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Sperre gegen Manchester City aufgehoben – der CAS erklärt nun, weshalb

epa08543027 (FILE) - General view of the Etihad Stadium before the UEFA Champions League soccer match between Manchester City and GNK Dinamo Zagreb in Manchester, Britain, 01 October 2019 (reissued 13 ...
Für Manchester City heisst es auch in der Saison 2020/21: Champions League.Bild: keystone

Neue Zeugenaussagen und mangelnde Beweise – die Erklärung des CAS im Fall Manchester City

29.07.2020, 09:5029.07.2020, 09:50

Vor rund zwei Wochen hat der internationale Sportgerichtshof (CAS) die zweijährige Europacup-Sperre gegen Manchester City aufgehoben und damit dem Einspruch des Klubs gegen die von der Europäischen Fussball-Union (UEFA) verhängte Sperre stattgegeben. Die verhängte Busse wurde zudem von 30 Millionen auf 10 Millionen Euro reduziert.

Von allen Seiten hagelte es anschliessend Kritik für den CAS und die milde Strafe gegen den englischen Scheich-Klub, der auch im kommenden Jahr in der Champions League antreten darf.

Nun hat der CAS seine 93-seitige Urteilsbegründung veröffentlicht. Darin heisst es, dass Manchester City die UEFA-Untersuchung betreffend der Verstösse gegen das Financial Fair Play (FFP) zwar eklatant missachtet habe – dies könne dem Klub aber nicht nachgewiesen werden. Es fehlten die stichhaltigen Beweise, heisst es. Deshalb könne nicht belegt werden, dass der Verein Gelder der Besitzer als Sponsoreneinnahmen getarnt habe.

Premier-League-Klubs wollten, dass City aus der CL fliegt
Mit der Urteilsbegründung des CAS wurde zudem bestätigt, was bereits geahnt wurde: Fast die halbe Premier League (Liverpool, Arsenal, Manchester United, Chelsea, Leicester, Burnley, Newcastle, Tottenham und Wolverhampton) wollte offenbar verhindern, dass der CAS die Champions-League-Sperre von Manchester City aufhebt.

Demnach unterzeichnete am 9. März unter anderem der FC Liverpool einen Brief an den CAS und bat darum, Citys Bitte um Begnadigung nicht nachzugeben.

Wäre Manchester City ausgeschlossen worden, hätten vor allem das 5.-platzierte Leicester City, welches den CL-Platz geerbt hätte und Wolverhampton (Rang 7), das in die Europa League nachgerutscht wäre, profitiert.

Bezüglich der vorgeworfenen Verschleierung von Eigenkapitalfinanzierung sei bei Manchester City kein schwerwiegender Verstoss festzustellen gewesen, heisst es. Auch hier mangelt es offenbar an Beweisen, dass der Wert der Einnahmen der emiratischen Sponsoren «Etisalat» und «Etihad Airways» absichtlich überhöht wurde, um die Bestimmungen des «FFP» zu erfüllen.

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City-Besitzer Scheich Mansour lieferte offenbar eine entscheidende Zeugenaussage.Bild: www.imago-images.de

Wie der CAS weiter erklärt, seien relevante Beweismittel von Manchester City erst im Berufungsverfahren geliefert worden. So hätten Zeugenaussagen von leitenden Angestellten oder vom Klub-Besitzer Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan schon das ursprüngliche Urteil der UEFA zugunsten von Manchester City beeinflussen können. Im Wortlaut heisst es: «Die angefochtene Entscheidung ist daher nicht per se falsch, sondern, zumindest bis zu einem gewissen Grad, eine Folge der Entscheidung von Manchester City, die relevantesten Beweise, die dem Verein zur Verfügung stehen, erst im vorliegenden Berufungsverfahren vor dem CAS vorzulegen.»

Als Erklärung, warum nicht mehr Beweismittel gesammelt wurden, schiebt der CAS den Ball zur UEFA weiter: Diese habe gedrängt, das Verfahren abzuschliessen, bevor die Champions-League-Saison 2020/21 beginne. (zap)

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