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Fans im ersten Eishockey Playoff-Viertelfinalspiel der National League zwischen dem EV Zug und dem HC Lugano am Samstag, 9. Maerz 2019 in der Bossard Arena in Zug. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Die Zuger Fans werden künftig etwas mehr zur Kasse gebeten. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Der EV Zug erhöht die Preise und bestätigt damit Karl Marx

Also doch: Zug finanziert eine der teuersten Mannschaften in der Geschichte unseres Hockeys nicht etwa durch Zuwendungen seines wohlhabenden Präsidenten. Sondern ganz allein durch die Einnahmen aus dem Hockey-Geschäft.



Manchmal ist es Zeit, sich zu entschuldigen. Über Jahre habe ich immer wieder – manchmal direkt, manchmal zwischen den Zeilen – angedeutet, Zug könne sich seine formidable Mannschaft mit Stars wie Leonardo Genoni, Raphael Diaz oder Grégory Hofmann nur dank den betriebsfremden Zuschüssen seines Präsidenten leisten. Der Vorsitzende Hans-Peter Strebel gilt als freundlicher Milliardär. Nun ist klar: Das präsidiale Geld fliesst ausschliesslich in die Nachwuchsorganisation und in das Spitzensportzentrum (OYM), das rund 100 Millionen Franken kostet.

Zug erhöht nämlich die Preise für die Saisonkarten zwischen 30 und 100 Franken. Gegenüber dem Portal zentralplus.ch begründet Manager Patrick Lengwiler ausführlich, klug und leicht verständlich die Preiserhöhung, die ausgerechnet in Zeiten der Coronavirus-Krise erfolgt. «Alle drei Jahre passen wir die Preise moderat an, um konkurrenzfähig zu bleiben. Darüber hinaus ist bei uns die Nachfrage sehr gross.»

Ein Vertreter der Swiss National League stellt den Pokal auf einen Tisch vor dem zweiten Playoff Finalspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und den ZSC Lions, am Dienstag, 15. April 2014, in der Kolping Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Das erklärte Ziel des EVZ: Der Meisterpokal. Bild: KEYSTONE

Zug hätte, ähnlich wie der SCB, in den letzten Jahren mehr Saisonabos verkaufen können. Aber der Verkauf wurde jeweils gestoppt, um Tickets für die 7200 Zuschauer fassende Bossard-Arena in den Einzelverkauf bringen zu können. Und unbestreitbar ist ja heute die Mannschaft teurer als vor drei Jahren. Also ist eine Preiserhöhung gerechtfertigt, logisch und nachgerade zwingend.

Fans zeigen Verständnis

Patrick Lengwiler geht davon aus, dass seine Kundschaft für den höheren Abopreis Verständnis haben wird: «Wir haben schon weit vor der Coronakrise definiert, dass wir die Preise erhöhen werden. Das haben wir mit den Fans und weiteren Teilen unserer Kundschaft schon vor Monaten thematisiert.» Unmut will er damals nicht zu spüren bekommen haben. «Einige Fans haben mir gesagt, dass sie für die Erneuerung des Abos halt auf das eine oder andere Bier verzichten werden.» Was uns zeigt: teurere Abos? Kein Problem. Die Leute können sich den Aufpreis sozusagen vom Munde absparen.

Die Klubführung hat sich laut Lengwiler für eine Anpassung anhand der Kaufkraft in den verschiedenen Bereichen entschieden. «Für den Abonnenten eines Sitzplatzes bedeutet eine Preiserhöhung von 75 bis 100 Franken etwa das gleiche wie 30 Franken für den Inhaber eines Stehplatzabos.» Logo: die Reichen sitzen, die Armen müssen stehen.

Der CEO des EV Zug Patrick Lengwiler waehrend der Saison Medienkonferenz des EV Zug vom Montag 10. September 2018 in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

EVZ-CEO Patrick Lengwiler erklärt, warum gerade jetzt die Preise erhöht werden. Bild: KEYSTONE

Aber fehlt dem EVZ nicht ein wenig Fingerspitzengefühl, wenn in Zeiten der Krise mehr Geld verlangt wird? Patrick Lengwiler erklärt, er könne dieses Argument verstehen. «Aber unser Produkt hat seinen Wert. Zudem wollen wir sportlich und wirtschaftlich konkurrenzfähig bleiben.»

