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Challenge League

Barrage: Xamax-Captain Nuzzolo bestreitet Spuck-Attacke.

Der umstrittene Moment: Nach dieser Szene zeigt Schiedsrichter Stephan Klossner Raphaël Nuzzolo Rot.
Der umstrittene Moment: Nach dieser Szene zeigt Schiedsrichter Stephan Klossner Raphaël Nuzzolo Rot.

Raphaël Nuzzolo zu angeblicher Spuck-Attacke: «Niemals habe ich das getan»

Die Neuenburger legen Protest gegen den Platzverweis von Raphaël Nuzzolo ein. Egal wie die Entscheidung in seinem Fall ausgehen wird, beim Rückspiel in Aarau wird er nicht spielen. Christian Constantin muss seine Prophezeiung zurücknehmen, die Aarauer haben doch mehr als keine Tore geschossen.
01.06.2019, 08:0301.06.2019, 15:22
Sebastian Wendel / ch media

«Niemals habe ich das getan. Ich habe Werte,und zu diesen gehört, dass ich niemals einen anderen Menschen anspucken würde.» Raphaël Nuzzolo verstand nach seiner roten Karte im Barrage-Hinspiel gegen Aarau (0:4) die Welt nicht mehr. Die Xamax-Verantwortlichen glauben an Nuzzolos Unschuld und legten nach Spielschluss am Donnerstagabend Protest gegen den Platzverweis ein.

Egal, ob Nuzzolo begnadigt wird oder nicht: Am Sonntag im Brügglifeld wird er nicht spielen. Eine direkte rote Karte hat gemäss dem Reglement der Swiss Football League zur Folge, dass der betroffene Spieler automatisch für die folgende Partie gesperrt ist. Heisst: Xamax muss in Aarau nicht nur eine 0:4-Hypothek wettmachen, sondern dabei auch noch auf seinen besten Spieler und 14-fachen Saisontorschützen verzichten.

Henchoz noch Xamax-Trainer?

Wie werden die Neuenburger in Aarau antreten? Konzentrieren sie sich auf Schadensbegrenzung oder glauben sie ernsthaft noch an die Wende? Trainer Stéphane Henchoz sagt: «Wir sind Realisten, keine Träumer. In dieser Verfassung geht es einzig und allein darum, die Barrage professionell und anständig hinter uns zu bringen. Was dabei herauskommt, werden wir dann sehen.» Verteidiger Janick Kamber hingegen schickt eine Kampfansage ins Brügglifeld: «Wenn die Aarauer in unserem Stadion 4:0 gewinnen können, dann können wir das auch in deren Stadion.»

Stephane Henchoz, coach of Neuchatel Xamax FCS, looks his players, during the Super League soccer match of Swiss Championship between Neuchatel Xamax FCS and FC Zuerich, at the Stade de la Maladiere s ...
Noch-Xamax-Coach Stéphane Henchoz.Bild: KEYSTONE

Nach dem Spielschluss geisterte die Frage durch die Maladière, ob Henchoz in Aarau überhaupt noch an der Seitenlinie der Neuenburger stehen wird. Oder ob Xamax-Präsident Christian Binggeli mit einem Trainerwechsel die Mannschaft nochmals wachrütteln und motivieren wird. Henchoz kann es letzten Endes egal sein: Er wird in der nächsten Saison den FC Sion trainieren.

Apropos FC Sion: Dessen Präsident Christian Constantin sagte vor der Barrage, Aarau habe gegen Xamax keine Chance, würde in Neuenburg nie und nimmer ein Tor schiessen und dass er einen Haufen Geld darauf wetten würde, dass der FCA den Aufstieg verpasst.

Nach dem sensationellen 4:0 der Aarauer krebst Constantin zurück und sagt im «Blick»: «Vergesst den Propheten CC – der ist nichts mehr wert!» Angesichts des desolaten Auftritts von Xamax stellt sich die ketzerische Frage, ob Trainerfresser Constantin Henchoz bereits entlassen wird, bevor dieser seine Arbeit aufgenommen hat. (aargauerzeitung.ch)

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