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Bern steuert auf eine Krise zu.
Bern steuert auf eine Krise zu.Bild: KEYSTONE

Bern verliert zum vierten Mal in Folge – Lions bodigen Tigers, Ambri schlägt Biel

Damit hätte keiner gerechnet: Meister Bern erleidet die vierte Niederlage in Serie. Ambri bezwingt Biel und auch das dritte Team aus dem Kanton Bern erleidet am heutigen Abend eine Niederlage: Die Tigers verlieren gegen die ZSC Lions.
27.09.2019, 22:49

Ambri-Piotta – Biel 3:1

Ambri-Piotta kommt mit einem 3:1 gegen den bisherigen Leader Biel zum zweiten Heimsieg in Folge. Es war erst der dritte Sieg der Tessiner aus den letzten 15 Duellen gegen die Seeländer. Für Ambri-Piotta wendeten Fabio Hofer in Überzahl, Verteidiger Nick Plastino und Eigengewächs Noele Trisconi mit ihren Toren im Schlussdrittel einen 0:1-Rückstand.

Für Hofer war es das erste Spiel nach der Bekanntgabe seines Transfers zu Biel auf die kommende Saison hin. Der österreichische Internationale überzeugte mit einem engagierten Auftritt, der stellvertretend für die hohe Einsatzbereitschaft der Gastgeber stand.

Eine intensive Partie in der Leventina.
Eine intensive Partie in der Leventina.Bild: KEYSTONE

Bei Biel stand für einmal Nummer-2-Goalie Elien Paupe zwischen den Pfosten. Er verhinderte im ersten Teil des Mitteldrittels mit zahlreichen Paraden die mögliche gewesene 1:0-Führung für die Leventiner. Biel eröffnete kurz darauf entgegen dem Spielverlauf das Skore durch den aufgerückten Verteidiger Yannick Rathgeb (33.).

Weiter unzureichend bei Biel ist die Powerplay-Erfolgsquote. Vor der Partie befand sich diese bei gerade Mal vier Prozent, obschon die Seeländer über 45 Minuten in Überzahl und damit bislang soviel wie kein anderes Team der Liga im Powerplay agieren konnten. Diese Quote verschlechterte sich am Freitag mit 8:28 Minuten ohne Ertrag weiter. (sda)

Bern – Lausanne 2:5

Der SC Bern schlittert langsam, aber sicher in eine Krise. Die 2:5-Heimniederlage gegen Lausanne war die vierte Niederlage in Serie für die Berner.

Letztmals war dies dem SCB im November/Dezember 2017 passiert. Im Heimspiel gegen Lausanne brachte sich der Schweizer Meister bereits in der Startphase arg in Rücklage. Nach nur gerade zehneinhalb Minuten führten die Waadtländer bereits mit 3:0 - dank eines Tores bei Gleichstand, einem in Unter- und einem in Überzahl. Bis zum Ende des Mitteldrittels kamen die Berner zwar noch auf 2:3 heran, die zweite Heimniederlage der Saison konnten sie aber nicht verhindern.

Frustrierte Gesichter beim SCB.
Frustrierte Gesichter beim SCB.Bild: KEYSTONE

SCL Tigers – ZSC Lions 4:6

Die ZSC Lions feiern mit einem 6:4 in Langnau erstmals in dieser Saison einen Auswärtssieg. Die SCL Tigers können nur ein Drittel lang mithalten.

Die Löwen beissen auch ausserhalb des heimischen Geheges in Zürich-Oerlikon. Mit einem vor allem offensiv überzeugenden Auftritt liessen die ZSC Lions im Raubkatzen-Duell den SCL Tigers keine Chance. Die Vorentscheidung fiel durch einen Doppelschlag des formstarken Pius Suter und Dario Trutmann in der 26. und 28. Minute. Davon erholten sich die Langnauer nicht mehr.

Das 10-Tore-Festival geht an die Zürcher.
Das 10-Tore-Festival geht an die Zürcher.Bild: KEYSTONE

Bis zur 53. Minute erhöhten die Lions auf 6:2, ehe die Emmentaler die nachlassende Konzentration der Zürcher noch zu zwei Toren ohne Wert nützten. Den Tigers fehlte es nicht am Engagement, doch gegen stark aufspielende Löwen hatten sie spielerisch zu wenig zu bieten. Für eines der Überraschungsteams der letzten Saison wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Nach der dritten Niederlage in Serie finden sich die SCL Tigers unter dem Strich wieder.