Doch noch eine kleine Bösartigkeit

Eh, voilà, das ist der entscheidende Satz des umsichtigen EVZ-Managers: nicht durch Zuschüsse des Präsidenten, sondern einzig und allein mit den im Hockeybusiness erwirtschafteten Mitteln bleibt der EV Zug auf dem Transfermarkt konkurrenzfähig. Und da die Mannschaft ja wahrhaftig teuer ist, müssen eben die Preise erhöht werden. Denn wie Patrick Lengwiler richtig sagt: Das Produkt EVZ hat seinen Wert.

Die Zuger sitzen also im genau gleichen Boot wie die SCL Tigers, Ambri, Servette oder der SCB (um nur ein paar Konkurrenten zu nennen), die eigentlich nur ausgeben können, was sie mit dem Hockeygeschäft einnehmen können. Tatsächlich ein Schuft, wer da behauptet hat, Zug sei dank den Zuwendungen von Hans-Peter Strebel auf dem Transfermarkt so erfolgreich, dass es gelingen konnte, beispielsweise dem SCB Leonardo Genoni oder dem HC Lugano Grégory Hofmann auszuspannen.

Und trotzdem sei dem Chronisten doch noch eine kleine Bösartigkeit gestattet. Wofür er sich gleich entschuldigt. Mit dieser Preiserhöhung bestätigt das umsichtige Zuger Management die grossen, auch heute weltweit immer wieder zitierten Kapitalismus-Experten Karl Marx (1818 bis 1883) und Friedrich Engels (1820 bis 1895). Wären beide noch unter uns und Saisonkarteninhaber beim EV Zug, dann würden sie wohl in einer gemeinsamen Erklärung dazu verlauten lassen: «Nur wer das Proletariat ausbeutet und die kleinen Leute zahlen lässt, kann Millionär und Milliardär werden.» Ende der Bösartigkeit.

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71
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    Alle Leser-Kommentare
  • Eiswalzer 14.05.2020 14:31
    Highlight Highlight Noch ein kritisches Wort:
    Lengwiler betritt mit der Preiserhöhung dünnes Eis. In der abgebrochenen Saison gibt es kein Geld zurück. Sportlich hat man die gesteckten Ziele noch nicht erreicht. Von Lohnverzicht der Spieler wurde bisher nichts verlautet. Wer dann noch die Preise erhöht, der steht dann in der Bringschuld... Da muss einiges kommen
  • Tugium 14.05.2020 06:14
    Highlight Highlight Und Strebel ist immernoch kein Milliardär🤦🏻‍♂️
  • W.G. 13.05.2020 20:14
    Highlight Highlight Pech für Zug, dass diese Saison abgebrochen wurde. Diesmal hätte es reichen können. Nur der Z hätte es verhindern können
    Nächste Saison wird alles wieder anders sein. Die Chance ist weg.
    Wer wird meist Meister ausser Bern, Z oder Hcd. Niemand!
    Bis es die Zuger mal geschafft haben, sind der Hcd und der Scb wieder erstarkt
  • SGR 13.05.2020 20:09
    Highlight Highlight Stehplatz Erwachsene:
    Normal 580.-
    Fanclub 530.-

