«So etwas habe ich noch nie erlebt» – Langnau überrollt Lausanne
«Wir waren von Anfang an gut und dominant, wir haben unseren Job gut gemacht», sagte Thierry Paterlini im Interview gegenüber «neo1» nach dem Sieg in Lausanne. Und der Langnauer Trainer hatte noch eine Statistik parat: In den letzten fünf Jahren habe er in Lausanne noch nie gewonnen. Nun feierten die Tigers gleich einen 9:3-Auswärtssieg – bei einem Gegner, der sechs der letzten sieben Heimspiele gewonnen hatte.
Schon nach 16 Minuten stand es 6:0, die Tigers schossen in dieser Zeit mehr Tore, als Lausanne im ersten Drittel Torschüsse zustande brachte. Noch nie führte ein Team in der National League auswärts schneller mit 6:0. Den bisherigen Rekord hielt der HC Lugano, der im Januar 1989 in Freiburg nach 18:43 Minuten 6:0 führte und am Ende 12:1 gewann. Langnau verbesserte ihn um 138 Sekunden.
«So etwas habe ich selbst auch noch nie erlebt», sagte Paterlini, «wir waren sehr effizient und haben alle Chancen eiskalt ausgenutzt.» Gian Meier, Nando Eggenberger und André Petersson legten bis zur 12. Minute vor, dann nutzten Hannes Björninen, Jerome Bachofner und Petersson innert gut drei Minuten drei Powerplays. Lausanne wechselte dreimal den Torhüter.
Das Team aus Langnau sei das Spiel «sehr sachlich» angegangen, habe mit dem Puck gut gespielt und für Lausanne sei es schwierig gewesen, überhaupt ins Spiel zu finden. Am Ende trafen Eggenberger, Bachofner und Petersson je zweimal, sechs der neun Tore erzielten Schweizer. Gefällt es dem Coach, dass vor allem die Schweizer zur Zeit produktiv sind? «Ja, es sind ja auch mehr Schweizer als Ausländer», antwortete Paterlini, «am Ende geht es um das Team, und jeder hat seine Rolle.» Lausanne verkürzte im Schlussdrittel noch auf 3:9.
Ein Fazit zur Saison wollte Paterlini vor der Nati-Pause nicht ziehen. «Es ist schwierig, jetzt ein Fazit zu ziehen», sagte er, «wir haben noch zwei schwierige Spiele vor uns.» Die Tigers treffen heute Abend zuhause auf Fribourg-Gottéron und am Freitag auswärts auf den EV Zug.
