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Sean Simpson in Not

Kurioses Goalie-Aufgebot der Hockey-Nati: Wieso Michael Flückiger gegen Schweden ran darf

Ein derartiges Goalie-Aufgebot hatte die Schweiz für WM- Vorbereitungsspiele noch nie. Für die zwei Spiele gegen Weltmeister Schweden steht mit Michael Flückiger eine ewige Nummer 2 im Aufgebot.



Leonardo Genoni (Davos) rückt erst für die zweite WM-Vorbereitungswoche ein. U20-Nationaltorhüter Melvin Nyffeler ist die Nummer 3 der ZSC Lions und steht nicht zur Verfügung. Ambris Sandro Zurkirchen wäre nächste Woche zu seinem Länderspiel-Debüt gekommen – aber er ist verletzt.

Wen also am nächsten Mittwoch in Rapperswil und am Freitag in Arosa gegen Weltmeister Schweden ins Tor stellen? Nati-Trainer Sean Simpson hat das Lugano-Duo Daniel Manzato und Michael Flückiger aufgeboten.  

Paolo Duca von Ambri, Mitte, bringt Luganos Torhueter Michael Flueckiger in Bedraengnis, beim NLA Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Lugano und dem HC Ambri-Piotta am Freitag, 22. Februar 2013, in der Resega Halle von Lugano. (KEYSTONE/Karl Mathis)

Flückiger im Tessiner Derby gegen Ambri im Februar. Bild: Keystone

Manzato ist der dankbarste Goalie-Hilfsarbeiter unseres Hockeys. Er wird seit Jahren immer dann aufgeboten, wenn die anderen, die «richtigen» Nationalgoalies nicht zur Verfügung stehen. Überraschender ist hingegen die Nomination von Michael Flückiger. Aber sie ist logisch.

Der Talentierteste des besten Schweizer Goalie-Jahrgangs

Sean Simpson tritt mit den vergessenen Helden des 1984er-Jahrganges an. Daniel Manzato, Michael Flückiger, Tobias Stephan und Thomas Bäumle haben alle den gleichen Jahrgang. 1984 ist der beste Goalie-Jahrgang aller Zeiten. Daniel Manzato (42 Länderspiele), Thomas Bäumle (14) und Tobias Stephan (60) haben sich schon längst international bewährt. Tobias Stephan war 2011 sogar unsere Nummer 1 bei der WM. Nun ist mit Michael Flückiger auch der vierte 1984er für Länderspiele aufgeboten worden.

Flückiger gilt als der Talentierteste dieses Quartettes. Er ist wahrscheinlich der eleganteste, beste Stilist aller aktiven Schweizer Goalies. Und er ist nun der erste Nationaltorhüter, der noch nie bei einem NLA-Klub während einer ganzen Saison die Nummer 1 war. Er spielte schon für Langnau, Kloten, Lugano und Zug in der höchsten Liga. Dabei hat er sich vor allem in Kloten den Ruf erworben, die beste Nummer 2 der Liga zu sein.

Der Schweizer Eishockey Nationaltorhueter Daniel Manzato verfolgt die Scheibe am Lotocup, am Freitag, 15. Dezember 2006, in Bratislava, Slowakei.
(KEYSTONE/Arno Balzarini)

Daniel Manzato ist ein Nati-Routinier, hier im Einsatz 2006 am Lotocup in der Slowakei. Bild: Keystone

Mit 30 Jahren auf dem vorläufigen Höhepunkt

Mit Chur, Ajoie, Thurgau und Langenthal hexte er zudem in der NLB und er gab sogar einmal ein Gastspiel in der dritten Schwedischen Liga (Brunflo). Sein Pech war es, dass er, den Juniorenschuhen entwachsen, zu früh (2003) nach Lugano wechselte und dort nie eine Chance bekam, die Nummer 1 zu werden. So ist er zu einer ewigen Nummer 2 geworden.

Nun kommt der ehemalige Langnauer mit dem ersten Aufgebot fürs Nationalteam zum verdienten vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere. Nächste Saison wird Flückiger für Ambri spielen.

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