    aua... da ist hoffentlich der Preisaufschlag schon eingerechnet...
  • Zanzibar 13.05.2020 18:44
    Highlight Highlight Mit Spitzensport lässt sich nun mal kein Geld verdienen. Einige Vereine haben extrem Zahlungskräftige Sponsoren, andere einen Mäzen, wieder andere leben von der TV Kohle. Es spielt doch keine Rolle woher das Geld kommt. Hauptsache die Unterhaltung stimmt, um nichts anderes geht es doch.
  • Tikkanen 13.05.2020 18:04
    Highlight Highlight ...hoppla, da werden aber die Eltern der Zugerfans keine Freude haben ob der Mehrausgaben zugunsten ihrer Hockeybegeisterten Teenie‘s😁 U überhoupt, angesichts des traditionellen Playoff Versagen der Zuger zeigt sich seit Jahrzehnten, dass sich die zum 🏆 nötigen Tugenden wie Biss und Teamgeist nicht kaufen lassen😁
    Als gegenteiliges Beispiel zu den erfolglosen Mäzenenklübli💰 holt der SCB mit den erwähnten Tugenden Meistertitel in Serie, sogar mit den in Europas Hockeyhauptstadt gewohnten, sehr moderaten Ticketpreisen👍🏻

    Item, Schweizermeister🐻🏆
    • AndOne 13.05.2020 19:10
      Highlight Highlight @ Tikki
      Jetzt auch nicht mehr, die Heulsusen von Bern wollen ja die Regeln zu ihren Gunsten ändern, damit sie überhaupt die Playoffs in Zukunft noch erreichen können.
    • Lümmel 13.05.2020 19:19
      Highlight Highlight Naja, die mittefünfziger Hausfrau mit Meches in der Kurzhaarfrisur hat halt jetzt auch nicht gerade das riesen Budget. Daher MÜSSEN die Ticketpreise in der Post-lotter-arena auch sehr moderat sein ansonsten wäre die Halle jeweils nur 1/4 voll.
    • piranha 13.05.2020 19:21
      Highlight Highlight Jaja, und dieses Jahr hatte der SCB Glück gab es keine Playouts, sonst wäre es noch peinlicher geworden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • blueberry muffin 13.05.2020 17:48
    Highlight Highlight Naja wenn die Fans die teuren Stars bezahlen wollen, sollen sie das. Skandalös wirds erst, wenn der Steuerzahler den Starzirkus bezahlt.
  • manolo 13.05.2020 17:42
    Highlight Highlight Ich gehe schon seit Jahren nicht mehr nach Zug zu den Spielen und werde es auch in Zukunft sicher nicht machen!
    Ich bringe das Geld lieber nach Zürich dort wird der Fan noch anständig behandelt und nicht geschröpft!
    • Lümmel 13.05.2020 19:19
      Highlight Highlight Welch Verlust für Zug!
    • Lumina 14.05.2020 00:43
      Highlight Highlight Ja klar, der Fan wird beim ZSC noch anständig behandelt und "nicht geschröpft", genau deswegen kosten bei euch die "Stehplätze" ja auch nur 35, statt wie bei anderen Klubs, zwischen 25-27 CHF - finde den Fehler! 🙄
    • Tugium 14.05.2020 06:15
      Highlight Highlight Freut uns in Zug dass sie fernbleiben😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 13.05.2020 16:31
    Highlight Highlight Herr Strebel unterstützt den EVZ massiv. Selbst dann, wenn er dies über den Nachwuchs und OYM tut. Die meisten Nachwuchsorganisationen (wahrscheinlich sogar alle) sind hoch defizitär. Mit dem Farmteam - so schätze ich - könnte sich das Defizit der EVZ-Nachwuchsorganisation locker auf drei bis vier Millionen Franken belaufen (das OYM nicht mitberechnet). Wenn dies kein Mäzen bezahlt, so muss es die Mutterfirma (also der EVZ) ausgleichen. Dieses Geld würde dann für die 1. Mannschaft fehlen.
    Und doch: Für Budgetüberschreitungen bei der Kaderbildung wird wohl nicht Herr Strebel zuständig sein.
    • miarkei 13.05.2020 20:10
      Highlight Highlight Falsch Herr Strebel unterstützt das ganze Eishockey. Durch eine Academy und OYM bekommen junge Spieler eine top Ausbildung. Sie werden nicht alle für Zug auflaufen und daher wir das gesamte schweizer Eishockey davon profitieren.
    • Dreibünden 13.05.2020 20:24
      Highlight Highlight Herr Wüthrich
      Ihre Aussagen treffen natürlich zu 100% zu. Aussagen wle....nein, dass Geld fliesst nur in den Nachwuchs.....haben mich stets etwas beunruhigt! Erstaunlich (und etwas beunruhigend) wie solch naheliegende/ triviale Zusammenhänge nicht erkannt werden.
      Danke!
    • Bruno Wüthrich 14.05.2020 00:33
      Highlight Highlight @ miarkei

