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Schiedsrichter-Chef: VAR hätte bei FCSG – Lugano nicht eingreifen dürfen

Schiedsrichter Fedayi San ueberprueft eine Szene im Torraum im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und Lugano, am Sonntag, 24. Januar 2021, im Stadion Kybunpark in St. Gallen. (KEYS ...
Fedayi San schaut genau hin – und gibt dann Penalty für Lugano.Bild: keystone

Sorry vom Schiri-Boss: VAR hätte bei FCSG – Lugano nicht eingreifen dürfen

26.01.2021, 13:5426.01.2021, 13:54

Er war der grosse Aufreger der Super League am Wochenende: Der Penaltyentscheid im Spiel zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Lugano. Kurz vor dem Ende der Partie führte der Elfmeter zum 1:0-Siegtreffer der Tessiner. «VAR schenkt Lugano den Sieg!» titelte beispielsweise der «Blick».

Schiedsrichter Fedayi San zeigte nach einem Zweikampf zwischen St.Gallens Tim Staubli und Roman Macek an, dass die Partie weiterlaufen solle. Er signalisierte, dass er kein Foul gesehen habe. Doch danach schaltete sich der Videoschiedsrichter ein. Alain Bieri empfahl San, sich die Szene noch einmal anzuschauen – was er machte und seinen ursprünglichen Entscheid änderte.

Damit lancierten San und Bieri ein weiteres Mal eine Debatte über den VAR. Denn dieser soll sich laut Regelwerk nur dann melden, wenn er einen klaren Fehlentscheid des Schiedsrichters festgestellt hat. St.Gallens Trainer Peter Zeidler war deshalb beileibe nicht der einzige, der das Eingreifen hinterfragte. Denn von einem «klaren Fehlentscheid» Sans konnte keine Rede sein, die Penaltyszene war diskutabel und der Referee hatte eine Entscheidung gefällt.

Bedauern bei VAR Bieri

Gegenüber dem St.Gallen Fanmagazin «Senf» sagte nun Dani Wermelinger, der Chef der Schweizer Spitzenschiedsrichter: «Im Debriefing nach dem Spiel, unter anderem mit VAR Alain Bieri, der seinen Fehler bedauerte, kamen wir zum Schluss, dass hier trotz der Tatsache, dass der Schiedsrichter die Berührung nicht gesehen hat, eine Intervention nicht angebracht war. Es ist zwar technisch ein Vergehen. Der Entscheid, das Spiel laufen zu lassen, war aber nicht in dem Sinne klar und offensichtlich falsch.»

Zum Zweikampf zwischen Staubli und Macek gab Wermelinger an, dass San gesagt habe, er habe keine Berührung im Fussbereich gesehen. Das habe dazu geführt, dass VAR Bieri seinem Kollegen empfahl, sich die Szene am Bildschirm anzusehen. Wermelinger stellte klar: «Der Schiedsrichter kann bekanntlich nach Konsultation der TV-Bilder entscheiden, ob er ein Entscheid umstossen will oder nicht. Es war also nicht so, dass es der VAR war, der auf Penalty entschieden hat.»

Das Eingeständnis des Fehlers zeugt zwar von Grösse, die St.Galler können sich dafür aber nichts kaufen. In der Bilanz bleiben: Das Spiel 0:1 verloren, keine Punkte geholt, in der Tabelle vom Gegner Lugano überholt worden. Wermelinger betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Schiedsrichter auf dem Platz und jenem im Kontrollzentrum in Volketswil sich nach wie vor einspielen müsse. «Leider machen wir immer noch Fehler, was wir natürlich bedauern.» (ram)

Die nächsten Spiele:

Mittwoch, 18.15 Uhr: FC Zürich – FC Vaduz.
Mittwoch, 20.30 Uhr: YB – Lausanne-Sport.
Donnerstag, 20.30 Uhr: FC Sion – FC Basel.

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