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SCB Headcoach Larry Huras, rechts, kuesst neben Stuermer Brett McLean den Pokal des Schweizer Meisters, nachdem der SCB das 7. Eishockey Playoff Finalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem Geneve-Servette HC gewinnen konnte, am Samstag, 24. April 2010, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Der mehrfache Meistertrainer Larry Huras coacht vielleicht schon bald die Schweizer Nati.
Bild: KEYSTONE

Huras? Hollenstein? Fischer? In dieser Woche wird wohl klar, wer neuer Nationaltrainer wird

In diesen Tagen will der Schweizer Eishockey-Verband entscheiden, in wessen Hände er die Nationalmannschaft übergibt. In drei Wochen bestreitet die Schweiz an der Arosa Challenge die nächsten Länderspiele.



Am 9. Oktober stellte der Eishockeyverband den Kanadier Glen Hanlon frei und präsentierte mit Felix Hollenstein einen interimistischen Nachfolger. Seither verritten sich die Funktionäre in Komödien um Arno Del Curto und Kevin Schläpfer. Mit unbedachten Äusserungen («Wir wollen mehr Swissness») setzten sie sich unnötig unter Druck. Am Ende coachte Hollenstein Anfang November am Deutschland Cup doch nicht, stattdessen stand Juniorentrainer John Fust an der Bande. Die Klubs legten fest, dass ein vollamtlicher Nationaltrainer angestellt werden muss. Und der Verband kommentierte zuletzt gar nichts mehr.

07.11.2015; Augsburg; Eishockey Deutschland Cup - USA -  Schweiz;
Trainer John Fust (SUI) 
(Andy Mueller/freshfocus)

Notnagel Fust am Deutschland Cup.
Bild: freshfocus

Wer wird Hanlons Nachfolger?

Erst in den nächsten Tagen (und wohl noch diese Woche) will sich der Schweizer Eishockeyverband wieder zu Wort melden – und den neuen Nationalcoach vorstellen. Aber wer wird es sein? Patrick Fischer (40) wurde gemäss eigenen Angaben vom Verband angefragt. Er könnte sich auch vorstellen, als Assistent mitzumachen.

13.10.2015; Zuerich; Eishockey NLA - ZSC Lions - HC Lugano; Trainer Patrick Fischer (Lugano) (Patrick Straub/freshfocus)

Wird Patrick Fischer neuer Nationaltrainer?
Bild: Patrick Straub/freshfocus

Der 50-jährige Felix Hollenstein feierte während seiner Trainerkarriere als Assistent (von Anders Eldebrink) grössere Erfolge als in der Chefrolle. Fischer sowie Hollenstein fehlt es noch an Erfahrung: Beide, Fischer in Lugano und Hollenstein in Kloten, waren noch keine drei Saisons in der NLA als Headcoach tätig. Hollenstein sagte am Samstag im «Teleclub», er erwarte den Verbandsentscheid in den nächsten Tagen.

ZUR AUFLOESUNG DES VERTRAGS MIT DEM SCHWEIZER EISHOCKEY NATIONALTRAINER GLEN HANLON UND ZUR INTERIMS-NACHFOLGE VON FELIX HOLLENSTEIN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Klotens Trainer Felix Hollenstein gestikuliert im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Fribourg Gotteron und den Kloten Flyers, am Dienstag, 2. Dezember 2014, in der BCF Arena in Fribourg. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Kommt Felix Hollenstein tatsächlich ins Amt?
Bild: KEYSTONE

Huras: «Etwas zurückgeben»

In der engsten Auswahl befindet sich auch Larry Huras (60) – wie schon im Frühling 2014, als die Wahl schliesslich auf Glen Hanlon gefallen ist. Huras erklärte gegenüber der Agentur Sportinformation, dass er Anfang Woche für weitere Gespräche aus Schweden, wo er im Herbst in Örnsköldsvik entlassen worden ist, in die Schweiz fliege und dass er die Nationalmannschaft gerne übernehmen würde.

«Ich könnte so dem Schweizer Eishockey etwas zurückgeben. Denn das Schweizer Hockey hat mir sehr viel gegeben.» Mit den ZSC Lions, dem HC Lugano und dem SC Bern wurde Huras Meister; Ambri-Piotta führte er zu den erfolgreichsten Saisons der Klubgeschichte (Qualifikationssieg, Playoff-Final, Continentalcup-Sieg).

MANNHEIM, GERMANY - APRIL 10:  Head coach Larry Huras of Ingolstadt reacts during the DEL Play-offs Final Game 1 between Adler Mannheim and ERC Ingolstadt at SAP Arena on April 10, 2015 in Mannheim, Germany.  (Photo by Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images)

Mit Huras wäre Action an der Bande garantiert.
Bild: Bongarts

Wenn der Verband weiterhin eine Schweizer Lösung sucht, wird er das Duo Hollenstein/Fischer ins Rennen schicken. Die logische Wahl wäre Larry Huras. Denn der Trainer muss an allen Fronten, also in den Gesprächen mit Spielern und Klubs, aber auch als Repräsentant an Sponsorenanlässen, die Nationalmannschaft primär «verkaufen» können. Ralph Krueger machte dies von 1997 bis 2010 perfekt vor. Larry Huras, ein grossartiger Kommunikator, könnte diesen Part ebenfalls blendend spielen.

Vielleicht wird's auch ein «Sprengkandidat»

Natürlich befinden sich noch weitere Kandidaten mit Aussenseiterchancen im Rennen. Wegen des Informationsstopps des Verbandes wurde in den letzten Tagen teils wild spekuliert. Klar ist, dass beim Verband etliche Bewerbungen eingegangen sind. Serge Pelletier, zuletzt bei Ambri-Piotta entlassen, befinde sich noch in der Auswahl, verkündete letzte Woche das Tessiner Radio.

Bengt-Ake Gustafsson, dessen Vertrag in Langnau nach dem Wiederaufstieg in die NLA nicht mehr verlängert worden ist, wäre vom Leistungsausweis her (langjähriger Assistent von Ralph Krueger, gewann als Headcoach mit Schweden WM- und Olympiagold) ein äusserst interessanter Kandidat. Auf Anfrage erklärte Gustafsson aber, dass er vom Schweizer Verband nichts mehr gehört habe. (ram/si)

ARCHIV --- Ambri-Piotta Cheftrainer Serge Pelletier waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und dem HC Ambri-Piotta am Dienstag, 13. Oktober 2015, in der SWISS Arena in Kloten. Der Tabellenletzte Ambri-Piotta nimmt einen Trainerwechsel vor. Die Leventiner entliessen am 25. Oktober 2015 Serge Pelletier und gaben die Verpflichtung von Hans Kossmann als neuen Coach bekannt. Der ehemalige Trainer von Fribourg-Gottéron unterschrieb mit Ambri einen bis zum Ende der Saison 2016/17 gueltigen Vertrag. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Serge Pelletier ist angeblich auch ein Thema.
Bild: KEYSTONE

Arno del Curto, wie er leibt und lebt

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