      Sämtliche einigermassen gut geführten Nachwuchsabteilungen bilden ihre Spieler für das ganze Eishockey aus. Deshalb stimmt einerseits schon, was Sie schreiben.
      Doch auch die Academy und wohl auch das OYM dürften defizitär sein. Wäre da nicht Herr Strebel, würden die Defizite zumindest der Academy das Budget des EVZ, und damit dessen 1. Mannschaft belasten.

      Fazit: Es stimmt fast alles, was Sie schreiben. Aber Sie widerlegen damit meinen Kommentar nicht.

      Ach - noch wegen dem "fast alles": Das allererste Wort Ihres Einwandes war falsch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • grumpygirl 13.05.2020 16:30
    Highlight Highlight Gab es eigentlich in der Geschichte von Zaugg einen einzigen Beitrag über Zug, in dem kein negativer Kommentar fallen musste? Oder zumindest ist immer alles so negativ konnotiert. Das sage ich hier von neutraler Position aus.
    • maylander 13.05.2020 19:11
      Highlight Highlight Über die Academy hat er einen sehr guten Bericht geschrieben.
      Ansonsten gibt es ja nicht viel schlechtes zu schreiben, da es beim EVZ kaum unvernünftige Managemententscheidungen gibt. Ich denke Klaus wünscht sich für die Büsis auch so ein professionelles Umfeld und noch einen schönen Batzen obendrauf.
  • Brucho 13.05.2020 16:10
    Highlight Highlight Ob der Apotheker die 1. Mannschaft direkt unterstützt oder den ganzen restlichen Verein finanziert macht definitiv keinen Unterschied. Aber egal, diese Rechnung werden die Zuger nie begreifen und sie sollen weiter daran glauben, dass man mit so einem kleinen Stadion, den Werbungen, Sponsoren und der mickrigen Gastronomie so ein teures Team finanzieren kann.
    Und ebenbei wir beim ZSC bekommen die Saisonkarten 10% günstiger und das freut uns sehr auch wenn wir dafür ganz ehrlich dazu stehen, dass zum Glück ein extrem wohlwollender Mäzen und seine Freunde den Verein grosszügig unterstützen.
    • Eiswalzer 13.05.2020 16:37
      Highlight Highlight Fragt sich, wer hier alles nichts begreift und seit 2-3 Jahren gegen den gleichen Klub polemisiert. Es gibt halt noch Leute, die können differenzieren und haben vielleicht auch ein Grundverständnis von Ökonomie😂 Witzig sind jene Vögel, welche seit 2 Jahren labern, wie Zug mit Geld um sich werfe, die höchsten Löhne zahle und ein Mäzen alle Löcher stopfe. Da gibts hier einige (meine aber nicht dich, Brucho).
  • Wasmanvonhieraussehenkann 13.05.2020 16:06
    Highlight Highlight Es gibt auch Fans die gerne stehen, obwohl das Portemonnaie einen Sitzplatz ermöglichen würde.
    So von wegen die Armen „müssen“ stehen...
    • bokl 13.05.2020 16:32
      Highlight Highlight Aber die Fans, welche sich keinen Sitzplatz leisten können (die Armen) müssen trotzdem stehen. Dass sie als scheinbar Reicher aus freien Stücken einen Stehplatz blockieren, ist ziemlich gemein ;).
    • Der Realist 13.05.2020 17:24
      Highlight Highlight Wenn du das kannst ist das schön für dich. Totzdem gibt es Menschen die stehen MÜSSEN da sie es sich einen Sitzplatz nicht leisten können. Nur weil du das kannst gilt dass noch lange nicht für alle.
    • maylander 13.05.2020 19:23
      Highlight Highlight Beim EVZ kann man froh sein, wenn man überhaupt eine Saisonkarte bekommt. Logischerweise gehen da die Preise Rauf.
      Den Leuten, die einfach einen Platz blockieren ohne ihn auf dem Marktplatz freizugeben würde ich aber das Vorkaufsrecht wegnehmen.
  • parakalo 13.05.2020 16:03
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht ganz, wieso ausgerechnet immer der EVZ polemisiert wird, obwohl es im besten Fall indirekte Unterstützung gibt (Entlastung der Aufwände für den Nachwuchs).

