimentieren, für die Vergangenheit. Sie werden alles daran setzen, in den nächsten Wochen eine kompetitive Mannschaft zusammenzustellen. Aller Voraussicht nach werden erneut einige Spieler aus Wolverhampton den Weg zu den Grasshoppers finden.

GC-Präsident Sky Sun:

«Nicht nur für mich, für alle GC-Fans, den Staff, die Spieler ist das ein grosser Schritt. Wir haben alle immer daran geglaubt und nun haben wir es geschafft. Jetzt freuen wir uns auf eine rosige Zukunft. Wir werden ein sehr kompetitives Team in der Super League stellen.»

Sehr viele Akteure der aktuellen GC-Mannschaft werden in der Super League kaum zu sehen sein. Und auch die Frage, ob mit dieser Strategie genügend Identität gestiftet werden kann, scheint der aktuellen Führung eher zweitrangig. Doch solange die Resultate stimmen, werden die kritischen Stimmen nicht Überhand nehmen. Das gilt auch für die nächste Saison.

Das Schlusswort gehört Petar Pusic. Er, der trotz seiner erst 22 Jahren so etwas wie die letzte verbliebene GC-Identifikationsfigur ist, sagt mit heiserer Stimme und spontan blau gefärbten Haaren: «Der Abend war ein Krampf. Aber für einmal ist mir das egal.» Dann schnappt er sich den Pokal und führt sein Team nach draussen. Zu den Fans. Ganz nach dem Motto: Gelitten ist genug, ein paar ausgelassene Stunden dürfen es schon sein. Die Raketen knallen weiter.

Lange schaute die Polizei dem Treiben auf den Zürcher Strassen zu. Kurz nach 23:00 Uhr setzte sie dann aber doch noch Wasserwerfer ein, um die Massen zu trennen.

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quelle: keystone / jean-christophe bott
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