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Die beiden SCB-Goalies konnten einem heute wirklich leid tun.
Die beiden SCB-Goalies konnten einem heute wirklich leid tun.Bild: keystone

Schlusslicht SCB wird von Lausanne gedemütigt – auch Ambri und Servette feiern Kantersiege

Der EV Zug baut seine Führung in der National League mit einem 2:0-Sieg in Biel auf fünf Punkte aus. Immer tiefer fällt der SC Bern: Er kommt beim neu zweitplatzierten Lausanne gleich mit 1:7 unter die Räder.
02.01.2021, 22:59

Lausanne – Bern 7:1

Der SC Bern startete in das neue Jahr so, wie er das alte beendet hatte: mit einer Niederlage. Bereits nach dem zweiten Drittel war die Partie in Lausanne zugunsten der Waadtländer entschieden. «Schlimmer kann es nicht mehr werden», hatten mehrere Protagonisten des SCB am Tag vor Silvester nach der 3:4-Niederlage im Derby in Langnau gemeint. Kann es doch. Nach nur 166 Sekunden und einem Doppelschlag der Verteidiger Lukas Frick und Fabian Heldner (1. Saisontor im 300. NLA-Spiel) lagen die Berner in der Vaudoise Arena 0:2 im Rückstand.

Davon erholten sie sich trotz des zwischenzeitlichen 1:2 durch Ted Brithén nicht mehr. Etienne Froidevaux stellte noch im ersten Abschnitt den Zweitore-Abstand wieder her, im Mitteldrittel sorgten Ronalds Kenins und Cory Conacher bereits für mehr als eine Vorentscheidung. Besonders bitter für den SCB: Kenins hatte zuvor 16 Spiele lang auf ein Erfolgserlebnis gewartet, und mit Conacher (auch noch zum 6:1) und Froidevaux trafen zwei Ex-Berner.

Das ist jedoch das kleinste Problem für den erfolgsverwöhnten Klub aus der Hauptstadt. Aktuell belegt man den letzten Platz, und die Partie in Lausanne machte deutlich, warum das so ist. Es fehlt nicht am Einsatz, aber man leistet sich dumme Strafen (darunter auch der erfahrene Captain Simon Moser), begeht zu viele Fehler in der Defensive und vor dem Tor regiert die völlige Verunsicherung.

Auch die Entlassung von Coach Don Nachbaur Anfang Dezember verpuffte völlig ohne Wirkung. Der intermistische Chef Mario Kogler gewann das erste Spiel, seither reihte er fünf Niederlage aneinander.

Vincent Praplan: «Im Spiel machen wir dann etwas komplett anderes.»Video: YouTube/MySports

Lausanne - Bern 7:1 (3:1, 2:0, 2:0)
1 Zuschauer. - SR Hebeisen/Hungerbühler, Schlegel/Steenstra (CAN).
Tore: 3. (2:32) Frick (Gibbons) 1:0. 3. (2:46) Heldner (Bertschy, Gibbons) 2:0. 6. Brithén (Moser, Olofsson) 2:1. 15. Froidevaux (Almond) 3:1. 29. Kenins (Frick) 4:1. 33. Conacher (Kenins, Malgin) 5:1. 44. Conacher (Frick/Powerplaytor) 6:1. 47. Malgin 7:1.
Strafen: je 5mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Malgin; Jeffrey.
Lausanne: Boltshauser; Genazzi, Barberio; Heldner, Frick; Grossmann, Marti; Douay, Krueger; Conacher, Malgin, Kenins; Bertschy, Gibbons, Bozon; Jäger, Emmerton, Almond; Leone, Froidevaux, Antonietti.
Bern: Karhunen (21. Wüthrich); Untersander, Zryd; Burren, Elsener; Andersson, Fuchs; Näf; Olofsson, Brithén, Moser; Praplan, Jeffrey, Pestoni; Sterchi, Neuenschwander, Bader; Berger, Burkhalter, Sopa.
Bemerkungen: Lausanne ohne Hudon, Jooris und Maillard (alle verletzt), Bern ohne Beat Gerber, Colin Gerber, Jeremi Gerber, Heim, Henauer, Scherwey, Sciaroni, Thiry (alle krank) und Ruefenacht (verletzt).

Der SCB hatte in Lausanne keinen Stich.
Der SCB hatte in Lausanne keinen Stich.Bild: keystone

Biel – Zug 0:2

Der EV Zug bestätigte seine Position als Leader mit einem hart erkämpften 2:0 in Biel. Matchwinner waren Torschütze Gregory Hofmann und Goalie Leonardo Genoni.

Die entscheidende Szene spielte sich bereits in der 16. Minute ab, als Grégory Hofmann im Powerplay eine schöne Kombination über Jan Kovar und Lino Martschini souverän abschloss. Dem Rückstand rannten die zuletzt formstarken Bieler bis zum Ende vergeblich nach. Vor allem versagte für einmal das sonst so überzeugende Überzahlspiel.