    Beim ZSC, HC Lugano, HC Lausanne und HC Davos stehen auch Mäzene oder eine Investorengruppe im Hintergrund, welche für eine volle Transferkasse sorgen.
    Was ist denn bei diesen Vereinen anders, dass diese nicht für Polemik sorgen??
    • Freedom Fighter 13.05.2020 16:35
      Highlight Highlight Die anderen sind einfach sympathischer.... 😁
    • Brucho 13.05.2020 17:51
      Highlight Highlight Die Anderen stehen ganz einfach dazu wie der Verein (nicht nur die 1.Mannschaft) finanziert wird und genau das macht der EVZ leider nicht ganz so offen und ehrlich, warum auch immer. Ich finde es schön, dass es so grosszügige Fans wie den Apotheker gibt.
  • davej 13.05.2020 15:56
    Highlight Highlight Man kann sich die teuerste Mannschaft der Liga leisten, wenn man die paar wenigen Abos die man verkauft, um 100 Franken erhöht? Respekt.
    Warum kann das der SCB nicht? Verkaufen die nicht etwa dreimal so viele Abos?
    • Eiswalzer 13.05.2020 16:09
      Highlight Highlight Die teuerste Mannschaft der Liga? Sagt wer, ein polemischer Eismeister?😂 Zug ist sicher nicht teurer als Bern oder der S
      ZSC. Schau dir doch mal die Kader an. Alleine die Defensive...
    • PostFinance-Arena 13.05.2020 17:54
      Highlight Highlight Erstens hat Zug definitiv nicht das teuerste Kader und zweitens ja, 5'000 x 100.- ergibt eine halbe Million und damit kann man, verteilt auf 3-4 Spieler, sicher den Unterschied ausmachen.