Die ZSC Lions kommen unter ihrem schwedischen Weltmeister-Coach Rikard Grönborg hingegen immer besser in Fahrt. Sie feierten erstmals in dieser zwei Saisons zwei Siege in Serie und belegen den 2. Platz.

Lugano – Servette 1:2

Genève-Servette gewinnt in Lugano mit 2:1 nach Verlängerung und ist alleiniger Leader der National League. Der Kanadier Eric Fehr erzielte in der 64. Minute das Siegtor für die Genfer. Genève-Servette realisierte den fünften Sieg in Folge. Goalie Gauthier Descloux imponierte dabei mit 34 Paraden.

Der zweite Genfer Torschütze neben Eric Fehr war Jeremy Wick, der für die Gäste im Finish des Mitteldrittels in Unterzahl ausgleichen konnte. Und dies mit dem erst achten Torschuss der Genfer. Die Tessiner verzeichneten mit 35:17, davon 18:4 im Startdrittel, ein deutliches Plus an Torschüssen. Die Gastgeber hätten auch in der Verlängerung die Partie gewinnen können.

Servette entscheidet das Duell in der Verlängerung für sich.
Servette entscheidet das Duell in der Verlängerung für sich.Bild: KEYSTONE

Verteidiger-Veteran Julien Vauclair vergab aber in der 62. Minute den «Matchpuck». Allerdings hatte eine Minute davor auch der Genfer Topskorer Tommy Wingels das frühzeitigere 2:1 für die Gäste erzielen können.

Auf Seiten von Lugano verbuchte Reto Suri mit der Vorarbeit zur 1:0-Führung von Matteo Romanenghi immerhin den ersten Skorerpunkt. (sda)

Die Tabelle

Die Telegramme

Ambri-Piotta - Biel 3:1 (0:0, 0:1, 3:0)
4493 Zuschauer. - SR Lemelin/Borga, Balazs/Cattaneo.
Tore: 33. Rathgeb (Rajala) 0:1. 41 (40:43) Hofer (Fora, Zwerger/Ausschluss Cunti) 1:1. 44. Plastino (Fora, Trisconi) 2:1. 51. Trisconi (Zwerger) 3:1.
Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (Dotti) gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 plus 10 Minuten (Cunti) gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: D'Agostini; Rajala.
Ambri-Piotta: Manzato; Fora, Dotti; Fohrler, Ngoy; Fischer, Plastino; Pinana; Trisconi, Goi, Bianchi; Sabolic, Müller, Zwerger; D'Agostini, Flynn, Hofer; Kneubühler, Dal Pian, Joël Neuenschwander; Incir.
Biel: Paupe; Moser, Kreis; Rathgeb, Forster; Fey, Salmela; Sataric, Kohler; Künzle, Pouliot, Rajala; Tschantré, Cunti, Hügli; Riat, Fuchs, Schneider; Ulmer, Gustafsson, Jan Neuenschwander.
Bemerkungen: Ambri ohne Novotny, Rohrbach, Jelovac, Conz und Kostner (alle verletzt) und Hrachovina (überzähliger Ausländer), Biel ohne Brunner, Lüthi (verletzt) sowie Hiller (abwesend/geschont). - 17. Künzle verletzt ausgeschieden (Verdacht auf Hirnerschütterung). - Pfosten: 31. Sabolic, 51. Salmela. - 58. Timeout Biel, ab 57:31 ohne Torhüter.