Auch die Zuger hatten allerdings genügend Chancen, den Sieg schon früher ins Trockene zu bringen. Sowohl Joren van Pottelberghe im Bieler Tor als auch Nationalgoalie Leonardo Genoni im Kasten der Zentralschweizer hielten jedoch stark. Genoni hielt für seinen Shutout 21 Schüsse. So fiel die Entscheidung erst in der zweitletzten Minute, als Sven Leuenberger ins leere Tor traf.

Biel - Zug 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)
1 Zuschauer. - SR Stolc (SVK)/Mollard, Obwegeser/Burgy.
Tore: 16. Hofmann (Martschini, Kovar/Powerplaytor) 0:1. 59. Leuenberger (Simion) 0:2 (ins leere Tor).
Strafen: je 4mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Cunti; Kovar.
Biel: van Pottelberghe; Rathgeb, Moser; Forster, Fey; Lindbohm, Stampfli; Sartori; Künzle, Pouliot, Rajala; Fuchs, Cunti, Tanner; Hofer, Komarek, Hügli; Garessus, Nussbaumer, Kohler.
Zug: Genoni; Diaz, Geisser; Cadonau, Alatalo; Schlumpf, Stadler; Wüthrich, Gross; Martschini, Kovar, Thorell; Simion, Leuenberger, Hofmann; Klingberg, Albrecht, Bachofner; Langenegger, Thürkauf, Eugster.
Bemerkungen: Biel ohne Brunner, Gustafsson, Kessler, Kreis, Lüthi, Ulmer (alle verletzt) und Ullström (krank). Biel von 57:55 bis 58:33 ohne Torhüter.

Zug musste in Biel auch einstecken.
Zug musste in Biel auch einstecken.Bild: keystone

Ambri – Fribourg 5:0

Ambri-Piotta kam mit einem 5:0 gegen Fribourg-Gottéron zum ersten Sieg nach fünf Niederlagen. Die Freiburger verloren ihrerseits erstmals nach fünf Erfolgen.

Verkehrte Welt in der Leventina: Während Ambri-Piotta seine Negativserie beendete, kam das bisher positiv überraschende Fribourg für einmal unter die Räder. Die Leventiner fanden zur Stärke zurück, die ihnen schon Anfang Dezember einen Höhenflug beschert hatte: Offensiver Wirbel (44 Schüsse!) und eine solide Defensive.

Die Vorentscheidung fiel im Mitteldrittel, als der Amerikaner Bryan Flynn und Johnny Kneubuehler auf 3:0 erhöhten. Zu Beginn des letzten Abschnitts machte Dominic Zwerger mit einem Shorthander endgültig den Deckel drauf. Damiano Ciaccio kam mit 33 Paraden zu seinem ersten Shutout im Dress von Ambri.

Ambri-Piotta - Fribourg-Gottéron 5:0 (1:0, 2:0, 2:0)
0 Zuschauer. - SR Stricker/Hürlimann, Cattaneo/Kehrli.
Tore: 18. Rohrbach (Novotny, Fohrler) 1:0. 26. Flynn (Nättinen, Zwerger) 2:0. 39. Kneubuehler (Zaccheo Dotti, Zwerger) 3:0. 48. Zwerger (Kostner/Unterzahltor!) 4:0. 54. Hächler (Müller, Novotny) 5:0.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Nättinen; Gunderson.
Ambri-Piotta: Ciaccio; Fora, Isacco Dotti; Fohrler, Ngoy; Hächler, Zaccheo Dotti; Pinana; Nättinen, Flynn, Zwerger; Rohrbach, Novotny, Müller; Trisconi, Kostner, Grassi; Joël Neuenschwander, Goi, Mazzolini; Kneubuehler.
Fribourg-Gottéron: Berra; Sutter, Jecker; Kamerzin, Gunderson; Aebischer, Abplanalp; Bochud, Bougro; DiDomenico, Schmid, Herren; Brodin, Desharnais, Mottet; Rossi, Walser, Jörg; Sprunger, Marchon, Bykov.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Fischer (gesperrt), Bianchi, Conz, D'Agostini und Incir (alle verletzt), Fribourg-Gottéron ohne Chavaillaz und Furrer (beide verletzt).

Ambri hat gegen Fribourg viel Grund zur Freude.
Ambri hat gegen Fribourg viel Grund zur Freude.Bild: keystone

Davos – Lugano 1:3

Der HC Lugano gewann zum fünften Mal in Folge gegen Davos, diesmal mit 3:1. Im Mitteldrittel machten die Tessiner den Unterschied.

Davos ist für den HC Lugano eine Reise wert. Zum zweiten Mal innerhalb von sieben Tagen reisten die Tessiner mit drei Punkten über den San Bernardino zurück. Nach einem ausgeglichenen Startdrittel trafen Dario Bürgler und Mikkel Bödker zur 3:1-Führung, die bis zum Ende Bestand hatte.