      Der Unterschied zu Bern ist halt, dass sich Zug auf einige CH konzentriert (Martschini, Diaz, Hofmann, Genoni), während Bern neben Topverdienern auch noch 4. Linien Spieler vergoldet. Teuer ist beides, aber in der Menge Bern definitiv teurer!
    • Sandifish11 13.05.2020 18:56
      Highlight Highlight Das könnte der SCB vielleicht auch, aber offensichtlich ist Geld allein nicht Grund genug zum SCB zu wechseln... anders kann ich deine Frage fast nicht beantworten. Aber vielleicht ändert sich das ja in der Post-Chatelain-Ära...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Denverclan 13.05.2020 15:54
    Highlight Highlight In Zeiten von zukünftigen Geisterspielen kann man locker die Preise erhöhen...am Ende der Krise sind die Leute so giggerig auf Live Hockey, dass nicht nur der EVZ das Stadion 3x füllen könnte. Die Zeit bleibt nicht stehen und heilt erst noch Wunden. Die Fans werden Nachholbedarf haben und das angesparte Geld gerne ausgeben. Und niemand wird dazu gezwungen in das Stadion zu gehen...vielleicht kann es sich einfach nicht mehr jeder von der Krise durchgeschüttelte Fan leisten.
    the show must go on....
  • Antiklaus 13.05.2020 15:40
    Highlight Highlight Dann nehmen wir mal an, dass Zug keine Staatshilfe benötigt und die Lohnkosten nicht um 20% senken muss.
  • AndOne 13.05.2020 15:38
    Highlight Highlight Es ist kein Geheimnis, dass Strebel mit einer 1Mio. jährlich die Acadamy finanziert. Genauso wenig dass HP das OYM finanziert hat, wobei auch der EVZ dort Miete bezahlen muss. Genoni wechselte nach Zug weil er primär zurück in seine Heimat (Zürich) wollte um seine Kinder dort aufwachsen zusehen, hätte der Z nicht schon Flüeler unter Vertrag gehabt, wäre Genoni unter Umständen auch beim ZSC gelandet. Und Hofmann ist ein extrem ergeiziger Spieler welcher sich laufend verbessern will. Wo sonst als beim EVZ hätte er die bessten Trainingsmöglichkeiten in der Schweiz gehabt?
    • davej 13.05.2020 15:52
      Highlight Highlight Schon klar. Alle Top Stars wechseln zum EVZ, obwohl sie dort weniger verdienen als sonst wo. Genau dafür sind die Sportler von heute bekannt. Sie folgen dem Herz und nicht dem Geld.....
    • AndOne 13.05.2020 19:11
      Highlight Highlight Wer sagt dass sie beim EVZ weniger verdienen?
    • René Gruber 13.05.2020 20:58
      Highlight Highlight @davej: nein die Spieler verdienen auch in Zug ganz ordentlich. Aber auch nicht zwingend mehr. Trainingsmöglichkeiten und nähe zur Familie sind aber weitere Faktoren sein können wo einer unterschreibt.
  • Ryponagar 13.05.2020 15:32
    Highlight Highlight Würde der Eismeister seine Wettschulden beim EVZ begleichen, könnte die Preiserhöhung vielleicht etwas moderater ausfallen 😁
    • Antiklaus 13.05.2020 16:29
      Highlight Highlight Als Entschädigung hat er doch diesen positiven Artikel über den EVZ geschrieben
  • gunner 13.05.2020 15:26
    Highlight Highlight Spätestens bei worten wie produkt oder kundschaft wird mir speiübel, aber ja wers mag...
    • piranha 13.05.2020 15:40
      Highlight Highlight Mit allen Profivereinen wird Geld erwirtschaftet, sie alle sind somit in gewisser Weise ein Produkt. Und diejenigen, die ein Produkt erwerben, hier in Form von Unterhaltung durch Stadionbesuch, sind Kunden.

      Herr Lengwiler hat sich halt einfach sehr ökonomisch ausgedrückt.
    • Alf Tannenbaum 13.05.2020 17:56
      Highlight Highlight Es heisst doch so schön „der Klub wurde in die Wiege gelegt“.

      Für mich gibt es einen Unterschied. Ich suche mir nicht aus, von welchem Verein ich Fan bin. Ich bin das seit je her und werde es auch immer sein.

      Aber ich entscheide, von welcher Firma ich Kunde sein will.

