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US-Abgeordneter befragt FIFA-Chef Infantino zu Kontakten mit Trump

epa12649963 US Democratic Representative of Maryland Jamie Raskin walks at the US Capitol in Washington, DC, USA, 14 January 2026. EPA/WILL OLIVER
Der demokratische Abgeordnete Jamie Raskin.Bild: keystone

Das Verhältnis von Trump und Infantino wird nun auch im US-Kongress zum Thema

Das offenkundig enge Verhältnis von FIFA-Präsident Gianni Infantino zu Präsident Donald Trump ist auch im US-Kongress auf Argwohn gestossen.
28.07.2026, 05:3228.07.2026, 19:46

Der einflussreiche demokratische Abgeordnete Jamie Raskin forderte Informationen vom Fussball-Weltverband und von Infantino.

Raskin forderte den Weltverband und Infantino auf, bis zum 9. August Informationen über Kontakte zur US-Regierung vorzulegen. Zudem verlangte er von Infantino, für eine Befragung im Justizausschuss des Repräsentantenhauses zu erscheinen, wenn er in den USA sei.

Raskin ist der ranghöchste Demokrat im Justizausschuss. Wenn die Demokraten Trumps Republikanern bei den Parlamentswahlen im November die Mehrheit abnehmen sollten, hat er gute Aussichten, den Vorsitz zu übernehmen. Dann könnten seine Nachforschungen zu Kontakten zwischen Infantino und Trump mehr Gewicht bekommen.

Infantino wird vorgeworfen, mit fragwürdigen Gefälligkeiten das Wohlwollen des US-Präsidenten erworben zu haben. Unter der Ägide des Schweizers hatte der Weltverband einen neu eingeführten Friedenspreis an den Republikaner verliehen, nachdem dieser keinen Friedensnobelpreis bekommen hatte.

Während der Weltmeisterschaft gab es Kritik daran, dass die Rotsperre des US-Stürmers Folarin Balogun nach einem Anruf Trumps bei Infantino aufgehoben und damit ein Einsatz des Spielers im Achtelfinale ermöglicht wurde – ein äusserst ungewöhnliches Vorgehen. Nach Darstellung der FIFA wurde die umstrittene Entscheidung von der formal unabhängigen Disziplinarkommission getroffen.

FIFA zahlt Miete im Trump Tower

Raskin verwies in seinem Brief auch darauf, dass die FIFA eine Bürofläche im New Yorker Trump Tower angemietet hatte, die zu Marktpreisen um die 600'000 Dollar pro Jahr kosten könne. Zusammen mit dem «urkomisch unechten» Friedenspreis erwecke dies den Eindruck, dass die FIFA sich dadurch von Trump und dessen Regierung Entscheidungen zugunsten des Weltverbandes erhoffe, schrieb der Kongressabgeordnete.

Er forderte eine Liste an, der alle Geldtransfers und Geschenke an Trump, dessen Regierung sowie Familienmitglieder zu entnehmen sind. Zudem solle die FIFA jegliche Kommunikation mit der US-Regierung rund um Ticketpreise bei der diesjährigen WM offenlegen, die vielfach als völlig überzogen kritisiert wurden. Auch will er Besucherlisten aus den FIFA-Büros in Miami und New York einsehen. (sda/dpa)

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