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WM-Halbfinal Argentinien gegen England: Der Schatten des Falklandkriegs

Argentina's team poses for a picture with a banner reading in Spanish "The Malvinas are Argentine" referring to the Malvinas Islands or the Falkland Islands before an international frie ...
Nicht das erste Mal, dass Politik ins Spiel kommt: 2014 hielten argentinische Spieler ein Banner mit dem Anspruch auf die Malvinas hoch.Bild: AP/Telam

«Sport ist kein Krieg»: Veteranen mahnen vor dem England-Halbfinal

Das WM-Halbfinale zwischen England und Argentinien hat wegen des Falklandkrieges 1982 mehr als eine grosse sportliche Dimension. Argentinische Veteranen des Falklandkrieges haben sich vor dem hochbrisanten WM-Halbfinale gegen England nun zu Wort gemeldet.
14.07.2026, 16:5614.07.2026, 16:56

«Sport ist kein Krieg: Das Halbfinalspiel ist ein Sportereignis von weltweiter Tragweite, keine bewaffnete Revanche und keine historische Kompensation», hiess es in einem Brief des Verbandes der Kriegsveteranen «2. April» vor dem Spiel des Titelverteidigers aus Südamerika gegen das Fussball-Mutterland an diesem Mittwochabend (MEZ) in Atlanta (USA).

Am 2. April 1982 hatte der Krieg um die Falklandinseln, die im argentinischen Sprachgebrauch nur als Malvinas bezeichnet werden, mit der Besetzung durch argentinische Soldaten begonnen. Knapp 1000 Soldaten hatten in der militärischen Auseinandersetzung über mehr als 70 Tage ihr Leben gelassen, fast zwei Drittel davon waren Argentinier gewesen.

Die Inselgruppe liegt im südlichen Atlantik und ist seit 1833 ein britisches Überseegebiet. Argentinien begründet seinen Anspruch aber mit der Rechtsnachfolge eines früheren spanischen Kolonialreiches.

Karte Falkland-Inseln
Um diese Inselgruppe (Grün) im Südatlantik führten Grossbritannien und Argentinien 1982 einen Krieg mit fast 1000 Toten.Bild: Shutterstock/watson

Argentinien beharrt weiter auf seinem Anspruch

Souveränität werde auf internationalen Foren verteidigt – mit Diplomatie, historischer Wahrheit und dem friedlichen und unverzichtbaren Anspruch, den die Verfassung vorschreibe, hiess es weiter in dem Schreiben der Kriegsveteranen, aus dem argentinische Medien berichteten.

Nach der Kapitulation der Argentinier nahmen beide Länder erst sieben Jahre später wieder diplomatische Beziehungen auf, gelöst ist der Souveränitätsstreit jedoch bis heute nicht. Grossbritannien lehnt jede Verhandlung darüber ab, Argentinien beharrt auf seinem Anspruch auf die Malvinas. Das machten auch die Kriegsveteranen deutlich: «Möge der Fussball eine Brücke sein, um die Malvinas-Frage zu thematisieren und die Welt daran zu erinnern, dass unser Anspruch nach wie vor aktueller denn je ist.»

Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni hatte bereits betont: «Meine Botschaft: Es ist ein Fussballspiel, nichts anderes.» (car/sda/dpa)

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