Bern - Lausanne 2:5 (1:3, 1:0, 0:2)
15'699 Zuschauer. - SR Stricker/Tscherrig, Fuchs/Wolf.
Tore: 3. Moy (Emmerton, Almond) 0:1. 6. Antonietti (Froidevaux/Ausschluss Vermin!) 0:2. 11. Genazzi (Frick/Ausschluss Colin Gerber) 0:3. 14. Untersander (Blum, Rüfenacht) 1:3. 33. Andersson (Arcobello, Ebbett/Ausschluss Stephan) 2:3. 46. Kenins (Bertschy, Genazzi/Ausschluss Praplan) 2:4. 60. (59:36) Jeffrey (Vermin) 2:4 (ins leere Tor).
Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Almond.
Bern: Schlegel (6. Caminada); Burren, Koivisto; Andersson, Beat Gerber; Untersander, Blum; Krueger, Colin Gerber; Sciaroni, Mursak, Scherwey; Praplan, Ebbett, Pestoni; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Grassi, Heim, Berger.
Lausanne: Stephan; Lindbohm, Frick; Nodari, Grossmann; Heldner, Junland; Genazzi; Moy, Emmerton, Almond; Bertschy, Jooris, Herren; Vermin, Jeffrey, Kenins; Antonietti, Froidevaux, Leone; Traber.
Bemerkungen: Bern ohne Kämpf (verletzt). Bern von 57:32 bis 58:42 und von 58:48 bis 59:36 ohne Torhüter.

SCL Tigers - ZSC Lions 4:6 (1:1, 0:2, 3:3)
5407 Zuschauer. - SR Hebeisen/Kaukokari, Progin/Gnemmi. - Tore: 16. Hollenstein (Geering) 0:1 (Eigentor Erni). 20. (19:41) DiDomenico (Pesonen) 1:1. 26. Suter (Wick, Roe) 1:2. 28. Trutmann (Bodenmann) 1:3. 46. Noreau (Ausschlüsse Schmutz, Cadonau) 1:4. 49. Maxwell (DiDomenico) 2:4. 50. Roe (Suter) 2:5. 53. Suter 2:6. 57. Kuonen (Diem, Pesonen) 3:6. 60. (59:35) DiDomenico 4:6.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers, 2mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Pesonen; Roe.
SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Leeger; Lardi, Erni; Schilt, Blaser; Cadonau; Kuonen, Maxwell, Neukom; DiDomenico, Berger, Pesonen; Schmutz, Earl, Rüegsegger; Andersons, Diem, Sturny.
ZSC Lions: Flüeler; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Sutter; Suter, Roe, Wick; Chris Baltisberger, Prassl, Pettersson; Hollenstein, Diem, Bodenmann; Simic, Schäppi, Pedretti.
Bemerkungen: SCL Tigers ohne Gagnon (überzähliger Ausländer), In-Albon und Dostoinow, ZSC Lions ohne Blindenbacher, Krüger und Nilsson (alle verletzt). Timeout ZSC Lions (46.)

Lugano - Genève-Servette 1:2 (1:0, 0:1, 0:0, 0:1) n.V.
5589 Zuschauer. - SR Wiegand/Urban, Kaderli/Altmann.
Tore: 3. Romanenghi (Suri) 1:0. 39. Wick (Rod, Maurer/Ausschluss Fehr!) 1:1. 64. Fehr (Douay) 1:2. - Strafen je 2mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Fazzini; Wingels.
Lugano: Zurkirchen; Ohtamaa, Chorney; Loeffel, Vauclair; Chiesa, Jecker; Riva; Klasen, Lajunen, Zangger; Fazzini, Romanenghi, Suri; Bürgler, Sannitz, Bertaggia; Jörg, Walker, Lammer.
Genève-Servette: Descloux; Karrer, Maurer; Jacquemet, Olsson; Mercier, Le Coultre; Smons; Wingels, Smirnovs, Winnik; Maillard, Fehr, Rod; Wick, Richard, Miranda; Bozon, Berthon, Douay.
Bemerkungen: Lugano ohne Morini (verletzt) und Spooner (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Tömmernes, Kast, Antonietti, Völlmin und Fritsche (alle verletzt). - NL-Debüt von Jens Olsson (SWE/Genève-Servette). (sda)

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Couleur
27.09.2019 22:35registriert Januar 2018
Vielleicht ist Chatelain ein äusserst schlauer Fuchs, weil er noch nicht mit Jalonen verlängert hat ;-)
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miarkei
28.09.2019 07:31registriert März 2017
Grande Bern? 🤔
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fools garden
28.09.2019 07:43registriert April 2019
Dafür läuft es Bern auf der "Wiesen" grad wie geschmiert😉
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