So haben sich im Schweizer Frauenfussball die Zuschauerzahlen seit der Heim-EM entwickelt
Im Schweizer Frauenfussball gibt es eine Zeitrechnung vor und nach dem Sommer 2025. Damals fand hierzulande die Europameisterschaft statt. Die Durchführung des letztlich sehr gut besuchten Anlasses wurde mit der Hoffnung verbunden, dem Sport einen weiteren Schub zu verleihen.
Nun zeigt sich, dass der Verband und die Klubs wohl auf dem richtigen Weg sind. Bei Halbzeit der laufenden Saison wurden insgesamt 44'984 Zuschauerinnen und Zuschauer gezählt. Im Vergleich zur ersten Hälfte der Saison vor dem Heimturnier stellt diese Zahl eine Verdoppelung dar. Bei insgesamt 45 Partien ergibt sich ein Schnitt von fast genau 1000 Fans.
«Diese Entwicklung freut uns sehr», sagte Marion Daube, die Direktorin Frauenfussball beim Schweizerischen Fussballverband, in einer Mitteilung. «Die Women's Super League bietet attraktiven Fussball und ein Erlebnis, das Menschen zusammenbringt.» Daube betonte, dass die Zahlen eine Momentaufnahme darstellten. «Wir dürfen sie als schönen Etappenerfolg sehen, eine abschliessende Bilanz können wir jedoch erst am Ende der Saison ziehen.»
Mit etwas mehr als 3000 Fans pro Spiel zieht das Frauenteam der BSC Young Boys mit deutlichem Abstand die meisten Zuschauenden an. Die Meisterinnen von Servette Chênois spielen vor durchschnittlich 600 Zuschauerinnen und Zuschauern. Am wenigsten Fans lockt das Schlusslicht der Women's Super League zu seinen Heimspielen: Aarau spielt im Schachen im Schnitt vor 193 Fans.
Die Liga geht in eineinhalb Wochen weiter. Zuvor stehen am kommenden Woche die Achtelfinals im Schweizer Cup auf dem Programm. Mit den Partien Aarau – Basel, Luzern – Rapperswil-Jona und dem Schlager Zürich – YB kommt es dabei unter anderem zu drei Super-League-Duellen. (ram)
