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Wenger: So könnte die Abseitsregel im Fussball revolutioniert werden

FUSSBALL WM 2022 VORRUNDE GRUPPE C Argentinien - Saudi-Arabien 22.11.2022 VAR Check im Stadion, das mögliche 2:0 durch Lautaro Martinez wird wegen Abseits nicht gegeben. *** FOOTBALL WM 2022 PRE-ROUND ...
Zu solch engen Offside-Entscheidungen soll es in Zukunft nicht mehr kommen.Bild: IMAGO/Ulmer/Teamfoto

So könnte die Abseitsregel im Fussball revolutioniert werden

Seit Längerem bereits ist eine tiefgreifende Änderung der Abseitsregel im Gespräch. Nun soll sich der Fussball-Weltverband FIFA offen für eine Einführung zeigen.
03.07.2023, 09:5303.07.2023, 18:20

Wenn der Schiri pfeift, ist Abseits. So war es früher einmal im Fussball, aber so einfach ist es längst nicht mehr. Zahlreiche Modifikationen an der Abseitsregel, die Einführung moderner Bildtechnik und des Videoschiedsrichters haben die erstmals im 19. Jahrhundert angewandte Regel zu einem ständigen Ärgernis für Spieler, Trainer und nicht zuletzt auch für das Publikum werden lassen.

Abseits ist inzwischen, wenn der VAR sich, falls notwendig minutenlang, die Bilder einer Torszene angeschaut und mithilfe von Computerprogrammen eine virtuelle Linie auf den Rasen gemalt hat. Steht der Angreifer auch nur mit der Spitze seines dicken Zehs über dieser Linie, wird sein Treffer ungültig. Damit soll nun Schluss sein.

Was bereits seit einiger Zeit heiss diskutiert wurde, nämlich ein Vorschlag des ehemaligen Startrainers Arsène Wenger, wird bald in mehreren europäischen Ländern getestet. Die Änderung, sofern sie denn kommt, wäre eine regelrechte Revolution. Denn Wenger schlägt vor, dass nur noch dann auf Abseits entschieden werden kann, wenn der Angreifer sich mit dem vollen Körperumfang hinter der (virtuellen) Abseitslinie befindet.

Diese tiefgreifende Neuerung soll bereits in China und den USA getestet worden sein. Nun sollen erste Tests auch in Europa stattfinden, zum Beispiel in den Niederlanden und in Italien. Wie das englische Boulevardblatt «Daily Mirror» berichtet, soll FIFA-Boss Gianni Infantino ein Befürworter der Abseits-Revolution sein. Der Weltverband ist allerdings nicht Herr über das Regelwerk. Dieses wird vom International Football Association Board (IFAB) festgelegt. In diesem Gremium hat die FIFA vier Sitze, genau wie zusammen die britischen Verbände aus England, Schottland, Nordirland und Wales.

Die mögliche Regeländerung soll das Spiel attraktiver und vor allem torreicher machen. Entsprechend einer internen FIFA-Untersuchung von 2020 sollen dadurch 50 Prozent aller Tore, die unter der alten Regel zurückgenommen worden wären, künftig Bestand haben. (cc/t-online)

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