Lugano zementiert Rang 1 mit Sieg gegen Basel – Thun gewinnt wildes Spiel in Lausanne 5:4
Lugano – Basel 2:1
In der ersten halben Stunde sorgte der FC Lugano für den Unterschied, der bis zum Ende Bestand haben sollte. In einer starken Startphase, in der die Tessiner ihr Selbstvertrauen und ihre Klasse eindrücklich zeigten, trafen Daniel Dos Santos und Yanis Cimignani zur 2:0-Führung. Die Vorlagen zu den Toren von Uran Bislimi und Antonios Papadopoulos waren sehenswert. Die Abschlüsse kamen dann überraschend, wären aber nicht unhaltbar gewesen für Jonas Omlin im Tor des FC Basel.
Die Basler kamen in der Folge besser auf, gestalteten das Chancenverhältnis ausgeglichen und hatten sogar mehr Spielanteile. Bloss gab es zu wenige zwingende Aktionen. FCB-Verteidiger Flavius Daniliuc sprach bei «Blue» von einem couragierten Auftritt und einem klaren Schritt nach vorne. «Wir pressen höher, sind aggressiver und versuchen auch, diesem Trikot gerecht zu werden.»
Nur einmal konnte der FCB allerdings die abgeklärten, aber phasenweise auch etwas müde wirkenden Luganesi überraschen. Ein Eckball von Xherdan Shaqiri kam in der 37. Minute via Zan Celar zu Philip Otele, der mit dem Kopf das 1:2 erzielte. Oteles Treffer war der erste in der Super League unter dem neuen Trainer Slavisa Jokanovic nach dem 0:3 gegen Vaduz und dem 0:0 gegen GC.
Weiter geht es für Basel am nächsten Wochenende in Thun. Für Lugano folgt derweil die nächste englische Woche mit dem Heimspiel am Donnerstag in der Conference League gegen die Litauer von Kauno Zalgiris und dem Gastspiel beim FC St.Gallen. «Wir müssen den Fokus beibehalten, das ist das Wichtigste», meinte Luganos Antonios Papadopoulos.
Lugano – Basel 2:1 (2:1)
8153 Zuschauer. - SR von Mandach.
Tore: 10. Daniel Dos Santos (Bislimi) 1:0. 26. Cimignani (Papadopoulos) 2:0. 37. Otele (Celar) 2:1.
Lugano: Von Ballmoos; Delcroix (51. Bichsel), Papadopoulos, Mai; Grgic; Zanotti, Bislimi, Daniel Dos Santos (75. Pihlström), Cimignani; Moncada (21. Castro; 73. Karimow), Behrens (73. Ajeti).
Basel: Omlin; Michelin (53. Rüegg), Akpe, Daniliuc, Cissé (80. Louis); Omeragic, Metinho; Shaqiri (65. Asane Sow), Malachowski (80. Harder), Otele; Celar (65. Koloto).
Bemerkungen: Verwarnungen: 16. Otele, 16. Bislimi, 44. Omeragic, 45. Shaqiri, 57. Zanotti, 76. Metinho, 92. Mai.
Lausanne – Thun 4:5
Dem FC Thun gelingt eine Wende für die Geschichtsbücher der Super League. Die Berner Oberländer gewinnen bei Lausanne-Sport mit 5:4, nachdem sie in der 70. Minute noch 1:4 zurückgelegen haben.
Es ist ein kleines Wunder, das dem in dieser Saison selten glücklichen FC Thun gelungen ist. Wegen einer Reihe von Fehlern und einer insgesamt schwachen Defensivleistung lag der Meister in Lausanne mit 1:4 zurück. Omar Janneh korrigierte mit seinen zwei Toren (36. und 45.) vor der Pause den früh eingehandelten Rückstand für die Lausanner. Und nach dem Seitenwechsel profitierte das Schlusslicht von einem Fehler von Marco Bürki, um durch Enzo Molebe auf 3:1 zu erhöhen. In der 62. Minute hiess es nach einem Eigentor von Lucien Dähler gar 4:1.
Die Thuner, die vor dem 1:1 Pech hatten, als wegen Offside-Situationen eine Rote Karte gegen den Lausanner Karim Sow und ein eigenes Tor aberkannt worden waren, meldeten sich durch Brighton Labeaus 2:4 in der 70. Minute zurück. Bei Lausanne begann das grosse Zittern.
Thun traf durch Riccardo Braschi zum 3:4 (81.) und durch ein Eigentor von Sow (86.) zum 4:4. In der 96. Minute machte Labeau mit seinem zweiten Treffer das Thuner Glück perfekt – auch weil Lausanne-Sport in den Minuten zuvor auf unglaubliche Art und Weise zwei enorme Chancen auf einen fünften Treffer ungenutzt liess.
Lausanne-Sport – Thun 4:5 (2:1)
10'096 Zuschauer. - SR San.
Tore: 12. Dursun (Labeau) 0:1. 36. Janneh (Penalty) 1:1. 45. Janneh 2:1. 53. Molebe (Butler-Oyedeji) 3:1. 62. Dähler (Eigentor) 4:1. 70. Labeau 4:2. 81. Braschi (Christoffersson) 4:3. 86. Sow (Eigentor) 4:4. 96. Labeau (Christoffersson) 4:5.
Lausanne-Sport: Mastil; Youte, Sow, Cozza; Soppy, Blin, Custodio (72. NDiaye), Poaty (62. Ngonzo); Butler-Oyedeji (87. Mollet), Janneh (72. Traore), Molebe (87. Koné).
Thun: Steffen; Fehr, Bamert, Bürki, Mambwa (46. Dähler); Reichmuth (77. Christoffersson), Zoukit (67. Roth), Käit, Kristal (61. Maier); Dursun (61. Braschi), Labeau.
Bemerkungen: Verwarnungen: 8. Mambwa, 27. Poaty, 95. NDiaye. (ram/sda)