      Wenn ich nur Kunde wäre, würde ich ganz rational die Firma aussuchen. Als Fan kann ich das nicht.
    • piranha 13.05.2020 19:13
      Highlight Highlight Es gibt auch viele Leute, die bleiben ihrer Marke treu, komme was wolle. Auch wenn das Produkt im Vergleich zur Konkurrenz nichts mehr ist.
  • Staal 13.05.2020 15:21
    Highlight Highlight Also wenn Herr Strebel in den Nachwuchs investiert und nicht in die erste Mannschaft entlastet er das Budget des Vereins trotzdem..ich bleibe dabei: ein Milliardär welcher 'umzverrecke' sich in Zug mit Pokal verewigen möchte '
    • dwight_schrute 13.05.2020 15:42
      Highlight Highlight Klar entlastet er den EVZ. Das bestreitet ja auch niemand. Allerdings sind seine Investitionen viel nachhaltiger als wenn er einfach Geld in die 1. Mannschaft "buttern" würde. Ich mag ja vielleicht nicht ganz objektiv sein bei diesem Thema, aber meinst du nicht, dass es einfachere Wege gäbe um sich "umzverrecke" in Zug mit Pokal zu verewigen? Wenn dies seine Absicht wäre könnte er auch einfach sein Portemonnaie für die 1. Mannschaft öffnen.
    • AndOne 13.05.2020 15:48
      Highlight Highlight @dwight_schrute
      2-3 Mio. im Jahr mehr in die Mannschaftskasse des EVZ und schwups Meisterfeier!
    • Eiswalzer 13.05.2020 16:05
      Highlight Highlight Staal:
      Das macht überhaupt keinen Sinn! Strebel ist Ü70. Setzt sein Geld nachhaltig ein. Wenn er ums Verrecken einen Pokal wollte, dann müsste er anders investieren...
  • Füttert die Tauben! 13.05.2020 15:17
    Highlight Highlight Und wie teuer sind denn nun die Saisonkarten??
    • Hans_Olo 13.05.2020 16:03
      Highlight Highlight 530.- hab heute die Rechnung bekommen
    • Füttert die Tauben! 13.05.2020 23:12
      Highlight Highlight @Hans, für einen Sitzplatz nehme ich an oder? Falls ja, in welcher Kategorie? Danke für deine Antwort!
    • Hans_Olo 14.05.2020 08:27
      Highlight Highlight Teile mal die 530 durch die 26 Heimspiele nächstes Jahr. Und dann sage mir wo du in der Schweiz für diesen Betrag einen Sitzplatz bekommst?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Atavar 13.05.2020 15:12
    Highlight Highlight Herr Zaugg

    Sie fallen mir oft positiv bissig, manchmal seltsam polemisch und regelmässig unterhaltsam kritisch auf.

    Der Seitenhieb auf den EVZ bezüglich Marx und Engels hätten Sie sich schenken können. Ja, durch Wohltätigkeit und Spenden wurde noch keiner Reich. Wissen wir.
    • Jacques #23 13.05.2020 16:46
      Highlight Highlight Uh, da würde ich gerne mal die Bücher von Max Havelaar und Konsorten anschauen. Stiftungen sind Schlussamänd finanziell äusserst lohnenswert. Bösartigkeit Ende.
  • BeatBox 13.05.2020 14:58
    Highlight Highlight Jaajaaa, wers glaubt wird noch seeliger...
    • AndOne 13.05.2020 15:31
      Highlight Highlight Man muss nichts glauben, aber das Gegenteil kannst du sicher auch nicht beweisen!
  • Eiswalzer 13.05.2020 14:55
    Highlight Highlight Und jetzt kommen dann wieder die Aluhüte, welche ganz ganz sicher wissen, dass Strebel ganz ganz viel Geld einschiesst und kein Lohntreiber extremer ist als der EVZ: in 3..., 2..., 1...
    • dwight_schrute 13.05.2020 15:44
      Highlight Highlight Ganze 3 Minuten (ab deinem Kommentar) hats gedauert und ein User, dessen Name ich hier nicht nennen will (er beginnt mit "B" und endet mit "eatBox") hat genau deine Aussage bestätigt. Herrlich.
    • judge 13.05.2020 15:47
      Highlight Highlight Nein, ich denke wenige bis niemand hier hat Kenntnis der genauen Geldflüsse. Aber er entlastet das Budget des Gesamtbetriebs um denjenigen Betrag, den er in den Nachwuchs steckt...und diese pro-forma-Unterscheidung machen andere Vereine halt einfach nicht. Im Ergebnis alimentiert Herr Strebel den EVZ genau so wie Walti Frey den ZSC.
    • Eiswalzer 13.05.2020 16:04
      Highlight Highlight Judge:
      Nicht ganz. Ohne Strebels Geld im
      Nachwuchs könnte sich der EVZ einfach einen weniger guten solchen Nachwuchs leisten. Und auch kein OYM.
      Aber du hast insofern nicht ganz Unrecht, als der EVZ dann „nur“ ein Verfolger-Klub wär von den Möglichkeiten, und kein absolutes Spitzenteam. Strebel macht einen Unterschied, aber Zug ist kein klassischer Mäzenverein.
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Eismeister Zaugg

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