Die Davoser ärgerten sich insbesondere über das 1:3, als Magnus Nygren den Stock verlor und die Davoser - sowieso schon in Unterzahl – nur noch zu dritt verteidigen konnten. Sie sahen ein Foul, doch Bödkers Treffer zählte.

Auch danach waren die Luganesi aber näher am 4:1 als die Bündner am Anschlusstor. Der Angstgegner bremste so die zuletzt erstarkten Davoser.

Dario Bürgler: «Es ist schön zwei Mal gegen Davos zu gewinnen.»Video: YouTube/MySports

Davos - Lugano 1:3 (1:1, 0:2, 0:0)
50 Zuschauer. - SR Tscherrig/Nikolic (AUT), Fuchs/Wolf.
Tore: 5. Bertaggia (Arcobello) 0:1. 13. Nygren (Corvi, Palushaj/Powerplaytor) 1:1. 26. Bürgler (Suri, Lajunen) 1:2. 35. Bodker (Powerplaytor) 1:3.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Lammer, Herburger) gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Ambühl; Arcobello.
Davos: Mayer; Nygren, Zgraggen; Stoop, Jung; Heinen, Guerra; Meyer, Barandun; Herzog, Ambühl, Hischier; Marc Wieser, Corvi, Turunen; Palushaj, Lindgren, Baumgartner; Marc Aeschlimann, Egli, Frehner.
Lugano: Schlegel; Heed, Riva; Loeffel, Wellinger; Nodari, Wolf; Chiesa, Traber; Bodker, Arcobello, Bertaggia; Walker, Lajunen, Suri; Bürgler, Herburger, Fazzini; Lammer, Sannitz, Romanenghi.
Bemerkungen: Davos ohne Du Bois, Kienzle, Paschoud, Rubanik und Dino Wieser (alle verletzt), Lugano ohne Matewa, Morini und Zurkirchen (alle verletzt). Davos von 58:30 bis 59:38 ohne Torhüter.

Der HCD bleibt weiterhin eine Wundertüte.
Der HCD bleibt weiterhin eine Wundertüte.Bild: keystone

SCRJ Lakers – Servette 0:6

Genève-Servette hat einen anstrengenden Januar mit einem deutlichen Auswärtssieg perfekt lanciert. Die Genfer setzten sich bei den Rapperswil-Jona Lakers auch dank drei Powerplay-Toren im Mitteldrittel mit 6:0 durch.

Innerhalb von fünf Minuten sorgte Servette für die Differenz. In der 27. Minute nutzte Marco Miranda die erste längere Überzahlsituation der Gäste zum 2:0 und kurz nach Spielmitte erhöhten Marco Maurer und Henrik Tömmernes auf 4:0. Als die Genfer durch Noah Rod zum dritten Mal im Mitteldrittel in Überzahl trafen, hatte Rapperswil-Jonas Goalie Melvin Nyffeler schon seinem Ersatzmann Noël Bader Platz gemacht.

Servette, das nach zwei Niederlagen in Folge zum Sieg zurückfand, bestreitet bis Ende Monat inklusive Cup-Halbfinal gegen Bern 14 Partien.

Rajan Sataric: «Das war ein Ausfall.»Video: YouTube/MySports

Rapperswil-Jona Lakers - Genève-Servette 0:6 (0:1, 0:4, 0:1)
1 Zuschauer. - SR Salonen (FIN)/Staudenmann, Altmann/Dreyfus.
Tore: 6. Fehr (Völlmin) 0:1. 27. Miranda (Omark, Fehr/Powerplaytor) 0:2. 32. (31:10) Maurer (Winnik) 0:3. 32. (31:29) Tömmernes (Omark/Powerplaytor) 0:4. 40. (39:13) Rod (Le Coultre/Powerplaytor) 0:5. 50. Mercier (Vermin, Miranda) 0:6.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 5mal 2 plus 10 Minuten (Arnaud Riat) gegen Genève-Servette.
PostFinance-Topskorer: Cervenka; Omark.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler (32. Bader); Profico, Jelovac; Vukovic, Dufner; Sataric, Maier; Randegger; Lehmann, Rowe, Eggenberger; Clark, Wick, Cervenka; Lhotak, Dünner, Schweri; Forrer, Ness, Wetter; Loosli.
Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Völlmin, Le Coultre; Mercier, Maurer; Smons; Damien Riat, Fehr, Patry; Rod, Richard, Vermin; Moy, Winnik, Omark; Fritsche, Smirnovs, Miranda; Arnaud Riat.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Egli, Moses und Payr (alle verletzt), Genève-Servette ohne Berthon, Karrer, Kast (alle verletzt) und Guebey (gesperrt).(pre/sda)

Rappis Tank war gegen Servette so leer wie das Lido.
Rappis Tank war gegen Servette so leer wie das Lido.Bild: keystone

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