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«Lasst uns für die Flüchtlinge spielen» – 80 Teams beteiligen sich an FC-Porto-Spendenaktion

Der FC Porto will helfen anstatt zusehen – die anderen Teams aus der Champions- und Europa-League ziehen mit. 
Der FC Porto will helfen anstatt zusehen – die anderen Teams aus der Champions- und Europa-League ziehen mit.
Bild: EPA/LUSA

«Lasst uns für die Flüchtlinge spielen» – 80 Teams beteiligen sich an FC-Porto-Spendenaktion

In einem offenen Brief an die UEFA forderte der FC Porto alle 32 Vereine der Champions League dazu auf, einen Euro pro verkauftem Ticket an die Flüchtlingshilfe zu spenden. Nun hat die Idee Anklang gefunden. Auch bei den Europa-League-Teams. 
08.09.2015, 17:2510.09.2015, 15:35
Nik Dömer
Nik Dömer

Um diesen Brief geht es: 

«Als Teil der UEFA Champions League sollten wir eine Vorreiterrolle in der europäischen Gemeinschaft einnehmen und Solidarität  zeigen.»
Stephan Schippers, Geschäftsführer Borussia Mönchengladbach

Mit diesem Schreiben an Michel Platini ruft der FC Porto zur gemeinsamen Solidarität auf. Im Brief heisst es, dass die Fussball-Familie eine lange Tradition der Solidarität und der sozialen Verantwortung pflege. Deshalb sei es unmöglich, die Augen vor diesem Drama zu schliessen, während die Flüchtlinge versuchen, nach Europa einzureisen. 

Konkret schlägt der FC Porto unter dem Motto: «Lasst uns für Flüchtlinge spielen» vor, dass alle 32 Teams im ersten Champions-League-Heimspiel pro verkauftem Ticket einen Euro spenden sollen. 

Gladbach zieht als erster mit

Der Aufruf findet beim Verein von Lucien Favre als erstes Unterstützung. Beim Champions League-Heimspiel gegen Manchester City wollen die Fohlen die Idee umsetzten.  

46'000 Zuschauer haben im Borussia-Park platzt. Demnach spendet Gladbach 46'000 Euro für die Flüchtlinge. 
46'000 Zuschauer haben im Borussia-Park platzt. Demnach spendet Gladbach 46'000 Euro für die Flüchtlinge.
Bild: Bongarts

Geschäftsführer Stephan Schippers betont: «Dieser lobenswerten Initiative des FC Porto folgen wir sehr gerne. Als Teil der UEFA Champions-League, des wichtigsten Vereinswettbewerb in Europa, sollten wir eine Vorreiterrolle in der europäischen Gemeinschaft einnehmen und Solidarität mit den Flüchtlingen zeigen.»

Restlichen Top-Vereine ziehen nach

Nun haben auch die anderen 78 Team aus der Europa- und Champions-League eingewilligt, pro Ticket einen Euro an eine karitative Einrichtung zu spenden. «Wir erwarten zwischen zwei und drei Millionen Euro», sagte Karl-Heinz Rummenigge, Bayern-Präsident und Vorsitzender der europäischen Klub-Vereinigung ECA. «Auch der Fussball hat eine Verantwortung gegenüber diesen armen Leuten», so Rummenigge.

Rummenigge erwartet Einnahmen zwischen zwei und drei Millionen Euro. 
Rummenigge erwartet Einnahmen zwischen zwei und drei Millionen Euro.
Bild: EPA/dpa

Bayern und Real mit guter Vorarbeit

Schon vor der Aktion kündigten Bayern München und Real Madrid grosszügige Spenden für die Flüchtlinge an. Der deutsche Rekordmeister will unter anderem ein Trainingscamp für Flüchtlinge einrichten, die dort zusätzlich Mahlzeiten, Ausrüstung und Deutschunterricht bekommen. Zudem soll ein Millionen-Betrag gespendet werden. 

Alle Champions-League-Sieger seit 1993

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quelle: keystone / emma da silva
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