Sport
FC Basel

FCB-Joker Fink entscheidet hitzige und torreiche Partie gegen den FCSG

Basels Bradley Fink jubelt nach seinem Tor zum 3:2 im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel 1893 und dem FC St. Gallen 1879 im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Samstag ...
Er kam, sah und traf mit der ersten Ballberührung: Bradley Fink bejubelt sein Tor zum 3:2.Bild: keystone

FCB-Joker Fink entscheidet hitzige und torreiche Partie gegen St.Gallen

Der FC Basel klettert in der Tabelle nach oben. Rot-Blau schlägt mit etwas Glück den FC St.Gallen, der die gesamte zweite Halbzeit mit einem Mann weniger auskommen musste, 3:2. Die Ostschweizer haderten nicht zu Unrecht mit dem Schiri.
01.10.2022, 20:1001.10.2022, 21:03

St.Gallen verpasst es, als Tabellenerster der Super League zu übernachten. Die Ostschweizer geben in Basel zuerst eine Führung aus der Hand, kommen dann in Unterzahl zum Ausgleich und verlieren schliesslich aufgrund eines Jokertors.

Bradley Fink entschied das Spiel im St.-Jakob-Park in der 83. Minute nach einer Flanke von Michael Lang mit dem Kopf.

Erst Sekunden zuvor war der Stürmer eingewechselt worden, und zehn Minuten zuvor hatte Lukas Görtler für die fast eine Stunde lang in Unterzahl spielenden St.Galler nach einem vergebenen Penalty im Nachsetzen zum 2:2 ausgeglichen.

«Wir müssen nicht über den Schiri diskutieren. Wir kriegen drei Gegentore, das können wir anders machen. Ich bin der allerletzte, der heute über den Schiri motzen will, an ihm lag es sicher nicht.»
Lukas Görtler, FC St.Gallenblue

St.Gallen 55 Minuten in Unterzahl

Dabei hatte es die phasenweise wilde Partie vor allem in der ersten Halbzeit in sich: Drei Tore, ein Pfostenschuss sowie eine rote und sechs gelbe Karten kamen bis zur 38. Minute zusammen.

Den Platzverweis handelte sich Basil Stillhart in der 36. Minute mit einem Notbremse-Foul ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte Basel einen frühen Rückstand bereits korrigiert – und Chadrac Akolo den Ball an den Pfosten statt zum 2:2 ins Tor gesetzt.

Blitz-Wende dank Amdouni

Jérémy Guillemenot hatte die St.Galler, die erst zum zweiten Mal in den letzten zehn Gastspielen in Basel verloren, nach einem Ballverlust von Darian Males in der 6. Minute in Führung gebracht. Zehn Minuten später drehte der FCB die Partie innerhalb von 122 Sekunden.

Bei beiden Basler Treffern hatte Zeki Amdouni seine Füsse im Spiel. Zuerst war der 21-Jährige, der am Dienstag gegen Tschechien in der Nationalmannschaft debütiert hatte, nach einem Kopfball von Andi Zeqiri zur Stelle, kurz darauf fand der Ball nach einem Solo und sattem Abschluss an den Pfosten via Rücken von Lawrence Ati Zigi zum 2:1 ins Tor.

«Wir waren gut drauf. Mit der zweiten Halbzeit bin ich nicht zufrieden, wir waren ein Mann mehr. Da hätten wir cleverer spielen müssen, unsere Chancen nutzen, vielleicht fühlten wir uns etwas zu sicher. Aber es ist sehr wichtig, zuhause wieder gewonnen zu haben.»
Taulant Xhaka, FC Baselblue

Basel – St.Gallen 3:2 (2:1)
22'630 Zuschauer. - SR Schärer.
Tore: 6. Guillemenot (Schmidt) 0:1. 15. Amdouni 1:1. 17. Zigi (Eigentor) 2:1. 71. Görtler 2:2. 83. Fink (Lang) 3:2.
Basel: Hitz; Lang, Comas, Adams, Pelmard; Xhaka, Burger (83. Fink); Males (75. Millar), Amdouni (75. Diouf), Ndoye; Zeqiri (68. Agustin).
St.Gallen: Ati Zigi; Sutter (68. Schneider), Stillhart, Maglica, Guindo; Quintillà; Görtler, Schmidt (68. Kräuchi); Karlen (37. Stergiou); Akolo (63. Ricardo Alves), Guillemenot (63. Latte Lath).
Bemerkungen: Basel ohne Lopez, Marchand und Tushi (alle verletzt). St.Gallen ohne Besio, Schubert und Von Moos (alle verletzt). 26. Pfostenschuss Akolo. 36. Rote Karte gegen Stillhart (Notbremse). 71. Hitz pariert Foulpenalty von Görtler, Görtler versenkt Nachschuss. Verwarnungen: 22. Burger (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 24. Maglica (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 30. Akolo (Foul). 33. Schmidt (Schwalbe). 36. Zigi (Reklamieren). 38. Görtler (Foul). 79. Comas (Foul). 87. Xhaka (Foul). 93. Augustin (Foul). 94. Lang (Foul). (ram/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Eines dieser 78 Olma-Plakate löste einen «Nacktskandal» aus
1 / 79
Eines dieser 78 Olma-Plakate löste einen «Nacktskandal» aus
78 Mal Olma, 78 offizielle Plakate: Wir zeigen (fast) die ganze Kollektion. Ein Plakat löste seinerzeit eine halbe Staatsaffäre aus – findest du heraus, welches?Wir starten 1943: Das erste Olma-Plakat der Geschichte.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Bei diesem Sauwetter hat's eine wie Andrea doppelt schwer
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Bschiss-Vorwurf gegen Eishockey-Goalies: Hrubec und Hughes verlangen strengere Kontrollen
ZSC-Goalie Simon Hrubec wirft einigen Torhütern der National League vor, bei ihrem Schutz zu schummeln. SCB-Keeper Connor Hughes stützt ihn und fordert strengere Kontrollen. Die Liga verweist auf Plomben und Stichproben.
Auslöser ist eine Kolumne, die Simon Hrubec (35) im Frühling in seiner Heimat Tschechien veröffentlichte. Darin kritisierte der zweifache Meisterkeeper der ZSC Lions die Ausrüstungsregeln der National League. Einige Torhüter sollen sich mit zusätzlicher Fläche an den Protektoren unerlaubte Vorteile verschaffen, die Kolumne sprach von «Goalie-Doping». Gegenüber Blick sagt Hrubec, vor der Saison gebe es den Stempel, dass alles regelkonform sei. Danach könne man mit der Ausrüstung machen, was man wolle. Wer die «Täter» seien, sei für Goalie-Kenner auf den ersten Blick offensichtlich. Namen wolle er nicht nennen.
Zur Story