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Auch Spiele von Hockey Huttwil sollen künftig übertragen werden.
Auch Spiele von Hockey Huttwil sollen künftig übertragen werden.Bild: IMAGO / Beautiful Sports
Eismeister Zaugg

Revolution im Hockey-TV-Bereich: Ringier steigt im Amateur- und Frauenhockey ein

Auch das noch: Die höchsten Amateur- und Frauenligen überholen die Swiss League bei der TV-Präsenz.
07.07.2022, 10:2707.07.2022, 14:19

Der Sauerstoff des Hockey-Geschäftes ist die Medien- und TV-Präsenz. Die Swiss League steckt in der TV-Sackgasse: Die an und für sich gute Idee einer Streaming-Plattform, auf die alle Saisonkarten-Besitzer der Liga Zugriff haben, hat – polemisch ausgedrückt – einen Geburtsfehler: keinen Medienpartner, der die Bilder aus der «geschlossenen Gesellschaft» der Liga in die Welt hinausträgt. Dieser Partner wäre die erfolgreiche Hockey-TV-Station MySports und ihre Partner im frei empfangbaren Fernsehen. Aus verschiedenen Gründen ist eine solche Partnerschaft auf nächste Saison kaum machbar.

Das führt zur schon fast absurden Situation, dass nächste Saison das Amateurhockey (die MyHockey League, vormals MySports-League) die bessere TV-Präsenz haben wird. Die grossen Medienhäuser brauchen Inhalte für ihre verschiedenen Kanäle. Sport eignet sich vorzüglich als Inhalt («Content»). Nun steigt mit Ringier eines der grössten und mächtigsten Medienhäuser des Landes ins Amateur- und Frauenhockey ein. Folgende erfreuliche Mitteilung haben die Klubs der My Hockey League und der höchsten Frauenhockey-Liga soeben in ihren Buchstabenbüchsen (E-Mails) vorgefunden.

Geschätzte Clubvertreter der MyHockey League und der Women’s League

In den letzten Monaten wurde verschiedentlich über das Thema OTT-Plattform informiert und diskutiert. Gerne informieren wir euch daher über den aktuellen Stand der Dinge:

Swiss Ice Hockey hat diverse Angebote und Optionen geprüft und hat in einem mehrstufigen Verfahren mit den zwei Anbietern Asport und Ringier Sport die Verhandlungen weiter fortgeführt.

Die Geschäftsleitung SIHF (der Verband, der sich um das Amateur- und Frauenhockey kümmert – die Red.) hat sich nach mehreren Angebotsrunden schliesslich für das Angebot von Ringier Sport entschieden und letzte Woche einen Letter of Intent unterzeichnet. In den kommenden Wochen werden nun die Detailverhandlungen für den Vertragsabschluss geführt.

Die Hauptgründe für die Zusage an Ringier Sport lag vor allem in der grösseren Visibilität der Plattform durch die Zusammenarbeit mit blick.ch sowie den tieferen jährlichen Kosten pro Club. Ein wichtiger Teil des Vertrages mit Ringier Sport sieht zudem vor, dass alle Clubs kostenlos mit automatisierten Kamerasystemen ausgestattet werden. Zusammengefasst bedeutet dies, dass die Clubs von einer grösseren Visibilität profitieren, dies zu tieferen jährlichen Kosten und ohne Investitionen in die Infrastruktur tätigen zu müssen (exkl. Zuleitungen). Durch ein einheitliches Kamerasystem profitiert die jeweilige Liga von einer einheitlichen Bild- und Streaming-Qualität, was in der Aussenwahrnehmung einen professionellen Auftritt garantiert.

Der Fahrplan sieht weiterhin vor, dass spätestens ab 1. Januar 2023 alle Spiele der MyHockey League und der Women’s League live auf der Plattform von RED (www.projectred.ch) gestreamt werden. Je nach Roll-out-Plan von Ringier Sport kann dies bereits früher geschehen. Das Angebot wird innerhalb von zwei bis maximal drei Saisons auf sämtliche SIHF-Ligen (exkl. Swiss League) ausgedehnt.

Wie bereits an der Ligaversammlung bestätigt, übernimmt SIHF im ersten Vertragsjahr die Kosten für die Clubs der MyHockey League und der Women’s League.

Um es zusammenzufassen: Die Spiele der höchsten Amateur- und Frauenliga werden auf den Kanälen von Ringier übertragen. Die Kosten für die Installation der Infrastruktur (Kameras) werden übernommen. Das bedeutet für nächste Saison polemisch auf den Punkt gebracht: Die höchsten Amateur- und Frauenligen werden die bessere TV-Präsenz haben als die Swiss League.

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