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Super League: Die Trainer im Abstiegskampf und ihre Worte

Es ist nicht einfach, Trainer im Abstiegskampf zu sein.
Es ist nicht einfach, Trainer im Abstiegskampf zu sein.Bild: keystone, watson

«Es ist eine Kopfsache» – die Trainer im Abstiegskampf und ihre Worte

Wenn sich Trainer äussern, deren Mannschaften im Kampf gegen den Abstieg stecken, kann man nicht selten ablesen, wie hilflos diese Trainer sind – und wie sehr sie dem Geschehen auf dem Platz ausgeliefert sind.
26.04.2021, 09:1926.04.2021, 16:27

Generell tendieren viele Trainer dazu, in der Entstehung der Gegentore einen oder mehrere Fehler der eigenen Leute zu suchen und zu finden. Dann qualifizieren sie jegliche Gegentore – so schön sie aus der Sicht der gegnerischen Mannschaft auch sein mögen – als «unnötig» oder «dumm». Nach diesem Massstabe gäbe es im Fussball fast nur «unnötige» und «dumme» Tore.

«Es geht ins Mentale, es ist brutal.»
Massimo Rizzo, Trainer FC Zürich

Wegen der inflationären Verwendung sind solche Statements oftmals Floskeln. In flache Aussagen flüchten sich besonders die Trainer, die mitten im Abstiegskampf stecken. Sie sagen nach Niederlagen Dinge, die selbstverständlich sind und auch jedem Aussenstehenden und nicht Sachverständigen einleuchten. Beispiele vom Sonntag.

Trainer Massimo Rizzo nach der 1:3-Niederlage seines FC Zürich in Luzern: «Man muss es akzeptieren, es ist nun einmal so. Jetzt müssen wir wirklich die Ärmel hochkrempeln und schauen, dass wir den nächsten Match gut vorbereiten. Wichtig ist, dass wir uns auf die Arbeit konzentrieren und dass wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Es ist eine Kopfsache. Es geht ins Mentale, es ist brutal. Darum müssen wir dranbleiben und weitermachen. Zu zweifeln bringt in solchen Situationen am Wenigsten. Als Trainer muss ich vorausgehen und positiv bleiben. Wir müssen versuchen, es auf die andere Seite zu drehen, und das ist eine extrem harte Arbeit. Wichtig ist für uns auch, dass wir es noch in den eigenen Füssen haben.»

Trainer Marco Walker nach der 1:2-Niederlage seines FC Sion in Bern gegen die Young Boys: «Wir haben individuelle Fehler gemacht, die sie für zwei Tore genutzt haben. Aber das gehört zum Fussball. Jetzt sind wir schon daran zu schauen, wie wir diese Woche gestalten wollen bis zum Match gegen Lausanne. Dort wollen wir zuhause die drei Punkte holen.»

«Alles, was zählt, sind die Resultate. Und es ist scheissegal, wie diese Resultate zustande kommen.»
Yanick Brecher, Goalie FC Zürich

Wie dagegen ein Trainer tönt, der nach einem Sieg fürs Erste erleichtert ist, führte Peter Zeidler nach dem 1:0 seiner St.Galler daheim gegen Vaduz vor: «Wenn nur hundert hier sind in St.Gallen, ist es schon eine tolle Stimmung. Wie wäre es dann erst mit zehntausend. Uns hat dies die ganze Saison gefehlt, denn die Fans sind für uns unglaublich wichtig. Die hundert haben uns heute schon sehr gut getan, und vielleicht haben wir gerade dank ihnen gewonnen.»

Auch die Worte leidgeprüfter Spieler gleichen sich. Hier FCZ-Goalie Yanick Brecher nach der Niederlage in Luzern: «Wir bekommen im Moment extrem bittere Gegentore. Die töten uns jedes Mal. Aber wir sind nach wie vor nicht auf dem Abstiegsplatz und nicht auf dem Barrage-Platz. Wir müssen schauen, dass wir so schnell wie möglich unser Spiel auf den Platz bringen und die Punkte machen. Jetzt sind es noch fünf Spiele. Gut spielen, schlecht spielen, darum geht es jetzt nicht mehr. Alles, was zählt, sind die Resultate. Und es ist scheissegal, wie diese Resultate zustande kommen.» (abu/sda)

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