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PSG demontiert Barça – die besten Szenen vom Champions-League-Abend

Barcelona's Fermin Lopez gestures end of the Champions League opening phase soccer match between Paris Saint-Germain and FC Barcelona in Paris, Tuesday, Oct. 20, 2026. (AP Photo/Thibault Camus)
Barcelona verlor in Paris erstmals in dieser Saison.Bild: AP

Barça ärgert sich über PSG-Choreo und weitere Momente vom Champions-League-Abend

Der Champions-League-Abend vom Dienstag wurde geprägt vom Kracher zwischen PSG und Barça, einem Torrekord und starken Youngstern.
21.10.2026, 10:0821.10.2026, 10:28

Wer gestern den Champions-League-Kracher zwischen Paris Saint-Germain und Barcelona geschaut hat, dürfte sich etwas verwundert die Augen gerieben haben. Barça in Orange? Sind das nicht die Farben der letzten Saison? Doch. Die Katalanen mussten in Paris in den Auswärtstrikots der letzten Saison spielen. Die UEFA befürchtete, dass sich das cyanfarbene Auswärtstrikot Barcelonas und das blau-rote Heimtrikot von PSG zu sehr ähneln. Kurioserweise war eine ähnliche Trikotkombination beim Auswärtsspiel von Paris bei ManCity vor einer Woche kein Problem.

Spektakulär wurde es im Parc des Princes indes schon vor dem Anpfiff. Die PSG-Fans präsentierten eine ausgefallene Choreo, die den spanischen Gästen allerdings sauer aufstiess. Darauf war zu sehen, wie Filmfigur Michael Myers in einem PSG-Trikot das Barça-Logo mit einer Kettensäge zerstört. Darunter stand geschrieben: «Massaker auf parisisch.» Der FC Barcelona legte wegen der Choreo, «Puta Barça»-Plakaten sowie Pyros im Pariser Fanblock offiziell Beschwerde bei der UEFA ein.

Und damit zum Geschehen auf dem Rasen. PSG setzte sich in einem Spektakel mit 4:2 durch. Zwei Mal gingen die Gastgeber in Führung, zwei Mal konnte Barcelona ausgleichen. Als Paris nur zwei Minuten nach dem 2:2-Ausgleich von Lamine Yamal erneut traf, war das Barça-Genick gebrochen. PSG setzte sich auch durch, weil sie bereit waren, Kopf und Kragen zu riskieren – wie Verteidiger Willian Pacho, der kurz vor der Pause eine Kopfverletzung riskierte, um den Ausgleich der Gäste zu verhindern.

Pacho riskiert Kopf und Kragen, um den Ausgleich zu verhindern.

Natürlich gab es in der Partie auch für Barcelona schöne Momente. In der 55. Minute traf Xavi Espart zum 1:1-Ausgleich für die Katalanen. Der 19-Jährige ist ein weiterer potenzieller Star aus der La-Masia-Akademie und erzielte gestern sein erstes Tor in der Königsklasse. Der 19-jährige Aussenverteidiger, der auch im zentralen Mittelfeld einsetzbar ist, überzeugte aber auch sonst und meldete auf seiner Seite Superstar Chwitscha Kwarazchelia komplett ab. In der 59. Minute verletzte sich der Georgier in einem Zweikampf mit Espart dann am Knie und musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt werden.

Am Ende steht der FC Barcelona trotz guter Leistungen seiner Youngster aber ohne Punkte da. Während die Spanier damit die erste Niederlage in dieser Saison kassierten, bleibt PSG seit nunmehr 13 Champions-League-Spielen ungeschlagen. Und Bayern München (trifft heute ab 21 Uhr auf Arsenal) ist damit die letzte verbliebene Mannschaft aus den Top-5-Ligen, die in dieser Saison noch ungeschlagen ist.

Weitere Highlights

Tore, Tore, nichts als Tore

Falls du das Gefühl hast, dass in dieser Champions-League-Saison besonders viele Tore fallen, dann sei dir versichert: Dein Gefühl trügt nicht. 187 Treffer gab es in bislang 45 Spielen – macht im Schnitt 4,16 Tore pro Spiel. Das ist der dritthöchste Wert in der Geschichte des Europapokals und der beste in der Geschichte der modernen Champions League. Nur in den Saisons 1959/60 (4,19 Tore pro Spiel) und 1955/56 (4,38). Der vergangene Mittwoch war mit 46 Treffern der torreichste Spieltag der Champions-League-Geschichte.

Traumtor zählt nicht

Die AS Rom lässt Slovan Bratislava beim 4:0-Heimsieg keine Chance. Und der Sieg hätte gar noch höher ausfallen können, aber das Volley-Tor von Daniele Ghilardi kurz vor Schluss wurde vom VAR wegen Offsides aberkannt. Wir finden: Wenn ein Tor so schön ist, könnten die Schiris auch mal ein Auge zudrücken.

Youngster stiehlt Wirtz die Show

Der FC Liverpool dreht ein verrücktes Heimspiel gegen Villarreal und gewinnt nach 0:2-Rückstand noch mit 4:3. Dabei bricht auch Florian Wirtz seinen Torfluch. Das siegbringende vierte Tor war sein erstes für Liverpool seit April. Und doch wird in den englischen Medien nach dem Spiel vor allem ein Spieler gefeiert: Rio Ngumoha.

Der 18-jährige englische Stürmer sammelte mit zwei Assists seine ersten Skorerpunkte in der Königsklasse und überzeugte auch sonst mit seiner Schnelligkeit und seiner Zweikampfstärke.

Das wartet heute auf dich

Yann Sommer mit Brügge und Manuel Akanji mit Inter Mailand stehen am Mittwoch aus Schweizer Sicht im Fokus der Champions League. Johan Manzambi fehlt Aston Villa im Heimspiel gegen Viking Stavanger verletzt.

Manzambi schoss Aston Villa am Samstag zum 1:0-Sieg in Newcastle, musste in der 72. Minute nach einem Schlag aufs Knie aber angeschlagen ausgewechselt werden. Trainer Unai Emery bestätigte am Dienstag, dass der Schweizer Shootingstar wegen einer kleineren Verletzung in den vergangenen Tagen nicht trainiert habe und gegen Stavanger nicht zur Verfügung stehe.

Für Inter Mailand und Akanji sind im Heimspiel gegen Schachtar Donezk drei Punkte Pflicht. Zwar bereitet das Toreschiessen den Italienern wenig Mühe, nach den knappen Niederlagen gegen Real Madrid und Brügge stehen sie aber noch ohne Zähler da. Die Ukrainer haben bereits vier Punkte gesammelt.

Das Spitzenspiel des Abends bestreiten Bayern München und Arsenal. Die Bayern eroberten am Wochenende mit einem 6:1-Erfolg gegen Leipzig die Bundesliga-Spitze zurück und reagierten damit auf den Rückschlag beim Unentschieden gegen Viking Stavanger. Im Blickpunkt steht Harry Kane. Der Brite traf zuletzt in neun Champions-League-Spielen in Folge. Zum Rekord von Cristiano Ronaldo fehlen ihm noch zwei weitere Partien mit einem Torerfolg. (sda)

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1 Titel: Borussia Dortmund (1997) – 3:1 gegen Juventus Turin.
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